Demonstration gegen Abschiebungen in München (I)

Auf dem Flughafen München sollte gestern wieder eine Demonstration gegen einen geplanten Abschiebeflug stattfinden. Auf Grund des furchtbaren Anschlags am Morgen in Kabul mit über 80 toten Menschen wurde dieser Flug kurzfristig verschoben (nicht ausgesetzt!). Die Begründung des Innenministeriums ist dabei sehr zynisch. Nicht etwa wegen der vielen Toten oder weil Afghanistan ein äußerst gefährliches Land ist, sondern weil die betroffene deutsche Botschaft in Kabul das aktuell nicht organisieren kann.

Die Demonstration gegen Abschiebungen wurde deshalb auf den Odeonsplatz in München verlegt. Dort versammelten sich über 400 Menschen, unter ihnen sehr viele Refugees. Es gab mehrere Redebeiträge, Thema war auch das brutale Vorgehen der Polizei in Nürnberg gegen Berufsschüler_innen, die die Abschiebung eines afghanischen Mitschülers blockieren wollten.

Die Demonstration in München lief anschließend auf der Ludwigstraße entlang. Zu einem kleine Zwischenfall kam es, als vom Straßenrand aus ein Passant mit dem Hitlergruß provozierte. Ansonsten verlief der Abend friedlich.

Josef A. Preiselbauer

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