Pegida Dresden? Die gibt es noch?

Ja, die gibt es noch. Und es ist widerlich wie eh und je. Ich habe sie mir heute in Dresden wieder angeschaut. Ich bin so maßlos wütend, zig hunderte „Besorgte Bürger“, absolut kein Gegenprotest. Dresden, Du Stück Scheiße, Du bist nicht mehr meine Stadt!

Ich habe mich bei den Fotos bewusst nur auf die Fahnen, Schilder und T-Shirts konzentriert. Schaut sie Euch an. Und wehe, mir sagt dann noch jemand, da wären keine Nazis dabei.

Von der Identitären Bewegung habe ich mindestens vier Fahnen und diverse T-Shirts gesehen. Das Schlimmste war allerdings das Shirt „Vize-Weltmeister 1945“. (Bei vier Siegermächten zeigt das wohl, dass da einer nicht zählen kann.) Ein weiteres T-Shirt, von dem ich aber kein Foto habe, trug die Aufschrift „NSU Motorräder“. Ich unterstelle dem Träger mal bewusst, dass er das nicht wegen der Motorräder angezogen hat.

Die Ironie ist, dass dort auch zwei Israel-Fahnen und eine Fahne gegen Nazis zu sehen war. Haha, was haben wir gelacht! 🙁

Bei den Rednern fand wieder die übliche Hetze statt. Lutz Bachmann wollte eigentlich gar nichts zu Heidenau sagen, weil das ja nichts mit Pegida zu tun hat. Ach? Aber dann hetzte er wieder wie gehabt gegen Asylbewerber, was die alles kosten, sind ja fast nur Wirtschaftsflüchtlinge und junge Männer… Ekelhaft. Der Rest war auch nicht besser.

Wie gesagt, schaut Euch die Fotos an…

Josef A. Preiselbauer

8 comments

  1. Solange Frau Merkel das hohe Gut der Meinungsfreiheit höher hält, als die Demomenschen ihre Schilder, wird Dresden sich weiter so entwickeln. Dafür steht auch die reaktionärste Landesregierung dieses Deutschland von 2015. Heidenau, Freital und und und … sind das Ergebnis dieser Politik. Soll mir keiner sagen, dass das nicht alles gewollt ist. Sie predigen Wasser und saufen Wein … ja, dieses Deutschland und besonders dieses Sachsen ist wieder im deutschen Winter angekommen.

  2. Gott sei dank gibt es Preiselbauer, der sagt, was notwendig ist.: Keine Tolenz für Nazis, egal wo und egal, wie maskiert.
    Bitte den Satz mit „Stück Scheiße…“ streichen. 1. Nazis gibt es niicht nur in Dresden, sondern überall in der BRD, sogar im „schönen Bayern“. Leider fehlen Gegenproteste nicht nur in Dresden.
    (Und „Scheiße“ ist nicht wirklich eine sinnvolle Beschimpfung, sondern notwendiges Resultat einer geregelten Verdauung.)

    • Im Gegensatz zu Dresden, wo über 1000 Pegidioten mit nur sehr wenig Polizeibegleitung rumlaufen und es keinen (!) Widerstand gibt, gehen gegen Pegida München wenigstens immer noch jede Woche Menschen auf die Straße.

      Der Spruch mit der Scheiße ist eine Abwandlung der Parole „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“.

  3. Was für ein schöner Tag gestern. Es haben sich endlich tausende Mitmenschliche zu zwei Demos und einem Fest gefunden. Interessant wer teilnehmen durfte und wer nach 5 Minuten wieder verschwinden musste. Das Volk ist halt doch nicht so dumm, wie es einige gern hätten.
    Alle gemeinsam sind stark. Dank den vielen Unterstützern aus anderen Städten und bundesländer. Die Dresdner schaffen es leider immer noch nicht allein. Aber alle waren so stark, dass die Polizei mal die Mitmenschlichen schützen musste und die Rechts-Dumpfbacken rausgeworfen wurden. So weiter und … es keimt Hoffnung auf.

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