Pegida in München, 29. Juni 2015, Naziangriffe gegen Antifaschisten

Wie jeden leidigen Montag lief auch am 29. Juni 2015 wieder der kümmerliche Rest von Pegida München (Ehemals Bagida) auf. Als „Stargast“ war diesmal der so genannte „Ed aus Utrecht – der Pegida-Holländer“, ein bekannter Hetzredner aus Dresden, geladen.

Bereits zu Beginn der Auftaktkundgebung auf dem Stiglmaierplatz wurden Pressefotografen, die Pegida nicht genehm waren, massiv bedrängt und mit Wasser aus Bechern bespritzt, was auch zu Störungen an den Kameras führte. Auch vor massiven körperliches Bedrängen wurde dabei nicht zurückgeschreckt. Diese Angriffe gegen die Presse wurden von der Polizei verharmlost oder ganz ignoriert. Erst auf Drängen der Betroffenen wurde etwas unternommen. Einem Fotografen wollte die Polizei vorschreiben, dass er ein Teleobjektiv nicht benutzen darf. Später wurde anderen Fotografen von anderen Polizisten erklärt, sie dürfen nicht so nahe ran und sie können ja von weiter weg mit dem Tele fotografieren. Wie man es macht, macht man es falsch… Gleichzeitig wurden Fotografen aber permanent von Pegida fotografiert und gefilmt.

In den Reden, natürlich auch in der von dem „Holländer“ wurde die übliche Hetze gegen Moslems und Asylbewerber betrieben. Alles nur junge Männer, Wirtschaftsflüchtlinge, usw.. Man kennt es ja. Und die fast alles nur Moslems. Oftmals haben die Reden gar nichts mehr mit einer angeblichen Islamisierung zu tun, sondern es ist die typische plumpe nationalistische Hetze gegen Flüchtlinge und Nicht-Deutsche, wie man sie von Rechtspopulisten und Nazis kennt.

Apropos Nazis, in der Vergangenheit hatten einzelne Teilnehmer kein Problem damit, zu behaupten, dass eine Gruppe bekannter Schlägernazis aus München und Umgebung da wären, um die Demonstration vor den Linken zu schützen. Im Gespräch mit einigen Personen stellte sich auch heraus, dass die Tatsache, dass da bekannte Nazis mitlaufen, völlig ignoriert oder verleumdet wird, während Personen des lauten Gegenprotest in einiger Entfernung als Extremisten und Linksfaschisten bezeichnet werden. Auch am 29. Juni waren wieder bekannte Nazikader in der Demonstration dabei. Trotzdem sind sich die Pegidaleute nicht zu blöd, mit einer Fahne „Gegen Nazis“ oder eine Israel-Fahne mitzulaufen.

Die Demonstration von Pegida mit ca. 110 Teilnehmern drehte wieder eine kleine Runde durch München, begleitet von lautem Protest. Die Seitenstraßen waren alle durch Hamburger Gitter abgesperrt, es kam als niemand an den Demozug direkt heran. Die Polizei gab sich auch redlich Mühe, Transparente gegen Pegida zu verstellen. Antifaschistinnen und Antifaschisten riefen trotzdem von den Absperrungen aus laut Parolen und Pegida pfiffen aus. Bewundernswert ist dabei die Sportlichkeit, müssen diese doch jedes Mal für ihren Protest um Häuserblocks herumlaufen.

Die Pegidademonstration endete wieder am Stiglmaierplatz, es wurden noch ein paar Hetzreden geschwungen und nicht nicht genehme Presse weiterhin massiv bedrängt.

Inzwischen wurden einzelne Antifaschistinnen und Antifaschisten schon von der Polizei in die U-Bahnhöfe gedrängt und mündliche Platzverweise ausgesprochen. Zwei Frauen mussten so notgedrungen zum Hauptbahnhof fahren und liefen dort einer bekannten Gruppe Nazis fast in die Arme. Die Nazis verfolgten diese dann. Inzwischen kamen noch mehr Antifaschistinnen und Antifaschisten zum Bahnhof und wurden von den Nazis angegriffen. Dabei kam es zu mehreren Verletzungen, so das sogar ein Krankenwagen kommen musste. Bei den Nazis handelte es sich um eine Gruppe, die bereits in der Vergangenheit mehrfach an den Pegidademos teilgenommen hatte bzw. in deren Umfeld aktiv wurde und Gegnerinnen und Gegner von Pegida auch körperlich angriffen. Obwohl die Polizei mehrfach auf die Gruppe Nazis hingewiesen wurde, hielten sie es offensichtlich nicht für nötig, diese mal festzusetzen. Für die Polizei war es aber wichtiger, die dagegen protestierenden Antifaschistinnen und Antifaschisten vor Ort zu kriminalisieren, einzukesseln und deren persönliche Daten aufzunehmen.

(Persönliche Anmerkung: Wenn ich über die fremdenfeindlichen Demonstrationen von Pegida in Wort und Bild berichten will, dann muss ich selbstverständlich nahe ran an das Geschehen. Dass das bei Pegida als Provokation der „Lügenpresse“ aufgefasst wird, ist deren Problem. Die Polizei hat dann aber nicht vorzuschreiben, wie journalistische Arbeit betrieben werden darf.)

Die Bilder

Ordner mit Frei.Wild-Shirt

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Verstehen sich gut: Mulinazifunktionär R. W. und „Ja, ich bin Nazi“ P. M..
Keine Nazis bei Pegida? Doch!

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In Wien ist Blau das, was in Deutschland Braun ist.

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Angriffe gegen Pressefotografen. Ordner von Pegida finden das saukomisch.

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Die übliche Hetze gegen Flüchtlinge

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Die übliche Hetze gegen Flüchtlinge

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Ed aus Utrecht bei seiner Hetze.

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Kümmerlicher Haufen

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Für Israel, mit Nazis?

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Hetze, wo immer es geht.

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Polizei verstellt Banner der Antifaschistinnen und Antifaschisten

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Pegida wälzt sich durch abgesperrte Straßen

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Bekannter Blödsinn.
Warum heut der Nazi eigentlich immer, dass er als Nazi bezeichnet wird, wenn er sich benimmt wie ein Nazi?

Pegida-Muenchen-29-Juni-2015-14

Krankenwagen und Polizeikessel am Hauptbahnhof

Pegida-Muenchen-29-Juni-2015-15 Pegida-Muenchen-29-Juni-2015-16

Josef A. Preiselbauer

2 comments

  1. Was für eine erbärmliche einseitige Berichterstattung. Voller Satzfehler und frei von jeglicher journalistischen Qualität. Sie sollten sich was schämen und lieber die Finger von der Tastatur lassen. Ganz miserabel. Vielleicht probieren sie es mal als Crashtest Dummie. Die halten wenigstens ihr Maul. Auf ihre “ Meinung“ ist geschissen. Sie linkes Riesenar….och…

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