bookmark_borderWolf Biermann singt im Bundestag

Der Ehrenbürger von Berlin, gottväterlicher Widerstandskämpfer gegen die DDR, durfte gestern zu einer Feierstunde anlässlich des Mauerfalls vor 25 Jahren im Bundestag singen. Und was tat er? Er beschimpfte die Abgeordneten der Linkspartei als „der elende Rest dessen, was zum Glück überwunden ist“. Mehr dazu, inkl. Video, beim BR.

Zeit mal wieder ein paar schöne Zitate über Wolf Biermann rauszusuchen.

Wiglaf Droste:

„Politisch stand Biermann in der Nähe jeder Fernsehkamera“

Peter Hacks (Quelle: “Am Ende verstehen sie es” von P.H.):

„Naja, die Biermann-Sache. Wenn man sich ungeheuer anstrengte, dann gelang es einem, mit der Stasi Knatsch zu kommen. Da mußte man aber wirklich provozieren. Da mußte man Krieg führen. (…) Das hat er getan, in einer wirklich widerwärtigen Weise. Und man mußte Kontakt mit westlichen Diensten haben. (…) Biermann ist ein Mensch, der für öffentliche Aufmerksamkeit alles tun würde. Eingeschlossen seiner eigenen Hinrichtung. Wenn genug Publikum ist, würde er sie verlangen. Das ist ein pathologisch Geltungssüchtiger. (…) Dieser Mensch störte jede heitere Geselligkeit. Faschingsfeste bei Fritz Cremer wurden gesprengt von Biermann, welcher, wenn alle Leute unmittelbar vor dem Beischlaf standen, zu seiner Gitarre griff und den Leuten ohne zu ermüden tragische Lieder vorsang. Er kannte keine Rücksicht. Also, er singt auch seinem Postboten vor. Natürlich sang er auch der Stasi vor.“

Reinhard Jellen:

„Der intelligenteste Aspekt, dem man z. B. einer Figur wie Wolf Biermann abgewinnen kann, ist der, dass seine ehemalige Frau Eva Maria Hagen angeblich mit Peter Hacks gebumst hat.“

Eigentlich ist es schon ein Wunder, das Biermann noch nicht für die aktuellen Montagsmahnwachen gesungen hat. Denn immerhin hat er in einem Interview auf die Frage „Was ist links, was ist rechts?“ geantwortet:

Die Worte links und rechts haben ihre Bedeutung im Politischen verloren – im Geschichtsprozess, nicht durch Worte. Das waren die Wegmarkierungen des 19. und 20. Jahrhunderts.

Aber vermutlich sind ihm selbst die Mahnwachen schon zu progressiv.

bookmark_border9. November: Diese Grenze wurde aufgehoben,
damit wir gemeinsam wieder in den krieg ziehen

DIESE GRENZE WURDE AUFGEHOBEN,
DAMIT WIR GEMEINSAM WIEDER IN DEN KRIEG ZIEHEN

Aktion mit Großtransparent-Installation am 9.November 2014, 13 Uhr auf dem Alexanderplatz in Berlin

Die Annexion der DDR 1990 verschaffte dem deutschen Imperialismus die Basis, sein Weltmachtstreben auf dem Rücken aller auszuagieren.

Nach innen mit der Abschaffung des Asylrechts 1993, mit staatlicher Duldung faschistischer Mordbrennereien, mit Demontage der Löhne und Renten in Ost und West und Entrechtung der Arbeitslosen, mit nazi-verharmlosenden Schlussstrichen und Entschädigungsabwehr für die deutschen Verbrechen in den Weltkriegen.

Nach außen mit Bomben auf Belgrad 1999, mit staatlicher Förderung 5. Kolonnen, mit völkischem und antisemitischem Ideologieexport, mit politischer Überstimmung und ökonomischer Überschwemmung der EU-Länder.

»Wir werden uns wieder mit den ganz uninteressanten Fragen auseinanderzusetzen haben«, beklagte der jüngste DDR-Bürger Ronald Schernikau diesen epochalen Rückschritt vom realen Sozialismus in den Sumpf der Barbarei: »Am 9. November 1989 hat in Deutschland die Konterrevolution gesiegt. Ich glaube nicht, dass man ohne diese Erkenntnis in der Zukunft wird Bücher schreiben können.«

1999 wurde gefragt: Ob die Grenze aufgehoben wurde, damit wir zusammen in den Krieg ziehen?

Der deutsche Imperialismus hat so massiv und ungehindert aufgerüstet, dass wir feststellen müssen: DIESE GRENZE WURDE AUFGEHOBEN, DAMIT WIR GEMEINSAM WIEDER IN DEN KRIEG ZIEHEN.

Mit dieser Aktion soll den Menschen in Ost und West die objektive Situation in diesem Land und der Weg der Kriegsvorbereitung, den es seit 1989 beharrlich erstürmt, nüchtern vor Augen geführt werden.

Vor den deutschen Kriegstreibern ist niemand mehr sicher. Es wird Zeit, ihnen die Hände zu zerschlagen, bevor sie die Vorkriegszeit wieder beenden, die am 9. November 1989 anhob.

»Aktionsgruppe 9. November 2014«

kontakt: november2014aktion@gmail.com

Spendenkonto: IBAN: DE84 1007 0024 0200 2731 60 · BIC: DEUTDEDBBER (Inhaber: Ringo Ehlert)

bookmark_borderAn allem sind die Juden schuld

Glaubste nich? Na denn kiek ma!

„An allem sind die Juden Schuld“ ist ein satirisch-politisches Lied von Friedrich Holländer aus dem Jahr 1931. Die Musik dazu stammt von Georg Bizets ‚Habanera‘ aus der Oper Carmen, neu interpretiert von Vivian Kanner und ihren wundervollen Musikern.

Hier noch eine Version mit Katja Ebstein.

bookmark_borderLeserbrief an die Junge Welt zum Thema Existenzrecht Israel

Liebe Genossen,

ich habe Euch immer gerne gelesen, obwohl auch mir aufgefallen ist, das Eure Berichterstattung zum Thema Nahostkonflikt, höflich ausgedrückt, sehr einseitig ist.

Am 5. September 2014 habt ihr ein übersetztes Interview mit Sayyed Hassan Nasrallah, dem Generalsekretär der libanesischen Hisbollah veröffentlicht.

Quelle: http://www.jungewelt.de/
Originalquelle: http://english.al-akhbar.com/

Dort findet sich, ganz am Ende, die Passage mit dem Inhalt:

„Das gefährlichste Problem, vor dem wir heute stehen, egal ob es sich um die libanesische oder die arabische Öffentlichkeit handelt, ist, daß wir uns auf einen Punkt zubewegen, wo die Menschen der Region Israels Existenz für normal halten. (…) Israel ist ein illegitimes Gebilde und (…) eine ständige Bedrohung für die gesamte Region. Wir können mit dieser Bedrohung nicht koexistieren. Das ist der Grund, warum das letztliche Ziel der Nation die Beendigung der Existenz Israels ist, unabhängig von den Problemen, Empfindlichkeiten und allem, was zwischen Palästinensern und Nichtpalästinensern, Schiiten und Sunniten, Moslems und Christen geschehen ist und geschehen kann. (…)“

Da wird nicht nur eine Bedrohung konstruiert, durch ein Lande mit gerade mal 8 Millionen Menschen gegen eine Überzahl an Nachbarn, Ländern und Menschen im Nahen Osten, deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels und der Juden ist, es wird sogar offen in der Aussage die Vernichtung Israels gefordert. Denn nichts anderes sagt die Forderung nach einer „Beendigung der Existenz Israels“ aus.

Dieses Interview wurde von Euch offensichtlich unkommentiert übernommen, zumindest ist eine Distanzierung der Jungen Welt von dieser Forderung unter dem Link nicht erkennbar.

Darum frage ich Euch, steht die Junge Welt hinter der Forderung der „Beendigung der Existenz Israels“?

Mit besten Grüßen

Daniel Weigelt

bookmark_borderZwei Mönche vom Ordern des Android waren auf Wanderschaft…

Gefunden bei heise im Forum.

Zwei Mönche vom Ordern des Android waren auf Wanderschaft…

Autor: Peter Brülls

Zwei Mönche vom Ordern des Android waren auf Wanderschaft, ein erfahrener älterer vom Range eines Nexus und ein Novize vom Range eines Samsung.

Dann kamen sie an ein einer Schlange vorbei, voll mit Bauern und Fürsten, Kriegern und Handwerkern.

Der ältere Mönch verweilte kurz und sprach mit den Menschen. „Sagt an, was steht ihr hier herum?“

Da kam der erste Mann aus der Schlange und erwiderte: „Heute erscheint das neue iPhone. Ich stand viele Stunden an, nun habe ich es.“

Der Mönch hob eine Augenbraue – eine einzige nur – und fragte: „Ist dies so wichtig, dass man sich anstellen muss?“

Der Mann lachte. „Nein, aber es macht Spaß!“

Dann ließ sich der Mönch das iPhone zeigen, die Kamera, die Widgets, die neuen Tastaturen und auch den NFC-Chip. Er fand sogar ein paar lobende Worte und wünschte den Käufer viel Freude.

Dann ging er weiter, denn er wollte noch die Fähre erreichen.

Noch bevor sie außer Hörweite waren, fing der Novize an zu reden.

„Aber Meister! Alles was wir gesehen haben, das ist doch uralt. Oder es braucht kein Mensch. Und überhaupt ist es viel zu teuer. Warum sind diese Menschen so dumm? Warum bin ich nur so schlau? Warum erkennen sie nicht, dass unser Weg der wahre ist? 1 Gigabyte RAM sind doch einfach nicht genug!“

So ging das weiter, und weiter, und weiter und weiter. Manchmal hörte man den Meister seufzen und der Novize nahm es als Bestätigung seiner Rede.

Dann kamen sie endlich an der Fähre an.

Der Novize blühte auf, zog sein Handy und rief „Lasst mich zahlen, Meister!“ Doch als er die Rückseite des Gerätes an die Kasse hielt, passierte – nichts.

Der Fährmann zeigte auf das Schild: „Überfahrt: 2 $. Wir akzeptieren Bargeld, MasterCard und Apple Pay.“

Da zeterte der Novize noch lauter! Das sei unverschämt, eine Schande für die Menschheit, sein Orden sei schließlich der größte, und überhaupt, 2 $ sind viel zu teuer!

Da seufzte der der alte Mönch noch einmal, zahlte für sich in bar und ließ den Novizen am Ufer zurück.

Er betrachtete sein Handy, sah, dass es gut war, steckte es wieder ein und dachte: „Ich werd‘ zu alt für diesen Scheiß.“