The Worst of Wahnmache 2014 (Teil 1)

Hach, ich kann es einfach nicht lassen und muss euch weiter mit dem Thema „Montagsdemos“ nerven. 😉

Hier hat einer ein schönes Video zusammengeschnitten.

Um MissverstĂ€ndnisse vorzubeugen, der junge Mann, der die GrĂŒĂŸe des Nationalen Widerstand Dortmund vorliest, der macht das nicht, weil er es toll findet sondern weil er der Demonstration den Spiegel vorhalten will, was sie fĂŒr geistige UnterstĂŒtzer hat.

NatĂŒrlich sind bei diesen Veranstaltungen viele Menschen dabei, denen es wirklich um Frieden geht und ich auf keinen Fall mit Rechten in einen Topf werfen will. Aber entscheidend ist, welches Bild von den Demos ausgeht und das ist leider einfach nur ĂŒbel.

Du kannst mit solchen Verschwörungstheoriedeppen auch ja nicht reden. Die hauen dir 5 irrsinnige Dinger gleichzeitig um die Ohren und wenn du eines widerlegt hast, dann kramen die gleich 10 weitere aus ihrem endlosen Sack an Verschwörungstheorien. Einstein hatte schon Recht, als er die menschliche Dummheit als unendlich bezeichnete.

Oder wie einer bei FB schrieb:

Die knallen dir ein paar Sachen an den Kopf, die sie zwar nicht sinnvoll erklĂ€ren können, aber in der KĂŒrze der Zeit hast du als Nichtfachmann keine Chance den wahren Zusammenhang zu ergrĂŒnden.

Die Links zum Sonntag (4)

Ich sage immer, als Kommunist muss ich nicht enthaltsam leben sondern kann auch schöne Dinge geniesen. Ich will mich aber dafĂŒr einsetzen, dass das andere Menschen auch können. Champagner? Klassenverrat! – Man lebe kĂ€rglich, edelmĂŒtig, anstĂ€ndig und rechtschaffen. Die sieben TodsĂŒnden der Linken

FĂŒr die, die meinen, die Nazis wĂ€ren ja nach 1990 alle erst aus dem Osten rĂŒbergekommen: Vor 25 Jahren: Schulfrei an “FĂŒhrers Geburtstag”

Rassismus, Homophobie, Sexismus… Woher kommt der Hass im Netz?

Die Illuminaten! SIE sind ĂŒberall! 28 Shocking Pictures That Prove That The Illuminati Is All Around Us

Unglaublich… Brunei fĂŒhrt Todesstrafe durch Steinigung ein

Botschaft des Staates Israel in Berlin: Zur Vereinbarung zwischen Fatah und Hamas

Alles nicht so wild? Dient nur einer guten Sache? Acht Mythen zur Vorratsdatenspeicherung

Schimpfen gegen BILD – Überholtes Schubladendenken? Zum SchĂ€men

PiusbrĂŒder treffen sich zum alljĂ€hrlichen Aufzug in Freiburg: ZurĂŒck ins Mittelalter

Zu den Montagsdemos:

Was ist Antisemitismus (Friedrich Engels / August Bebel)

Als Kommentar auf meinen Beitrag „Antisemitismus stinkt! Immer!“ wurden folgende beiden Zitate gebracht, die ich hier noch mal extra veröffentlichen will.

Friedrich Engels:

Der Antisemitismus ist also nichts anderes als eine Reaktion mittelalterlicher, untergehender Gesellschaftsschichten gegen die moderne Gesellschaft, die wesentlich aus Kapitalisten und Lohnarbeitern besteht, und dient daher nur reaktionĂ€ren Zwecken unter scheinbar sozialistischem Deckmantel; er ist eine Abart des feudalen Sozialismus, und damit können wir nichts zu schaffen haben. Ist er in einem Lande möglich, so ist das ein Beweis, daß dort noch nicht genug Kapital existiert. Kapital und Lohnarbeit sind heute untrennbar. Je stĂ€rker das Kapital, desto stĂ€rker auch die Lohnarbeiterklasse, desto nĂ€her also das Ende der Kapitalistenherrschaft. Uns Deutschen, wozu ich auch die Wiener rechne, wĂŒnsche ich also recht flotte Entwicklung der kapitalistischen Wirtschaft, keineswegs deren Versumpfen im Stillstand.

 

Dazu kommt, daß der Antisemitismus die ganze Sachlage verfĂ€lscht. Er kennt nicht einmal die Juden, die er niederschreit. Sonst wĂŒrde er wissen, daß hier in England und in Amerika, dank den osteuropĂ€ischen Antisemiten, und in der TĂŒrkei, dank der spanischen Inquisition, es Tausende und aber Tausende jĂŒdischer Proletarier gibt; und zwar sind diese jĂŒdischen Arbeiter die am schlimmsten ausgebeuteten und die allerelendesten. Wir haben hier in England in den letzten zwölf Monaten drei Streiks jĂŒdischer Arbeiter gehabt, und da sollen wir Antisemitismus treiben als Kampf gegen das Kapital?

 

Außerdem verdanken wir den Juden viel zuviel. Von Heine und Börne zu schweigen, war Marx von stockjĂŒdischem Blut; Lassalle war Jude. Viele unserer besten Leute sind Juden. Mein Freund Victor Adler, der jetzt seine Hingebung fĂŒr die Sache des Proletariats im GefĂ€ngnis in Wien abbĂŒĂŸt, Eduard Bernstein, der Redakteur des Londoner Sozialdemokrat, Paul Singer, einer unserer besten ReichstagsmĂ€nner – Leute, auf deren Freundschaft ich stolz bin, und alles Juden! Bin ich doch selbst von der „Gartenlaube“ zum Juden gemacht worden, und allerdings, wenn ich wĂ€hlen mĂŒĂŸte, dann lieber Jude als „Herr von“!

Auch lesenswert ist die Rede August Bebels “Antisemitismus und Sozialdemokratie” vom Oktober 1893.

Der Antisemitismus entspringt der Mißstimmung gewisser bĂŒrgerlicher Schichten, die sich durch die kapitalistische Entwicklung bedrĂŒckt finden und zum Teil durch diese Entwicklung dem wirtschaftlichen Untergang geweiht sind, aber in Verkennung der eigentlichen Ursache ihrer Lage den Kampf nicht gegen das kapitalistische Wirtschaftssystem, sondern gegen eine in demselben hervortretende Erscheinung richten, die ihnen im Konkurrenzkampf unbequem wird: gegen das jĂŒdische Ausbeutertum.

 

Dieser sein Ursprung zwingt den Antisemitismus zu Forderungen, die ebenso mit den wirtschaftlichen und politischen Entwicklungsgesetzen der bĂŒrgerlichen Gesellschaft in Widerspruch stehen, also fortschrittsfeindlich sind. Daher auch die UnterstĂŒtzung, die der Antisemitismus vorzugsweise bei Junkern und Pfaffen findet.

 
Der einseitige Kampf des Antisemitismus gegen das jĂŒdische Ausbeutertum muß notwendig erfolglos sein, weil die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen keine speziell jĂŒdische, sondern eine der bĂŒrgerlichen Gesellschaft eigentĂŒmliche Erscheinungsform ist, die erst mit dem Untergang der bĂŒrgerlichen Gesellschaft endigt.

Wenn der Mann zur Frau wird (Wenn die Frau zum Mann wird)

Verurteilter Wikileaks-Informant heißt nun offiziell Chelsea Manning

 

Chelsea Elizabeth Manning ist nun der offizielle Name des als Bradley Manning zu 35 Jahren Haft verurteilten Wikileaks-Whistleblowers. Das hat Bezirksrichter David King in Leavenworth entschieden. Manning, die im MilitĂ€rgefĂ€ngnis von Fort Leavenworth ihre Haftstrafe absitzt, erhĂ€lt neue Papiere, wird aber unabhĂ€ngig davon als Mann gefĂŒhrt.

 

Bereits im MilitĂ€rprozess um die Weitergabe von Dokumenten an Wikileaks hatte Manning erkennen lassen, wie wichtig ihr der Namens- und Geschlechtswechsel ist, um kĂŒnftig als Frau leben zu können. (…)

Quelle: heise Online

Menschen, die sich im falschen Körper fĂŒhlen, sind zwar selten, aber auch nicht so ungewöhnlich, als das man da noch groß drĂŒber nachdenken muss. Erst im Februar habe ich die Bekanntschaft mit einer jungen Frau im Krankenhaus Erding gemacht (Und mit ihr ein paar mehr), die als Mann geboren wurde, sich aber schon immer als Frau fĂŒhlte, entsprechend kleidete und auftrat und der man nach der kompletten operativen Umwandlung ansah, das sie jetzt glĂŒcklich ist.

Es ist ja auch immer eine Angelegenheit der betreffenden Person, die mich selber nicht im geringsten tangiert. Es beeinflusst ja mein Leben nicht.

Die Aufmerksamkeit bei Manning liegt nur darin, das sie international als Whistleblower bekannt ist. Ob das nun einen eigenen Artikel wert ist, das sei dahingestellt, stören kann es doch eigentlich niemanden.

Das sich trotzdem Leute mit ihrer Intoleranz dazu herablassen mĂŒssen, kleine schmutzige Witzchen reisen zu mĂŒssen und glauben erklĂ€ren zu mĂŒssen, warum sie weiterhin Manning AUF JEDEN FALL als Mann sehen, einschließlich biologischer Beweise, das ist mir völlig unverstĂ€ndlich.

Gönnt doch einfach jeden Menschen sein Leben. Solange der Mensch anderen keinen Schaden zufĂŒgt, kann jeder Mensch tun und lassen was er/sie will.

Ab morgen am Kiosk!

So, damit es hier auch mal bekannt gemacht wird:

Ab morgen (25. April) am Kiosk! Die neue M&R mit dem Schwerpunkt „Class War“ – Musik & Klassenkampf

MundR

Ein Pop-Magazin, dass sich nah am Zeitgeschehen positioniert und in Kulturdebatten einmischt.

Neue Inhalte, neues Layout, kritischer, politischer!

Und fĂŒr die Älteren unter uns: Ja, die m&r kennt man noch aus der DDR.

www.melodieundrhythmus.com

„Es gibt keine Nazis mehr“ /
Warum ist die Kritik an der FED antisemitisch?

Ja ja, man kann höchstens von Neonazis reden. Ist klar.

Das Video stammt von der Montagsdemo in Essen und der junge Mann ist mein Held des Tages.

Aber zum zweiten und wichtigeren Teil, nÀmlich der Frage, warum die Kritik an der FED antisemitisch ist. (Nicht generell, aber im Zusammenhang mit den aktuellen Montagsdemos!)

Da hat so ein sich unwissend gebender bei Facebook gefragt:

Wieso ist man ein Antisemit oder NAZI, wenn man gegen die Geldpolitik der amerikanischen privaten Zentralbank FED ist, die grenzenlos Geld ohne Gegenwert druckt und mit dem Devisenhandel die Völker der Welt unterdrĂŒckt und ausraubt?

Meine Antwort darauf: Die erste große Äußerung von Jutta Ditfurth, die ich mitbekommen habe, richtete sich vor allem gegen die Äußerung von MĂ€rholz, der sagte, die FED ist an allem Schuld. Und das ist schlichtweg nicht nur falsch sondern eben auch Antisemitismus. Genau das. Und damit hat Jutta vollkommen Recht.

Die FED wird weiterhin bei den Montagsdemos als Verursacher allen Übels bezeichnet, was auch weiterhin falsch ist und auch weiterhin diese antisemitische Tendenz enthĂ€lt.

Jutta Ditfurth polemisiert teilweise sehr stark, aber im Kern hat sie mit ihrer Kritik Recht.

Und wenn ich mir die Kommentare der Kritiker von Ditfurth und Verteidiger von Jebsen, MĂ€rholz und ElsĂ€sser anschaue, hier und an anderen Stellen, dann wird mir ĂŒbel, was sich da fĂŒr ein menschenverachtendes, antisemitisches, vergewaltigungsphantasierendes und nach Blut trachtendes Gesindel rumtreibt. Da es von den Organisatoren der Montagsdemos und den vielleicht vernĂŒnftigen Teilnehmern keine Distanzierung von so etwas gibt, muss ich eine stillschweigende Duldung unterstellen.

Dann er weiter:

du sagst also die FED ist eine jĂŒdische organisation??

Ich dazu: Nein. Wo liest Du das denn heraus?

Er:

aus deinem obrigen post….
FED kritik gleich antisemitismus….
oder was wolltest du damit sonst ausdrĂŒcke^^

Ich:

1. Kritik an der FED kann durchaus legitim sein, dann aber bitte diese als Teil des kapitalistischen Systems begreifen und nicht alleine sich nur auf die FED konzentrieren.

2. Zu behaupten, die FED wĂ€re alleine am 2. Weltkrieg Schuld, negiert die Schuld Deutschlands, seiner kapitalistischen Klasse und all der MitlĂ€ufer am 2. Weltkrieg und am Holocaust. Damit werden die Verursacher verharmlost und der Holocaust als ein deutsches, singulĂ€res PhĂ€nomen als LĂŒge dargestellt. Das ist antisemitisch. Und nebenbei auch sehr, sehr dumm.

3. Die FED und wie gerne geschehen die Rothschilds zusammen zu nennen ist antisemitisch, weil damit eine jĂŒdische Weltherrschaft unterstellt wird, die es nicht gibt. Es gibt eine Herrschaft des Kapitals, welche Religion, NationalitĂ€t, Herkunft, Zugehörigkeit zu einem Volk ist dabei völlig unerheblich. Das Kapital ist und agiert international. Weder nur durch die FED und schon gar nicht alleine durch die Rothschilds bzw. Juden, was damit immer wieder impliziert werden soll.

Antisemiten sprechen gerne in Andeutungen (FED, OstkĂŒste, etc…), damit ihnen spĂ€ter niemand was Konkretes unterstellen kann. Aber nicht jeder ist so doof, wie die Antisemiten es gerne hĂ€tten. Man kann durchaus die Töne zwischen den Zeilen verstehen, wenn man sich die MĂŒhe macht.

Oder man kann sich hinstellen und sagen. „Aber die haben doch gar nicht von Juden geredet, die können doch gar nicht antisemitisch sein!“

Aber ich rechne mir inzwischen genug Erfahrung zu, zu erkennen, was manche Menschen meinen, wenn sie etwas anderes sagen.

Georgi Dimitroff – Über den Faschismus (Teil 2/5)

(Teil 1)

Der Klassencharakter des Faschismus

Der Faschismus an der Macht, Genossen, ist, wie ihn das 13. Plenum des EKKI richtig charakterisiert hat, die offene, terroristische Diktatur der reaktionÀrsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals.

Die reaktionĂ€rste Spielart des Faschismus ist der Faschismus deutschen Schlages. Er hat die Dreistigkeit, sich Nationalsozialismus zu nennen, obwohl er nichts mit Sozialismus gemein hat. Der Hitlerfaschismus ist nicht bloß bĂŒrgerlicher Nationalismus, er ist ein tierischer Chauvinismus. Das ist ein Regierungssystem des politischen Banditentums, ein System der Provokationen und Folterungen gegenĂŒber der Arbeiterklasse und den revolutionĂ€ren Elementen der Bauernschaft, des KleinbĂŒrgertums und der Intelligenz. Das ist mittelalterliche Barbarei und Grausamkeit, zĂŒgellose AggressivitĂ€t gegenĂŒber den anderen Völkern und LĂ€ndern.

Der deutsche Faschismus spielt die Rolle des Stoßtrupps der internationalen Konterrevolution, des Hauptanstifters des imperialistischen Krieges, des Initiators eines Kreuzzuges gegen die Sowjetunion, das große Vaterland der WerktĂ€tigen der ganzen Welt.

Der Faschismus ist nicht eine Form der Staatsmacht, die angeblich â€žĂŒber beiden Klassen, dem Proletariat und der Bourgeoisie steht“, wie das z.B. Otto Bauer behauptet hat. Das ist nicht das „aufstĂ€ndische KleinbĂŒrgertum, das von der Staatsmaschine Besitz ergriffen hat“, wie der englische Sozialist Brailsford erklĂ€rt. Nein, der Faschismus ist keine ĂŒber den Klassen stehende Macht und keine Macht des KleinbĂŒrgertums oder des Lumpenproletariats ĂŒber das Finanzkapital. Der Faschismus ist die Macht des Finanzkapitals selbst. Das ist die Organisierung der terroristischen Abrechnung mit der Arbeiterklasse und dem revolutionĂ€ren Teil der Bauernschaft und der Intelligenz. Der Faschismus in der Außenpolitik ist der Chauvinismus in seiner brutalsten Form, der einen tierischen Haß gegen die anderen Völker kultiviert.

Dieser wirkliche Charakter des Faschismus muß besonders stark unterstrichen werden, weil der Deckmantel der sozialen Demagogie dem Faschismus die Möglichkeit gegeben hat, in einer Reihe von LĂ€ndern die durch die Krise aus ihrem Geleise geworfenen Massen des KleinbĂŒrgertums und sogar manche Teile der rĂŒckstĂ€ndigsten Schichten des Proletariats mitzureißen, die niemals dem Faschismus gefolgt wĂ€ren, wenn sie seinen wirklichen Klassencharakter, seine wirkliche Natur begriffen hĂ€tten.

Die Entwicklung des Faschismus und die faschistische Diktatur selbst nehmen in den verschiedenen LĂ€ndern verschiedene Formen an, je nach den historischen, sozialen und wirtschaftlichen VerhĂ€ltnissen, je nach den nationalen Besonderheiten und der internationalen Stellung des betreffenden Landes. In den einen LĂ€ndern, vor allem dort, wo der Faschismus keine breite Massenbasis besitzt und wo der Kampf zwischen den einzelnen Gruppierungen im Lager der faschistischen Bourgeoisie selbst ziemlich stark ist, entschließt er sich nicht sofort, das Parlament zu liquidieren, und belĂ€ĂŸt den andern bĂŒrgerlichen Parteien und auch der Sozialdemokratie eine gewisse LegalitĂ€t. In andern LĂ€ndern, wo die herrschende Bourgeoisie den nahen Ausbruch der Revolution befĂŒrchtet, errichtet der Faschismus seine schrankenlose politische Monopolherrschaft entweder sofort oder, indem er den Terror und die Abrechnung mit allen konkurrierenden Parteien und Gruppierungen immer mehr verstĂ€rkt. Das schließt nicht aus, daß der Faschismus im Augenblick einer besonderen VerschĂ€rfung seiner Lage Versuche macht, seine Basis zu erweitern und, ohne sein Klassenwesen zu Ă€ndern, die offene terroristische Diktatur mit einer groben FĂ€lschung des Parlamentarismus zu vereinen.

Der Machtantritt des Faschismus ist keine einfache Ersetzung der einen bĂŒrgerlichen Regierung durch eine andere, sondern eine Ablösung der einen Staatsform der Klassenherrschaft der Bourgeoisie – der bĂŒrgerlichen Demokratie – durch eine andere Form – durch die offene terroristische Diktatur. Die Ignorierung dieses Unterschiedes wĂ€re ein ernster Fehler, der das revolutionĂ€re Proletariat daran hindern wĂŒrde, die breitesten Schichten der WerktĂ€tigen in Stadt und Land zum Kampf gegen die Gefahr einer Ergreifung der Macht durch die Faschisten zu mobilisieren sowie die GegensĂ€tze auszunutzen, die im Lager der Bourgeoisie selbst vorhanden sind. Doch ein nicht minder ernster und gefĂ€hrlicher Fehler ist die UnterschĂ€tzung der Bedeutung, die die gegenwĂ€rtig in den LĂ€ndern der bĂŒrgerlichen Demokratie sich verschĂ€rfenden reaktionĂ€ren Maßnahmen fĂŒr die Aufrichtung der faschistischen Diktatur haben, jene Maßnahmen, die die demokratischen Freiheiten der WerktĂ€tigen unterdrĂŒcken, die Rechte des Parlaments fĂ€lschen und beschneiden, die UnterdrĂŒckungsmaßnahmen gegen die revolutionĂ€re Bewegung verschĂ€rfen.

Genossen, man darf sich den Machtantritt des Faschismus nicht so simpel und glatt vorstellen, als ob irgendein Komitee des Finanzkapitals den Beschluß faßt, an diesem und diesem Tage die faschistische Diktatur aufzurichten. In Wirklichkeit gelangt der Faschismus gewöhnlich zur Macht im gegenseitigen, zuweilen scharfen Kampf mit den alten bĂŒrgerlichen Parteien oder mit einem bestimmten Teil dieser Parteien, im Kampf sogar innerhalb des faschistischen Lagers selbst, der manchmal bis zu bewaffneten ZusammenstĂ¶ĂŸen fĂŒhrt, wie wir das in Deutschland, Österreich und anderen LĂ€ndern gesehen haben. Alles das verringert indessen nicht die Bedeutung der Tatsache, daß vor der Errichtung der faschistischen Diktatur die bĂŒrgerlichen Regierungen in der Regel eine Reihe von Vorbereitungsetappen durchlaufen und eine Reihe reaktionĂ€rer Maßnahmen durchfĂŒhren, die den Machtantritt des Faschismus unmittelbar fördern. Wer in diesen Vorbereitungsetappen nicht gegen die reaktionĂ€ren Maßnahmen der Bourgeoisie und gegen den anwachsenden Faschismus kĂ€mpft, der ist nicht imstande, den Sieg des Faschismus zu verhindern, der erleichtert ihn vielmehr.

Die FĂŒhrer der Sozialdemokratie vertuschten und verhĂŒllten vor den Massen den wirklichen Klassencharakter des Faschismus und riefen nicht zum Kampf gegen die immer schĂ€rferen reaktionĂ€ren Maßnahmen der Bourgeoisie auf. Sie tragen die große historische Verantwortung dafĂŒr, daß im entscheidenden Moment der faschistischen Offensive ein bedeutender Teil der werktĂ€tigen Massen in Deutschland und einer Reihe anderer faschistischer LĂ€nder im Faschismus nicht das blutdĂŒrstige Raubtier des Finanzkapitals, seinen schlimmsten Feind erkannte, und daß diese Massen nicht zur Abwehr bereit waren.

Welches ist die Quelle des Einflusses des Faschismus auf die Massen? Es gelingt dem Faschismus, die Massen zu gewinnen, weil er in demagogischer Weise an ihre brennendsten Nöte und BedĂŒrfnisse appelliert. Der Faschismus entfacht nicht nur die in den Massen tief verwurzelten Vorurteile, sondern er spekuliert auch mit den besten Empfindungen der Massen, ihrem GerechtigkeitsgefĂŒhl und mitunter sogar ihren revolutionĂ€ren Traditionen. Warum spielen sich die deutschen Faschisten, diese Lakaien der Großbourgeoisie und Todfeinde des Sozialismus, vor den Massen als „Sozialisten“ auf und stellen ihren Machtantritt als „Revolution“ hin? Weil sie bestrebt sind, den Glauben an die Revolution, den Drang zum Sozialismus auszunutzen, der in den Herzen der breiten werktĂ€tigen Massen Deutschlands lebt.

Der Faschismus handelt im Interesse der extremen Imperialisten, aber vor den Massen tritt er unter der Maske des BeschĂŒtzers der beleidigten Nation auf und appelliert an das gekrĂ€nkte NationalgefĂŒhl, wie z.B. der deutsche Faschismus, der die Massen mit der Losung „Gegen Versailles!“ mit sich riß.

Der Faschismus erstrebt die zĂŒgelloseste Ausbeutung der Massen, tritt aber mit einer raffinierten antikapitalistischen Demagogie an sie heran, macht sich den tiefen Haß der WerktĂ€tigen gegen die rĂ€uberische Bourgeoisie, gegen die Banken, die Trusts und die Finanzmagnaten zunutze und stellt Losungen auf, die im gegebenen Moment fĂŒr die politisch unreifen Massen die verlockendsten sind: in Deutschland – „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“; in Italien – „Unser Staat ist kein kapitalistischer, sondern ein Korporativstaat“; in Japan – „FĂŒr ein Japan ohne Ausbeutung“; in den Vereinigten Staaten – „FĂŒr die Aufteilung der ReichtĂŒmer“ usw.

Der Faschismus liefert das Volk den korruptesten, kĂ€uflichsten Elementen zur AusplĂŒnderung aus, tritt aber vor dem Volk mit der Forderung einer „ehrlichen und unbestechlichen Regierung“ auf. Der Faschismus, der mit der tiefen EnttĂ€uschung der Massen ĂŒber die Regierungen der bĂŒrgerlichen Demokratie spekuliert, entrĂŒstet sich scheinheilig ĂŒber die Korruption (z.B. die Barmat- und SklarekaffĂ€re in Deutschland, die StavitskiaffĂ€re in Frankreich und eine Reihe von anderen).

Der Faschismus fĂ€ngt im Interesse der reaktionĂ€rsten Kreise der Bourgeoisie die enttĂ€uschten Massen ein, die sich von den alten bĂŒrgerlichen Parteien abkehren. Aber er imponiert diesen Massen durch die Heftigkeit seiner Angriffe gegen die bĂŒrgerlichen Regierungen, durch seine Unversöhnlichkeit gegenĂŒber den alten Parteien der Bourgeoisie.

Durch seinen Zynismus und seine Verlogenheit alle anderen Spielarten der bĂŒrgerlichen Reaktion in den Schatten stellend, paßt der Faschismus seine Demagogie den nationalen Besonderheiten jedes Landes an, sogar den Besonderheiten der verschiedenen sozialen Schichten in ein und demselben Lande. Und die Massen des KleinbĂŒrgertums, selbst ein Teil der Arbeiter, durch die Not, die Arbeitslosigkeit und die Unsicherheit ihrer Existenz zur Verzweiflung getrieben, werden zu Opfern der sozialen und chauvinistischen Demagogie des Faschismus.

Der Faschismus kommt zur Macht als Partei des Angriffs gegen die revolutionĂ€re Bewegung des Proletariats, gegen die in GĂ€rung befindlichen Volksmassen, er stellt jedoch seinen Machtantritt hin als eine „revolutionĂ€re“ Bewegung gegen die Bourgeoisie im Namen der „ganzen Nation“ und zur „Rettung der Nation“ (man denke an den „Marsch“ Mussolinis nach Rom, an den „Marsch“ Pilsudskis nach Warschau, an die nationalsozialistische „Revolution“ Hitlers in Deutschland usw.).

Aber welche Maske der Faschismus auch aufsetzen mag, in welchen Formen er auch auftreten mag, auf welchem Wege er immer auch zur Macht gelangen mag –

Der Faschismus ist die wĂŒtendste Offensive des Kapitals gegen die werktĂ€tigen Massen.

Der Faschismus ist zĂŒgellosester Chauvinismus und Raubkrieg.

Der Faschismus ist wĂŒtende Reaktion und Konterrevolution.

Der Faschismus ist der schlimmste Feind der Arbeiterklasse und aller WerktÀtigen.

(Teil 3 folgt)
(Teil 4 folgt)
(Teil 5 folgt)

„Die Vasallen der Rothschilds“ –
Eindruck von der Montagsdemo in Hamburg

Wollt ihr mal was richtig Ekliges sehen? Dann schaut in dieses Video von der Montagsdemonstration in Hamburg an, besonders ab 1:00.

Jetzt wisst ihr auch, warum Michael Jackson gestorben ist.

Und die Umstehenden klatschen auch noch fleißig Beifall zu diesem verbalen MĂŒll. Da braucht sich niemand damit rausreden, die Montagsdemos wĂ€ren nichts rechts ausgerichtet und es sind ja auch Linke dabei. Solange sowas dort öffentlich geĂ€ußert wird und Beifall bekommt, solange sind die Montagsdemos einfach nur ein ĂŒbeler Haufen.

Hier noch ein Bericht aus Hamburg: Friedensdemo sorgt fĂŒr Unfrieden (via Andi)

Aber ihr wisst ja alle: Die Presse lĂŒgt. Der junge Mann in dem folgenden Video beweist das schlĂŒssig und unwiderlegbar.

(Das Video stammt nicht aus Hamburg.)

Meinungsfreiheit

Bereits in meinem alten Blog hatte ich das Thema Meinungsfreiheit und Kommentare zum Thema.

Man kennt das ja, man hat ein Blog, eine Internetseite, ein Forum, eine Facebook-Gruppe1, man schreibt da, andere kommentieren und teilweise finden sich dann da geistige ErgĂŒsse jenseits von Gut & Böse wieder. Kann man stehen lassen. Muss man aber nicht. Ich greif dann schon mal rigoros durch.

OH WEH!!!!!! DER ZENSIERT!!!!!!111!!ELF! WO BLEIBT DA DIE MEINUNGSFREIHEIT????

Ja, ich darf das. Ist nĂ€mlich mein Blog, meine Seite, mein Forum, und wenn mir da etwas nicht passt, dann schmeiße ich das raus. Und da braucht mir keiner mit Meinungsfreiheit kommen. Hat ja schließlich jeder die Freiheit, seine eigene Seite ins Internet zu stellen uns sich da verbal zu entgleisen und zu blamieren.

Folgender Comic2 stellt das schön dar3:

xkcd_freespeech

So, und wem das nicht passt, der darf gerne woanders rumpöbeln.

Gibt es dafĂŒr derzeit einen aktuellen Anlass? Nein. Mein Blog ist noch nicht bekannt genug, um die Trolle anzuziehen. Also seht es prophylaktisch. 🙂

  1. Ok, das kennen jetzt einige von Euch nicht 😀 []
  2. Der Comic steht, wie das Original, unter einer CC-BY-NC-Lizenz. (Bilder und Originaltext: © 2014 by Randall Munroe; ĂŒbersetzter Text © 2014 Anatol Stefanowitsch) []
  3. via Astrodicticum simplex []