We Stand With Israel – Demonstration in München

Am Donnerstag den 17. Juli 2014 fand in München eine Demonstration unter dem Motto „We Stand With Israel“ statt. Aufgerufen wurde unter anderem über Facebook.

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Start war 18 Uhr am Sendlinger Tor. Gleich zu Beginn wurde darauf hingewiesen, dass sich diese Demonstration nicht gegen Palästina bzw. die Palästinenser richtet und auch nicht gegen den Islam. Es geht alleinig gegen den Terror der Hamas, die nicht nur Israel terrorisiert sondern auch Gaza. Es nahmen insgesamt nach Veranstalterangabe ca. 450 Menschen teil.

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Die Demonstration lief durch die Innenstadt zu Marienplatz. Immer wieder dabei „Hevenu Shalom Alechem“ („Wir wollen Frieden für alle“) gesungen. Selbstverständlich war der Demozug durch die blau-weißen Israelfahnen dominiert.

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Auf dem Marienplatz gab es eine kurze Zwischenkundgebung.

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Am Rande fanden sich auch eine kleine Gruppe Jugendlicher mit Palästinafahnen ein, die lautstark gegen die Demonstration versuchten zu protestieren. Außer „Israel Babaymörder“-Rufen kam aber nicht viel. Insbesondere ein junger Mann tat sich beim Diskutieren hervor. Er wollte aber das glauben, was ihm in sein Weltbild passte. Das führte sogar dazu, dass er die Tatsache, das 1948, direkt nach der Gründung Israels, 6 arabische Staaten dem neuen Staat den Krieg erklärten, mit den Worten ablehnte, man sollte doch mal in ein Geschichtsbuch schauen. Ja, hätte er es doch mal getan. Auf diesem Niveau war eine Diskussion natürlich zwecklos.

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Was die Gegendemonstranten gar nicht verstehen wollten, das sich die Demonstration nicht gegen Palästina richtete sondern gegen den Terror der Hamas. Sie meinten, ohne die Hamas gäbe es schon gar keine Palästinenser mehr. Aber so verabschiedete sich die Demo mit Sprechchören „Free Gaza from Hamas“ von ihnen.

Weiter ging es zum Isartor, dort wurde kurz für ein Foto gehalten.

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Schließlich liefen die Demonstranten wieder zum Sendlinger Tor zurück. Auf der Abschlusskundgebung sprach der Münchner Stadtrat Marian Offman, Mitglied der Israelitischen Kultusgemeinde München. Zum Ende wurde nochmals gemeinsam gesungen.

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Im folgenden Video gibt es ein paar Eindrücke von dem Tag.

Auch am Sendlinger Tor wollten drei junge Frauen gegen die Demonstration und Israel protestieren. Zumindest für das gelbe Plakat gibt es wohl eine Anzeige.

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Während der ganzen Demonstration waren auch mehrer Mitglieder der rechtspopulistischen und islamfeindlichen Partei DIE FREIHEIT anwesend. Von denen distanzierte man sich aber deutliche, außerdem wurden sie mehrfach aus dem vorderen Teil der Demonstration weggeschickt. (Ein AZ-Interview mit Stadtrat Marian Offman zeigt, dass diese Gruppe von den Israeliten abgelehnt wird.)

Josef A. Preiselbauer

4 comments

  1. also, ich würde nie an einer proisraelischen demo teilnehmen, das vorweg. ich würde auch nie an einer pro-hamas-demo teilnehmen. nur kann ich nicht bedingungslos israel verteidigen, nur den terror der hamas verurteilen. ich sehe die extremisten auf beiden seiten. wenn ich verschwörungen glauben würde, würden sich die hamas und lieberman im hinterstübchen die hände reichen und einen trinken, es läuft so, wie sich beide das vorstellen.

    lg andi

  2. Solange es Leute gibt, die glauben, dass es so etwas wie „die Juden“, „die Palästinenser“, ein „auserwählt-selektioniertes Volk“ etc. gibt (statt nur „Menschen“), solange wird sich nichts ändern.

    „Unsere“ so tolle Weltgeschichte in 10 Sekunden:
    Echnaton > Juden > Christen > Muslime > Ikonoklasten > Protestanten > Kapitalisten > Kommunisten > Nationalsozialisten > Hollywood > etc. etc.

    Leider werde ich nie in einer intelligenten Welt leben können (IQ > 200)

  3. Ich freue mich, dass es diese Kundgebung in München gab und dass Menschen noch friedlich ein Zeichen für Israel setzen können, auch wenn dies wohl zunehmend gefährlicher werden wird. Zum Glück kann man sich aber auf die bayerische Polizei noch einigermaßen verlassen.
    Bei der nächsten Demo wäre ich gerne dabei. Wann wird sie stattfinden? Bitte informiert so öffentlich wie möglich darüber und moblisiert auch in den christlichen Gemeinden und dort, wo ihr weitere Freunde vermutet, die die Progpaganda sog. „Nahost-Experten“ in unseren Medien nicht glauben!
    Ein großes Lob für die Organisatoren von einer Münchnerin, die für Israel ist!

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