AfD in Neusäß und Gegenprotest

Am Abend des 11. Juli 2016 kam der Baden-Württembergische AfDler und Landtagsabgeordnete Jörg Meuthen in das kleine bayrische Neusäß. Dagegen formierte sich Protest, unter Anderem vom VVN/BdA getragen. Weit über 150 Teilnehmer_innen säumten die Straße gegenüber des Rathauses. Direkt vor dem Eingang zum Versammlungssaal standen weitere Antifaschist_innen und protestierten in Form von Parolen und Transparenten. Ein sehr alter AfD-Mensch protestierte mit einem „lustigen“ Pappschild gegen den Gegenprotest.

Ich hatte dort die Gelegenheit, mit einigen AfD-Mitgliedern oder Sympathisanten zu sprechen, nachdem ich gefragt wurde, wer mich denn bezahlt. Ein Mann, asiatischer Abstammung, er erzählte, dass (mindestens) ein Elternteil aus Korea stammte, erklärte mir, dass die Deutschen die ethnische Mehrheit in Deutschland behalten müssen. Das, nachdem ich ihn gefragt habe, wie er es denn findet, dass ein AfDler vorher zu mir sagte, sie sind für ethnische Reinheit. Witzig waren auch ihre Blicke und Unsicherheiten, wenn sie mir erklärten, dass die Linken in Berlin Autos anzünden, und ich lachend erwiderte, dass der letzte Autozündler, der gefasst wurde, ein Rechter und Polizeispitzel war.

Als die AfD-Veranstaltung begann, wurde die antifaschistische Kundgebung beendet. Anschließend störten einige Antifaschist_innen noch vom Innenhof des Rathauses vor den Fenstern kurzfristig aber laut, worüber sich zwei Anwohner in ihren Gärten arg schlimm aufregten. Im Saal wurden gleich die Vorhänge zugezogen. Die Polizei war dort allerdings schnell vor Ort und trieb die jungen Menschen wieder weg.

Josef A. Preiselbauer

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