Die AfD in Landshut

Ich habe mir heute die Wahlkampfveranstaltung der AfD in Landshut angeschaut. Eines kann ich gleich sagen, das war kein Volk dort, das war höchstens ein Völkchen.

Das Wetter war trocken, aber windig, was dazu führte, dass der Aufsteller mit dem Gesicht von Stephan Protschka öfters mal auf der improvisierten Bühne des LKWs umfiel. Verstanden hat mal von den Reden ziemlich wenig, denn, Landshut bleibt stabil, der Gegenprotest mit Pfeifkonzert war deutlich lauter.

Der Bereich vor der Martinskirche war groß abgesperrt, die paar Zuhörer verliefen sich dann fast darin. Witzig auch, dass einer der Redner meinte, er könne der Antifa es mal so richtig zeigen, indem er ihr zurief, dass sie ja früher (Deggendorf) auch mehr gewesen sein. Ja ist klar, nur dass der Gegenprotest gegenüber den maximal 25 AfD-Fans deutlich überwog, um bestimmt das Fünffache, dürfte die AfD schon geärgert haben. So kam es auch, dass mehrere Redner, unter ihnen Brotschka und Bystron, zwar wie wild auf die Antfaschist_innen schimpften, das aber sonst niemanden interessierte. Ganz stolz war man bei den Blauen, dass man auch eine (EINE!) Frau dabei hatte, nämlich Katrin Ebner-Steiner von der AfD Deggendorf. Und Bystron selber verwies inbrünstig darauf, dass er ja selber Migrant wäre, die Gegenprotestler_innen also nichts gegen ihn haben dürften. Wenn er dann allerdings davon sprach „Das ist unser Land, das holen wir uns zurück“, dann konnte einem das eher Angst machen.

Einer der Redner erklärte, dass Flüchtlinge, wenn sie nach Deutschland kommen, sofort Unterstützung vom Staat bekommen, während unsere Trümmerfrauen, die Deutschland nach dem krieg wieder aufgebaut haben, kaum von ihrer Rente leben können. Das ist ja Rassismus gegen die Deutschen!

Von meinem Lieblingskreisverband 😉 , vom AfD KV Freising-Pfaffenhofen, war ein Redner da, der Johannes Huber hielt sich aber kurz, er hatte nicht viel zu sagen. Natürlich durfte von ihm der Hinweis nicht fehlen, dass das Familienministerium die arbeitsscheue Antifa bezahlt. Na klar, und ich bekomme fürs berichten extra Kohle! Muss man wissen!

Am Ende wurde noch der deutschen Nationalhymne gelauscht und die bayrische Hymne gesungen, ganz einig dabei Brotschka und Ebner-Steiner auf der Bühne. Hach…

Wie ich im Nachhinein erfahren habe, gab es am Rande, außerhalb der Absperrgitter, einen Zwischenfall, als eine AfD-Sympathisanten von den Gepfeife genervt war und dann einer jungen Frau ins Gesicht schlug.
Ansonsten, wie erwähnt, der Gegenprotest war laut und für die AfD war dieser Tag wohl eher ein Reinfall.

PS: Wer mir bei Twitter folgt, der kann sich ja mal anhören, wie das für die AfD heute klang. 😀

Josef A. Preiselbauer

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