Das Elend von Pegida München

Nach über 6 Wochen bin ich gestern mal wieder in München gewesen um nach den Rechten zu sehen. Also nach Pegida.

Pegida läuft ja inzwischen fast jeden Tag in München auf. Auf dem Marienplatz gibt es mehrmals die Woche nachmittags eine Mahnwache von denen. Die Bürger und Geschäftsleute dürften entsprechend genervt sein. Montags versammeln sie sich zu ihrer großen Kundgebung und Demonstration, so auch gestern auf dem Odeonsplatz vor der Feldherrnhalle, von der aus schon Hitler 1923 seinen Putschversuch versuchte.

Inzwischen wird der Bereich so abgesperrt, dass um Pegida herum zwei Reihen Hamburger Gitter stehen. Drinnen Pegida, außen die Gegnerinnen und Gegner, dazwischen die Journalisten.

Inhaltlich gibt es, wie üblich, bei Pegida nicht viel zu sagen. Die übliche Hetze und Lügen. Endstation Rechts – Bayern hat dazu ein Statement auf Facebook veröffentlich:

Heinz Meyer von Pegida München hat heute den Bescheid des Landkreises Rostock präsentiert.
Heinz Meyer hat offenbar mimikama nicht gelesen, denn dort stellt die Behörde klar, dass es sich nicht um eine geförderte Person handelt, sondern um eine vierköpfige Bedarfsgemeinschaft.
Heinz Meyer neidet der Familie selbst das wenige Geld.
Heinz Meyer will wohl, dass die Leute verhungern
Heinz Meyer ist ein Unmensch
Sei nicht wie Heinz Meyer!

Witzigerweise wurde auch wieder gegen die so genannte #Lügenpresse gehetzt, gleichzeitig diese aber als Quelle herangezogen, bis hin zu einem Spiegelcover.

An der Spitze der Demonstration von Pegida lief diesmal die Identitäre Bewegung mit, eine rechtsextreme Strömung. Natürlich waren auch wieder mehrere bekannte Nazis aus Bayern zu sehen.

Auf der ganzen Strecke standen in fast jeder Seitenstraße Antifaschistinnen und Antifaschisten, um lautstark gegen den Aufmarsch zu protestieren. So wurde auch der Gang über den Marienplatz zum Spießrutenlauf für Pegida.

Alles in allem waren ca. 250 Teilnehmer bei Pegida anwesend und geschätzt gleich viel, die dagegen protestierten.

Josef A. Preiselbauer

1 comment

  1. Grenzen schließen! Unser Land ist kein Asylanten-Reservat!
    Tjaha, wenn das so einfach wäre. Tatsächlich ist unser Land derzeit ein Reservat für Verpeilte, die ihren mehr oder weniger verdrucksten Rassismus mit dem Etikett Besorgnis zu Markte tragen, zum Beispiel in München. Gegen die hilft auch Grenzenschließen nicht.

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