Pressefreiheit bei Pegida? Ja wo kämen wir denn da hin?

Seit es diese nervige Pegida gibt, ist der Begriff „Lügenpresse“ eines der Schlagworte geworden. Dazu gehören regelmäßige Angriffe gegen Journalisten und die Behinderung derer Arbeit.

Auch München reiht ist in die traurige Liste der Vorfälle ein.

Immer wieder die selben Personen sind es, die Fahnen vor die Objektive von Fotografen halten, die die Aufmärsche von Pegida München dokumentieren. Und das nicht zufällig, sondern man kann genau sehen, wie diese den Fotografen hinterher laufen und sich bewusst und behindernd davor stellen. Die Reaktionen der Polizei darauf sind, höflich ausgedrückt: Wegschauend. Wir prangern dieses Thema seit Monaten in München an, öfters wird man vom Pressekontakt der Polizei versprochen, man sorgt dafür, das die Presse nicht behindert wird, es passiert jedoch praktisch nichts. Mal ein kleines „Du, Du!“, aber das war es auch schon.

An Beleidigungen wird selbstverständlich von Seiten Pegida aus auch nicht gespart. Letzten Montag, dem 2. November 2015, gab es einen Vorfall, dass ein Pegidateilnehmer einem Fotografen zurief: „Ihr scheiß Juden, wir kriegen euch alle!“ Die Polizei zierte sich erst, eine Anzeige aufzunehmen, kam aber letztlich nicht drumherum.

In der dunklen Jahreszeit kommt jetzt noch dazu, dass Fotografen mit sehr hellen LED-Lampen direkt in die Kameras gestrahlt wird. Dass das nicht ungefährlich für das Auge ist, weiß jeder, dem so etwas schon passiert ist. Trotzdem passiert das weiterhin folgenloß unter den Augen der Polizei, ausgeführt auch von Ordnern und Organisatoren der Pegidaaufläufe. Was aber offensichtlich ganz gut funktioniert, sind Anzeigen gegen Fotografen, weil diese im Dunklen eine Blitz verwendet haben und ein Pegidiot meint, das wäre Gefährliche Körperverletzung.

Ebenfalls am Montag wurde deutlich ein Vorfall dokumentiert, wie Ordner bei Pegida einen Journalisten behindern und bedrängen, und währenddessen, von den Ordnern nicht unbemerkt, ein bekannter und verurteilter Nazi & Terrorist in Gegendemonstranten schlug.

Das ist das Video dazu, schaut es Euch mal an!

Ein weiteres Video „Du bist ein Fotofaschist“ dokumentiert vor allem die Vorfälle mit den LED-Lampen.

Josef A. Preiselbauer

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