„Sachsen ist nur noch eine Schande“

Und Dresden besonders… Das Zitat, „Sachsen ist nur noch eine Schande“, stammt von einem Freund, der in Sachsen lebt. Ich selber schäme mich inzwischen, aus dieser eigentlich wunderschönen Stadt Dresden zu kommen. Was sich da gestern wieder vor der Frauenkirche abgespielt hat.

Drei aufrecht aufgestellte Busswracks sollen an Aleppo erinnern. Der Deutsch-Syrer Manaf Halbouni stellt damit ein Foto nach, auf dem zu sehen ist, wie in Aleppo Menschen drei Buswracks aufgestellt haben, um ein wenig Schutz vor Scharfschützen zu haben. Hier dazu ein Bericht des mdr: Buswracks vor der Frauenkirche erinnern an zerstörtes Aleppo

Und wie reagieren die Besorgten Bürger, oder sagen wir es ruhig mal, die Nazis von Pegida? Sie schreien, sie schimpfen, sie beleidigen, sie zeigen keinerlei Respekt und Anstand, sie ziehen das Augenmerk mit ihrem Hass wieder auf Dresden.

Der stellvertretende Ministerpräsident von Sachsen, Martin Dulig (SPD), hat das Gespräch gesucht.

Eine Diskussion mit den meisten Menschen war aber anscheinend nicht möglich. Wie man auch auf seiner Facebookseite sehen kann.

Auch im Internet brach der Hass mal wieder alle Dämme. Das veranlasste am Ende sogar den mdr zu diesem Statement unter dem oben erwähnten Artikel:

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Warum aber dieser Hass gegen das Mahnmal? Dabei legen Besorgte Bürger doch gerne Wert darauf, dass den Menschen in Syrien direkt geholfen werden und der Krieg beendet werden muss. Sollte man also nicht eher erwarten, dass die es begrüßen, dass hier an diesen Krieg erinnert wird?

In den Dresdner Neusten Nachrichten fand ich das dazu treffende Zitat, welches diese Doppelmoral auf den Punkt bringt:

Die Haltung der „Patrioten“ ist klar: Nur Dresdner Tote zählen, wer anderswo stirbt, interessiert nicht.

Und die Polizei? Die lässt das Gepöbel zu. Außer… OMG! Linke stellen sich dagegen! Da hat die Polizei schnell eingegriffen.

In dem Artikel „Das Glück heraus fordern“ wird die Vorgehensweise der Polizei gegenüber den Schreihälsen zusammengefasst. Es gibt kein Vorgehen. Außer…

Kurz vor Ende der Veranstaltung wurde die Polizei, dann doch noch kurz aktiv. Eine Gruppe von jungen Menschen hielt der pöbelnden Menge ein Transparent mit der Aufschrift „Euer Rassismus kotzt uns an!“ entgegen. Innerhalb weniger Sekunden stürzten sich Polizeibeamte auf die Transpi-Träger*innen und drängten sie grob ab. „1,2, 3 danke Polizei!“ jubelte danach der Mob vor der Bühne.

Dresden, Du kotzt mich an!

Zum Gkück gibt auch ein paar schöne Tweets.

Josef A. Preiselbauer

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