Auschwitz-Monowitz

Zuerst veröffentlicht am 23. August 2006 auf woschod.de.

Auschwitz-Monowitz

Der Name „Auschwitz“ ist weltweit bekannt. Was jedoch die Wenigsten wissen, ist, daß Auschwitz nicht nur aus dem Vernichtungslager bestand sondern einen ganzen Komplex an Lagern auf einer abgesperrten Fläche von 40 km2 umfaßte.

Vorgeschichte

Im Mai 1940 wurde eine polnische Armeekaserne in dem kleinen Ort OÅ›wiÄ™cim (Auschwitz) bei Krakow (Krakau) zu dem Konzentrations- und Arbeitslager Auschwitz I umgebaut. Dort befand sich über dem Haupteingang auch der zynische Ausspruch „Arbeit macht frei“. In Auschwitz I fanden Ende 1941 die ersten Massenvergasungen mit Zyklon B statt.

Ab 1941 wurde in der Nähe zu Auschwitz I das Vernichtungslager Auschwitz II (Birkenau) errichtet. In diesem Lager fanden über eine Million Menschen den Tod.

Bereits 1940 plante die IG Farben, ein Buna-Werk im Osten zu bauen. Buna ist synthetischer Kautschuk, bedingt durch den Krieg stieg der Bedarf an synthetischem Kautschuk stark an.

1941 wurde beschlossen, das Gebiet bei Auschwitz zu nutzen. Gründe dafür waren eine gute Eisenbahnanbindung, naheliegende Kohlegruben, ausreichend Wasser von Sola und Weichsel, billige Arbeitskräfte durch das KZ Auschwitz in der Nähe und die relative Sicherheit vor Luftangriffen.

Warum ein eigenes Konzentrationslager?

Die Arbeitsproduktivität in den Buna-Fabriken sollte mindestens 75% des normalen deutschen Arbeiters entsprechen, so wurde dies 1941 in Gesprächen zwischen IG Farben und dem Auschwitz-Kommandaten Höß festgelegt. Die Probleme dabei waren aber: der tägliche Transport der Häftlinge aus dem 7 km entfernten Auschwitz-Birkenau dauerte zu lange, die Häftlinge konnten nur bei Tageslicht und guter Sicht zum Werk gebracht werden, da zu wenige SS-Wachleute vorhanden waren, so das letztendlich mehr Häftlinge in einer Gruppe arbeiten mußten als nötig. Dadurch ergab es sich, daß die Arbeitsproduktivität nicht höher als 30-40% lag. Diese für die IG Farben schlechten Umstände führte zu einem Konflikt zwischen Vertretern der IG Farben und der SS.

Um die Arbeitsproduktivität zu erhöhen bekamen spezielle Häftlinge, meistens Berufsverbrecher, die Posten der Kapos und Vorarbeiter. Sie sollten durch das Quälen und Drangsalieren der arbeitenden Häftlinge die Produktivität erhöhen. Diese Maßnahmen brachten aber keinen erkennbaren Nutzen für die IG Farben. Deshalb griff man zu Gegenmaßnahmen. Seit Februar 1944 gab es einen Befehl, der das willkürliche Quälen der Häftlinge verbot. „…im 5. Kriegsjahr muß die Arbeitskraft der Häftlinge erhalten blieben.“ Quälte trotz des Verbotes ein Vorarbeiter einen Häftling, erwartete ihn allerdings höchstens eine Maßregelung.

1942 die Entscheidung

1942 fiel die Entscheidung der IG Farben, 5 Millionen Reichsmark für ein weiteres Konzentrationslager zu investieren. Auschwitz III war damit das erste privat finanzierte Konzentrationslager. Die Vorteile für die IG Farben waren die kostengünstige Unterbringung der Häftlinge in Baracken, keine Sozialfürsorge für die Arbeitenden, immer Nachschub an Arbeitern und nur geringe Kosten, die an die SS gezahlt werden mußten. Außerdem war so ein Arbeitstag von 10-11 Stunden im Sommer und 9 Stunden im Winter möglich. Die IG Farben kümmerte sich um Unterbringung und Verpflegung der Häftlinge, die SS sorgte für die Bewachung, Bestrafung und den Nachschub an Häftlingen.

Am 31. Mai 1942 wurde das Lager fertig gestellt. Im November 1943 wurden mehrere Außenlager zu einer separaten Verwaltungseinheit, Auschwitz III (Monowitz), zusammengefaßt. Der Kommandant von Monowitz war von 1943-1945 SS-Hauptsturmführer Heinrich Schwarz.

In diesem Arbeitslager starben ca. 25000 Häftlinge an Unterernährung, Mißhandlungen und harter Arbeit. Es waren regelmäßig Ärzte aus dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau anwesend und selektierten die arbeitsunfähigen Menschen für die Gaskammer. Insgesamt durchliefen ca. 300000 Häftlinge das Lager Monowitz. Die Häftlinge arbeiteten für über 17 Betriebe, einige Betriebe gehörten der SS.

Die Befreiung

Am 18. Januar 1945 wurde das Lager evakuiert. Häftlinge, die noch laufen konnten, mußten auf den Todesmarsch. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Lager. Sie fand dabei noch etwa 650 Häftlinge vor. Der Kommandant wurde nach dem Krieg in einem Prozeß vor einem französischen Militärtribunal zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die IG Farben behauptete später, von den Quälereien nichts gewußt zu haben. Viele Dokumente beweisen aber das Gegenteil.

Nebenlager des KL Auschwitz
Auschwitz-Monowitz

Die Schande von Dresden

Einmal im Jahr tue ich es mir noch an, Pegida Dresden. Vor keiner anderen Demonstration, die ich dokumentiere, habe ich solche Befürchtungen um mein Wohlergehen. Die Vergangenheit hat die Aggressivität gegenüber Journalisten oft gezeigt.

Und meine Befürchtungen waren zu Recht vorhanden. Schon an der Haltestelle Postplatz, als ich nur meine Kamera auspackte, wurde ich bedroht.

– Für wen fotografieren sie do?
– Das muss ich ihnen nicht sagen.
– Nu dann holn mer gleich de Polizei
– Na bitte, macht nur.
– Odor es gibt gleich ene uffn Deez.

Und das in einem unglaublich aggressiven Ton, den man immer wieder bemerket, weil sich in Dresden die Teilnehmer bei Pegida sicher sein können, dass sie fast Narrenfreiheit haben.

Pegida versammelte sich heute auf dem Postplatz. Was mich sehr gefreut hat, es gab auch Widerstand gegen Pegida. Ca. 100, mehrheitlich jugendliche Menchen, machten ihren Unmut in Sichtweite mit Transparenten, Parolen und Pfeifen Luft.

Darüber war Pegida, hauptsächlich alte, weiße Männer, natürlich nicht begeistert. Das klang dann so:

Polizei stand auch nur auf der Seite, auf der sich die Antifaschist_innen befanden. Die anderen Seiten waren völlig offen. Lediglich zwei Polizeifahrzeuge auf der Südseite, aus denen sich gleich ein Polizist herausbequemte, um erstmal meinen Presse- und Personalausweis zu kontrollieren.

An einer anderen Stelle habe ich ein Schild fotografiert, da kam gleich ein Pegidianer auf mich zu um sich zu beschweren, dass er nicht von mir fotografiert werden wolle. Das habe ich in dem Moment nicht mal, aber er musste sich auch gleich bei der Polizei beschweren. Denen zeigte ich wieder mal meinen Presseausweis und habe auch erklärt, dass ich den denen von Pegida weder zeigen muss noch möchte, weil ich nicht will, dass die meinen Namen erfahren, denn dann fühle ich mich bedroht.

Nachdem bei Pegida einige Reden geschwungen wurden, lief man zum Rundgang los, dann wurde es erst mal schön ruhig auf dem Postplatz. Ich bin dann auch lieber schnell gegangen, denn ich hatte wahrlich keine Lust, denen auf dem Heimweg zu begegnen.

Folgende Fotos geben hoffentlich einen Eindruck von dieser Schande von Dresden wieder.

Berlin: Al Quds Tag & No Al Quds Tag

Letzten Freitag fand in Berlin der Al-Quds-Tag statt. An dem Tag, initiiert durch das iranische Regime, fordern Muslime weltweit die „Befreiung“ Jerusalems, was letztlich in antisemitischen und israelfeindlichen Demonstrationen endet.

In Berlin findet dieser Tag auch regelmäßig statt. Dagegen hat sich das Bündnis No-Al-Quds-Tag formiert, an dem viele israelfreundliche Gruppierungen, politische Organisationen und auch Einzelpersonen teilnehmen.

Die Demonstration gegen den Al-Quds-Marsch begann am George-Grosz-Platz. Ein Rabbi führte ein Gebet durch, und mehrere Redner_innen sprachen. Berlins Innnensenator Andreas Geisel zog den Unmut der Anwesenden auf sich, als er erklärt, dass man den Al-Quads-Marsch leider zulassen müsse, weil das in einer Demokratie nun mal so sein muss. Klare Worte dagegen fand Volker Beck, auch an anwesende AFD-Mitglieder gerichtet, als er sagte, das Motto des Al-Quds-Marsch „Gegen Zionismus und Antisemitismus“ sei eine Camouflage, genauso wie die angebliche Israelfreundlichkeit der AfD.

Die anschließende pro-israelische Demonstration führte über den Kudamm in Richtung Gedächtniskirche. An ihr nahmen ca. 800 Menschen teil und tanzten teilweise zur Musik.

Gleichzeitig versammelten sich die Teilnehmer_innen des Al-Quds-Marsch am Adenauerplatz. Dem gegenüber, auf der anderen Seite der Kreuzung, fand eine antifaschistische Kundgebung statt.

Unter den Teilnehmer_innen des Al-Quds-Tag befanden sich auch Mitglieder der Partei „Deutsche Mitte“ mit Christoph Hörstel. Ebenfalls unter den Menschen war Claus Strunz, bekannt von SAT 1, der dort mit Kippa auf dem Kopf auftauchte und Diskussionen suchte.

Die Redner beim Al-Quds-Tag betonten immer wieder, dass sie nichts gegen Juden haben, nur gegen Zionisten, Zionismus, und das zionistische Gebilde Israel. Das kam auch auf vielen Schildern zum Ausdruck. Wenn man natürlich weiß, dass der Staat Israel als sichere Heimstatt der Jüdinnen und Juden, in dem auch 20% der Bevölkerung arabisch ist, dass also dieser Staat erst durch den Zionismus entstanden ist, kann man alle Parolen gegen Zionismus eindeutig als Parolen gegen Israel werten. Was mit den Jüdinnen und Juden in einem arabischen / palästinensischen Land passiert, welches nicht Israel heißt, hat Tuvia Tenenbom mal beschrieben:

Was würde in diesem Land passieren, wenn seine Juden die Minderheit wären? Nun, wie ein europäischer Menschenrechtler zu mir sagte, besteht die „Möglichkeit“, dass die Juden möglicherweise leiden würden …
Sie wissen, was er mit „leiden“ meint, nicht wahr?

Man muss sich nur mal die Frage stellen, in wie vielen arabischen Ländern leben heute Jüdinnen und Juden sicher vor Verfolgung?

Doch zurück zum Al-Quds-Tag in Berlin. Bei der anschließenden Demonstration, ebenfalls auf dem Kurfürstendamm zur Gedächtniskirche, nahmen mehrere hundert Menschen teil. Zwar waren Hisbollah-Fahnen und –Parolen inzwischen verboten, trotzdem wirkte diese Demonstration in ihrer Gesamtheit aggressiv. Die Parole „Kindermörder Israel“ war mindestens zweimal zu hören, hier mussten die Ordner einschreiten und das unterbinden.

Am Straßenrand waren immer wieder israelische Fahnen zu sehen als Protest gegen den Al-Quds-Marsch.

Am Breitscheidplatz, auf dem im letzten Dezember durch einen islamischen Terroristen mehre Menschen getötet oder schwer verletzt wurden, legte der Al-Quds-Marsch eine Schweigeminute ein. Wie scheinheilig das war, konnte man daran erkennen, dass behauptet wurde, diese Tat wurde durch einen IS-Terroristen durchgeführt, also einen amerikanischen Dschihadisten. Denn die Teilnehmer sind fest davon überzeugt, dass nicht nur Israel ein Terrorstaat ist, sondern der IS auch eine amerikanische Organisation.

Auf dem Wittenbergplatz war die Demonstration dann zu Ende und so langsam verstreuten sich die Teilnehmer_innen. Am Rande hörte ich noch, dass die Antifa mit den Israelfahnen für den heutigen 3000 Euro bekommen…

Die AfD in Landshut

Ich habe mir heute die Wahlkampfveranstaltung der AfD in Landshut angeschaut. Eines kann ich gleich sagen, das war kein Volk dort, das war höchstens ein Völkchen.

Das Wetter war trocken, aber windig, was dazu führte, dass der Aufsteller mit dem Gesicht von Stephan Protschka öfters mal auf der improvisierten Bühne des LKWs umfiel. Verstanden hat mal von den Reden ziemlich wenig, denn, Landshut bleibt stabil, der Gegenprotest mit Pfeifkonzert war deutlich lauter.

Der Bereich vor der Martinskirche war groß abgesperrt, die paar Zuhörer verliefen sich dann fast darin. Witzig auch, dass einer der Redner meinte, er könne der Antifa es mal so richtig zeigen, indem er ihr zurief, dass sie ja früher (Deggendorf) auch mehr gewesen sein. Ja ist klar, nur dass der Gegenprotest gegenüber den maximal 25 AfD-Fans deutlich überwog, um bestimmt das Fünffache, dürfte die AfD schon geärgert haben. So kam es auch, dass mehrere Redner, unter ihnen Brotschka und Bystron, zwar wie wild auf die Antfaschist_innen schimpften, das aber sonst niemanden interessierte. Ganz stolz war man bei den Blauen, dass man auch eine (EINE!) Frau dabei hatte, nämlich Katrin Ebner-Steiner von der AfD Deggendorf. Und Bystron selber verwies inbrünstig darauf, dass er ja selber Migrant wäre, die Gegenprotestler_innen also nichts gegen ihn haben dürften. Wenn er dann allerdings davon sprach „Das ist unser Land, das holen wir uns zurück“, dann konnte einem das eher Angst machen.

Einer der Redner erklärte, dass Flüchtlinge, wenn sie nach Deutschland kommen, sofort Unterstützung vom Staat bekommen, während unsere Trümmerfrauen, die Deutschland nach dem krieg wieder aufgebaut haben, kaum von ihrer Rente leben können. Das ist ja Rassismus gegen die Deutschen!

Von meinem Lieblingskreisverband 😉 , vom AfD KV Freising-Pfaffenhofen, war ein Redner da, der Johannes Huber hielt sich aber kurz, er hatte nicht viel zu sagen. Natürlich durfte von ihm der Hinweis nicht fehlen, dass das Familienministerium die arbeitsscheue Antifa bezahlt. Na klar, und ich bekomme fürs berichten extra Kohle! Muss man wissen!

Am Ende wurde noch der deutschen Nationalhymne gelauscht und die bayrische Hymne gesungen, ganz einig dabei Brotschka und Ebner-Steiner auf der Bühne. Hach…

Wie ich im Nachhinein erfahren habe, gab es am Rande, außerhalb der Absperrgitter, einen Zwischenfall, als eine AfD-Sympathisanten von den Gepfeife genervt war und dann einer jungen Frau ins Gesicht schlug.
Ansonsten, wie erwähnt, der Gegenprotest war laut und für die AfD war dieser Tag wohl eher ein Reinfall.

PS: Wer mir bei Twitter folgt, der kann sich ja mal anhören, wie das für die AfD heute klang. 😀

Jutta Ditfurth: Der BDS als außenpolitischer Arm der Hamas

Der BDS als außenpolitischer Arm der Hamas von Jutta Ditfurth

Redebeitrag bei der Kundgebung gegen die BDS/Kopi-Konferenz am 9.6.2017 vor dem Ökohaus in Frankfurt/Main

Originalquelle des Text bei Facebook.

Einen schönen guten Abend Ihnen allen!

1943 schrieb Reichsführer SS Himmler an Amin el Husseini, den Großmufti von Jerusalem:

»die nationalsozialistische Bewegung Großdeutschlands hat seit ihrer Entstehung den Kampf gegen das Weltjudentum auf ihre Fahne geschrieben. Sie hat deshalb schon immer mit besonderer Sympathie den Kampf der freiheitsliebenden Araber vor allem in Palästina gegen die jüdischen Eindringlinge verfolgt.« Das ist die feste Basis »des natürlichen Bündnisses zwischen dem nationalsozialistischen Großdeutschland und den freiheitsliebenden Mohammedanern der ganzen Welt. […] Grüße […] für die glückliche Durchführung Ihres Kampfes bis zum sicheren Endsieg.«

Auch Goebbels und Hitler waren begeistert vom Mufti. Die Beziehungen entfalteten sich prächtig. Die Nazis finanzierten den arabischen Aufstand gegen die Juden in Palästina von 1936-1939. Man verabredete die gemeinsame Vernichtung der Juden in Palästina. Glücklicherweise verlor Deutschland den Krieg. Ein ewiges Ärgernis für deutsche Antisemiten.

Arafat gilt als des Mufti politischer Ziehsohn. Der Mufti ist auch eine wesentliche Wurzel der Hamas, einer der größten Verbrecherorganisationen im Nahen Osten. Die fundamentalistisch-islamische Hamas foltert und mordet Oppositionelle, macht Frauen und Schwulen das Leben zur Hölle, steckt Milliarden Hilfsgelder in die eigenen Taschen, in Raketenangriffe und Anschläge auf Juden statt in die demokratischen und sozialen Perspektiven der Palästinenser. Free Gaza from Hamas!
Die Hamas hat aber ein großes Problem. Sie ist in Teilen der Welt geächtet, Einreiseverbote u.a. in die USA, nach Kanada und Großbritannien. So wurde die BDS-Kampagne eine Art diplomatischer Arm der Hamas.

Izzat al-Risheq, ein hochrangiger Hamas-Führer, lobt den BDS überschwänglich, weil dessen finales Ziel die Zerstörung Israels ist. Er sagte:

„Wir rufen dazu auf, die Kampagne zur Isolation der Okkupation zur verschärfen und die Existenz der Räuberentität zu beenden“.

Ahmad Bahr, ein Amtsträger der Hamas, will die Intensivierung der BDS-Kampagne bis zum Ende des israelischen Staates.

In der Charta der Hamas (1988; Artikel 22) steht:

„Die Feinde [die Juden; J.D.] haben gewaltige materielle Reichtümer angehäuft. […] [Sie] brachten weltweit […] die Medien unter ihre Kontrolle […] [und] zettelten […] [in] verschiedensten Teilen der Welt Revolutionen an […] [Sie] stecken ebenso hinter der Französischen Revolution und der russischen Revolution […] [wie] den allermeisten Revolutionen«.

Ist es nicht völlig irre, wie sehr sich die Aussagen von Antisemiten des deutschen Kaiserreichs, der völkischen Wahnwichtel von 2014 und der Hamas ähneln?

Die Kopi-Konferenz hat angeblich nichts mit dem BDS zu tun. Aber alle 13 Referenten und Moderatoren sind BDS-Mitglieder oder Unterstützer. Alle bis auf Moshe Zuckermann, dessen intellektuellen Niedergang beobachten zu müssen, nicht schön ist. Er wirbt inzwischen für rechte Bücher und sucht die Mikrophone von antizionistischen Antisemiten wie Ken Jebsen alias KenFM, der im schlimmsten Sprech des schuldabwehrenden Antisemitismus sagt:

»Israel strebt in Palästina die Endlösung an.«

Majida Al Madri ist palästinensische Koordinatorin des BDS.

Dann sind da Vertreter der BDS-Gruppen Bonn, Bremen usw.

Der BDS-Historiker Ilan Pappe gab inzwischen öffentlich zu, dass der BDS nicht – wie stets behauptet – von der »palästinensischen Zivilgesellschaft« gegründet worden sei, dass diese Fälschung der Fakten aber wichtig für die Geschichtsschreibung ist.

Mit dabei auch Norman Paech, Linkspartei, der seit vielen Jahren wie besessen glaubt, die Juden seien selbst schuld am Antisemitismus.

Dabei auch der Frankfurter Matthias Jochheim, der anlässlich des 72. Jahrestag der Reichspogromnacht in Berlin schon 2010 einen BDS-Aufruf unterschrieb und forderte:
»Keine Waffen an Israel«.

Nur: nicht an Israel. Antisemiten hassen verteidigungsfähige Juden.
Jochheim und Paech nahmen 2010 an jener unsäglichen Gaza-Flotille teil. Manche Frankfurter Medien halten dies bis heute für eine Art humanitären Abenteuerurlaub. Aber gemeinsam mit türkischen Rechtsextremisten anzukündigen, mit einem Schiff die israelische Seeblockade durchbrechen zu wollen ist eine militärische Ansage und kein Ententanz im Robinson Club.

Auch die kleine aber fanatische Frankfurter BDS-Unterstützerszene ist gruselig:
Hans Christoph Stoodt, Ex-Pfarrer und Berufsschullehrer, schaffte es nicht, sich wenigstens von palästinensischen Messerattentaten auf israelische Bürger zu distanzieren.

Seine Genossin Aitak Barani von der Hisbollah Rödelheim und Free Palestine FFM hat bei der Programm-Diskussion in ihrer Partei, der DKP, keinen Begriff mehr vom Kapitalismus, sondern schwätzt im strukturell-antisemitischen Jargon statt dessen von der »internationalen Finanzdiktatur“.

Am liebsten instrumentalisiert sie Refugees für den BDS.

Der BDS ist kein gewaltfreies Projekt. Überall dort, wo er auftaucht, wie etwa schon seit Jahren an US-amerikanischen Universitäten, erleben jüdische Studierende und andere junge Linke, die Israel nicht vernichtet sehen wollen, signifikant mehr antisemitische Angriffe auf ihrem Campus. Sie werden von BDSlern aufs aggressivste aus linken Gruppen und aus internationalistischen Bündnissen gedrängt. Es ist Teil der außenpolitischen BDS-Strategie die akademisch gebildete Jugend, die morgen in einflußreichen Positionen arbeiten könnte, gegen Israel in Stellung zu bringen.
Auch in Deutschland werden Linke, die über den BDS aufklären und ihn kritisieren, verprügelt. Wir von der Ökologischen Linken und unsere Freunde haben dies beim Revolutionären 1. Mai-Demo 2016 in Berlin selbst erfahren.

BDS-Propagandisten und -Führer sagen offen, was sie wollen.

As’ad Abu Khalil, Politikprofessor in Kalifornien, sagt:

„Das wirkliche Ziel von BDS ist der Sturz des israelischen Staates.“

Ahmed Moor, BDS-Ideologe, sagt:

„BDS ist der finale Showdown […] Das Ende der Besatzung ist bedeutungslos, wenn nicht auch der jüdische Staat beendet wird.“

Omar Barghouti, einer wichtigsten BDS-Führer und Mitgründer, sagt:

»Die Zweistaatenlösung […] ist tot.« Es handele sich um
»das letzte Kapitel des zionistischen Projekts“.

Die Strategie geht so: Israel wird dämonisiert, delegitimiert und mit doppelten Standards bewertet wie kein anderer Staat der Welt. BDS heißt: umfassender Boykott und nicht – wie in Deutschland viele noch glauben – nur von Waren aus den Siedlungsgebieten. BDS heisst: kompletter Boykott aller kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Beziehungen, Kapitalabzug, Bestrafung von Ländern und Firmen, die den Kontakt zu Israel aufrechterhalten. Winzige Beispiele der Auswirkungen sind Bedrohungen internationaler Musiker, die in Israel auftreten oder dass Barcelona die Städtepartnerschaft zu Tel Aviv kündigen will. So läuft das.

Israel soll als »Schurkenstaat« hingestellt werden. Etwa durch die absurde Unterstellung, es sei ein „Apartheidstaat“. Diese Falschaussage werde ich an anderer Stelle widerlegen. Der Vorwurf soll Assoziationen abrufen und Argumente ersetzen. Israel ist aber kein Apartheidstaat, sondern eine kapitalistische Gesellschaft und als solche leider auch rassistisch. – Ich habe gehört auch in Deutschland gibt es mörderischen Rassismus? Auch z.B. in den USA, in England, in Frankreich. Sonderbar, keine BDS-Kampagne, nirgends.

Zentrale Forderung des BDS ist die vererbbare »Rückkehr« aller palästinensischen Flüchtlinge und aller ihrer Nachfahren ins israelische Kernland. Die manipulativ berechnete Zahl »palästinensischer Flüchtlinge« steigt inzwischen auf bis zu 7 Millionen. 7 Millionen plus 2 Millionen israelische Araber und Palästinenser macht 9 Millionen Nicht-Juden die dann 6,2 Millionen jüdischen Israelis überstehen. So ist die »Rückkehr«-Forderung nichts als der demografische Hebel zur Auflösung des jüdischen Staates. – Über die 700.000 jüdischen Flüchtlinge, die aus arabischen Staaten fliehen mussten, sagt der BDS übrigens kein Wort. –

Der deutsche BDS – so wie seine engsten Bündnispartner FOR Palestine oder Free Palestine – will auf keinen Fall zwei Staaten Israel und Palästina, die friedlich nebeneinander existieren. Die internationale BDS-Kampagne bewirkt, dass die palästinensische Führung sich Verhandlungen mit Israel verweigert, in denen es ja darum gehen müsste, zu welchen Bedingungen die Siedlungsgebiete endlich aufgelöst werden!

Kein Israel mehr, nur noch einen Staat Palästina vom Jordan bis zum Mittelmeer will der BDS so wie die Hamas. In diesem einen Staat sollen nur noch »nicht-zionistische Juden« leben dürfen. Aber alle Juden, die sich dem BDS nicht unterwerfen, gelten ihm ja als »Zionisten«. So ist dieser eine fast »judenfreie« palästinensische Staat letztlich nur die moderne Version der Forderung »Juden ins Meer«.

Die palästinensischen Menschen werden vom BDS als Druckmittel gegen Israel missbraucht. Ihre soziale Lage in den arabischen Staaten schert ihn nicht. Für ihre Zukunft hat der BDS nichts zu bieten außer tyrannischer Herrschaft unter Führung der Hamas mit Korruption und sozialer Ungleichheit.

Meine Hoffnung liegt darin, dass sich die politische Meinungsvielfalt der palästinensischen Gesellschaft eines Tages wieder offen zeigen kann, wenn BDS und Hamas geschwächt werden konnten.

Der BDS nützt der israelischen Rechten um Ministerpräsident Netanjahu. Je mehr die Bedrohung durch Hamas und BDS zunimmt, umso mehr Israelis werden ins rechte Lager getrieben. Auch die israelische Linke kann durch den BDS nur verlieren.

Wenn BDS und Hamas siegen, hört der einzige kleine jüdische Staat weltweit auf zu existieren. Dann ginge die Rechnung von deutschen Nazis und Großmufti von Jerusalem am Ende auf.

Dagegen kämpfen antiautoritäre Linke in Deutschland.

Deshalb haben BDS-Aktivisten in der Linken nichts zu suchen!

Und einigen linken Freunden sei zugerufen: aus der Debatte raushalten gilt nicht länger!

Stoppt den BDS an den Universitäten, in Schulen, Kirchen, Parteistiftungen, in den Parlamenten und auf der Straße – einfach überall!

Danke.

Die AfD sind die neuen Juden..

Ja, ich weiß, bei der Überschrift stellen sich einem die Nackenhaare auf. Aber es gibt tatsächlich AfD-Mitglieder, die sich als die neuen Juden sehen. Ich habe schon auf meiner FB-Seite AfD Freising Watch darüber geschrieben, möchte es aber den Nichtfacebooknutzern nicht vorenthalten. 😉

Der Screenshot stammt aus einem Kommentar eines AfD-Mitglieds des KV Freising – Pfaffenhofen. Das man sich bei der AfD über Terroranschläge freut, das ist ja nichts Neues.

Was da allerdings bei dem AfD KV Freising-Pfaffenhofen für Kommentare von Mitgliedern der AfD aufschlagen… Da fragt man sich, ob da nicht langsam mal ein IQ-Test für eine Mitgliedschaft nötig wäre. Ist so etwas der AfD nicht selber peinlich?

Ich nehme den Kommentar mal im Detail unter die Lupe.

„Jetzt rufen die unterbelichteten erdlinge und Antifa bestimmt wieder zu einer Demo gegen rechts auf!“

Ja, das werden die Erdlinge bestimmt machen. Weil Widerstand gegen Rechts und solche Verwirrten in der AfD einfach nötig ist. Immer wieder!

„Sie verdrehen auch immer wieder gerne die Tatsachen, dass Hitler der Verbrecher…“

Heißt das jetzt, dass nach Ansicht dieses AfD-Mitglieds, Linke würden behaupten, dass Hitler KEIN Verbrecher war?

„…und die Nazionalaozialisten eigentlich linke und keinesfalls rechte waren.“

Beliebte Pseudoargumentation von Rechten, Hitler wäre ja links gewesen. Bezieht sich meistens auf das „sozialistisch“ in „nationalsozialistisch Arbeiterpartei“. Aber das war schon immer nur dumm, und das wird es auch immer bleiben.

„Ebenso bedienen sie sich deren Methoden!“

Ähm, nö! Linke bringen keine Andersdenken um. Linke bringen keine Juden, Homosexuelle und behinderte Menschen um.

„Hitler hofierte seinerzeit den Islam genauso wie es heute die grün-linken tun.“

Was dieses AfD-Mitglied nicht bemerken will, ist, dass Linke den Islam meistens auch ablehnen, Terror sowieso. Aber im Gegensatz zu den rechten Gestalten trotzdem tolerieren, dass Menschen an einen Gott glauben, egal welcher Religion.

„Hieß es damals „kauft nicht bei Juden“, heißt es heute „kauft nicht bei AfD-lern“.“

#FACEPALM #FACEPALM #FACEPALM

Das sich AfD-Mitglieder in die Opferrolle drängen und sich als die neuen Juden sehen, das ist nichts Neues. Aber einfach nur furchtbar dumm und eine unglaubliche Relativierung der Verbrechen der Deutschen gegenüber den Juden durch Deutsche, deren Ideologie man heute häufig bei der AfD findet.

„Gleiche kranke und gefährliche Ideologie in „bunt-schwarzem“ Gewand. Wenn man bunt und schwarz zusammen misch, entsteht braun! Ebenso bei grün und rot!“

Bla, bla, bla…

Islamistischer Terror – Wo bleibt der Aufschrei der Muslime?

Nur damit das klar ist, die übergroße Mehrzahl der Muslime finden den Terror im Namen des Islam furchtbar. Nicht zu vergessen, dass in den arabischen Ländern die meisten Opfer von islamistischen Terror eben Muslime sind und sehr viele davor geflüchtet sind.

Damit zum Anlass dieses Blogeintrags. Nach dem gestrigen Abbruch des Festivals Rock am Ring wegen Terrorgefahr /-warnung muss Marek Lieberberg wohl ziemlich angpisst gewesen sein. Das kann ich verstehen. Dabei sind einige Worte gefallen, die für Diskussion sorgen. Die Huffington Post (Sorry für diese Quelle!) schreibt dazu:

(…) Und dann kommen Worte, die in den nächsten Stunden noch für Diskussionen sorgen werden: Jetzt müsse es Schluss sein mit „This is not my Islam and this is not my Shit“. (…) Jetzt wolle er endlich einmal Demonstrationen sehen, die sich gegen islamistische Gewalttäter richten. „Ich habe bis jetzt noch keine Moslems gesehen, die zu Zehntausenden auf die Straße gegangen sind und gesagt haben: Was macht ihr da eigentlich?“ (…)

Ich finde ja, so ganz unrecht hat er damit nicht. Das der Terror oft im Namen des Islam stattfindet, ist das Eine, und dass sich viele Muslime halt doch davon distanzieren, das Andere. Aber man hört oder liest leider doch sehr wenig davon. Wie cool wäre es denn mal, wenn Muslime in Deutschland eine oder mehrere große Demonstrationen auf die Beine stellen, mit einem deutlichen Zeichen, dass sie diesen Terror verurteilen. Das würde nebenbei auch so manchen Rechten den Wind aus den Segeln nehmen, der behauptet, jeder Muslim ist ein potentieller Terrorist.

Millionen Menschen setzen sich in Deutschland auf verschiedene Arten für Flüchtlinge ein und stellen sich auf die Seite von Muslime. Und dann kommt so ein einzelner Idiot und meint im Namen des verfluchten IS mal wieder alles einzureißen. Und da müssen Muslime auch mal aufstehen und deutlich zeigen „This is not my Shit“. Den auch Muslime in Deutschland sind massiv von islamistischen Terror betroffen. Zwar weniger, dass sie direkt Opfer sind, aber indirekt, weil jedem islamistischen Anschlag eine Welle von rechter Hetze gegen Muslime folgt. Bitte, helft uns Antifaschistinnen und Antifaschisten, zeigt dem rechten Pack und den Terroristen, dass ihr sie nicht wollt.

Meine Meinung dazu.

So schaut die rechte Hetze dann aus:

Demonstration gegen Abschiebungen in München (I)

Auf dem Flughafen München sollte gestern wieder eine Demonstration gegen einen geplanten Abschiebeflug stattfinden. Auf Grund des furchtbaren Anschlags am Morgen in Kabul mit über 80 toten Menschen wurde dieser Flug kurzfristig verschoben (nicht ausgesetzt!). Die Begründung des Innenministeriums ist dabei sehr zynisch. Nicht etwa wegen der vielen Toten oder weil Afghanistan ein äußerst gefährliches Land ist, sondern weil die betroffene deutsche Botschaft in Kabul das aktuell nicht organisieren kann.

Die Demonstration gegen Abschiebungen wurde deshalb auf den Odeonsplatz in München verlegt. Dort versammelten sich über 400 Menschen, unter ihnen sehr viele Refugees. Es gab mehrere Redebeiträge, Thema war auch das brutale Vorgehen der Polizei in Nürnberg gegen Berufsschüler_innen, die die Abschiebung eines afghanischen Mitschülers blockieren wollten.

Die Demonstration in München lief anschließend auf der Ludwigstraße entlang. Zu einem kleine Zwischenfall kam es, als vom Straßenrand aus ein Passant mit dem Hitlergruß provozierte. Ansonsten verlief der Abend friedlich.

Wie fotografiert man Blitze?

Folgenden Beitrag wurde habe ich bereits 2008 in meinem alten Blog veröffentlicht. Diese drei Fotos habe ich heute aufgenommen.


Ab und an kommt mal die Frage auf, wie ich meine tollen Fotos von Blitzen mache.

Ganz einfach! Kamera bereithalten und wenn der Blitz kommt ganz schnell abdrücken.

Und dann? Dann ist das Bild dunkel.

Warum? Weil ein Blitz nur wenige Zehntelsekunden dauert. In der Zeit hat kaum jemand den Auslöser der Kamera gedrückt. Und dann muss die Kamera ja noch auslösen. Dass uns der Blitz länger erscheint, liegt daran, dass er einfach nur auf der Netzhaut „nachglüht“. 😉

Zum Glück gibt es Kameras mit Langzeitbelichtung. Das sollte heute jede Digitalkamera schaffen. Die meisten haben z.B. einen Feuerwerksmodus. Schon ab Belichtungszeiten von wenigen Zehntelsekunden kann man Glück haben. Damit immer wieder auslösen und hoffen das man mal einen Blitz erwischt. (Das Kamerablitzlicht braucht man dazu nicht.)

Aber es geht noch einfacher. Ich will es am Beispiel meiner Canon S2 IS beschreiben. Die Kamera wird auf einem Stativ befestigt, damit nichts wackelt. Dann stelle ich eine Belichtungszeit von 15 Sekunden, eine Blende von 2,7 ein und ISO 100. Außerdem nutze ich den Serienbildmodus. Einmal ausgelöst, schießt die Kamera 10 Bilder hintereinander mit je einer Belichtungszeit von 15 Sekunden. Na und wenn man da bei einem guten Gewitter nichts erwischt, muss man schon großes Pech haben!

Da die Kamera sich in dunkler Umgebung schwer scharf stellen kann, setze ich die Entfernung manuell auf Unendlich. Die Blitze die ich fotografiere sind hoffentlich weiter als 100 Meter entfernt.

Ich kann die Kamera dann 5 Minuten sich selbst überlassen und anschließend das Ergebnis sichten. Wer sich jetzt wundert, warum das 10×30 Sekunden dauert: Nach jedem Foto berechnet die Kamera noch eine Nachbearbeitung. Blöd natürlich, wenn genau dann der Blitz kommt, so wie ich es gestern erleben musste.

Und warum 15 Sekunden, obwohl der Blitz nur so kurz ist? Weil man mit einer längeren Belichtungszeit weniger Arbeit hat. Fotografiert man natürlich bei trüben Wetter oder in der Stadt, muss man die Belichtungszeit heruntersetzen, da die Umgebung sonst überbelichtet ist. Das sieht dann nicht mehr schön aus. Der Blitz selber ist meistens so extrem hell, das er trotz seiner kurzen Dauer die Umgebung sehr gut ausleuchtet. Das ist ja auch das Prinzip eines Blitzlichtes, nur dass das nicht reicht, eine ganze Stadt auszuleuchten. So schaut das dann ohne und mit Blitz bei einer Belichtungszeit von 5 Sekunden aus:

img_4802.JPG img_4803.JPG
(Alle Bilder)

Und so bei trüben Wetter mit einer Belichtungszeit von 0,5 Sekunden:
img_8506.JPG
(Alle Bilder)

Um große und imposante Ergebnisse zu erreichen, sollte man sich einen Platz zum Fotografieren suchen, von dem man einen weite Sicht hat. Also am besten weit oben in einem Haus oder von einem Berg aus.

Doch VORSICHT! Blitze können Ihnen und Ihrer Kamera schwere bis tödliche Schäden zufügen! Das ist jetzt kein Scherz, beachtet bei Gewitterlagen bitte immer die Gefahren, die Euch drohen!

Meine schönsten Blitzfotos habe ich alle von Hausbalkon in Dresden in der 9. oder 16. Etage fotografiert. Aber auch vom Badfenster im 3. Stockwerk geht das, wie man hier sieht:

Die beiden Bilder enstanden letzte Nacht, die Gewitterfront hatte sich hier ziemlich festgesetzt und auch heute Morgen gegen fünf Uhr noch gedonnert. (Und leider geregnet bei meiner Fahradfahrt zur Arbeit.)

Ich hoffe, mit diesem Artikel geholfen zu haben, und wünsche den Fotografen viel Glück. Wenn ihr mal ein schönes Wetterfoto veröffentlichen wollt, dann könnt ihr das z.B. bei Wetter24.de beim Wetterfoto des Tages versuchen. Welch ein Zufall, heute (11. Juni 2008) ist da ja mein Bild drinne. 😉 Und vielleicht wird Euer Foto dann sogar mal für die Startseite und einen Artikel verwendet!

Ja, das ist wirklich mein gestriges Foto. 😀 (Danke Frank!)

Noch mehr Gewitterfotos von mir gibt es hier und hier und hier.