Kapitän der Lifeline in München gelandet

Kurz nach 11 Uhr landete heute der Kapitän Claus-Peter Reisch des Seenotrettungsschiffes „Lifeline“ auf dem Flughafen München. Er fühlt sich gut und ist fit, muss aber Ende des Monats wieder nach Malta fliegen, da steht der Prozesstermin an. Angeklagt werden soll er wegen „Verfehlungen im Zusammenhang mit der Registrierung des Schiffes“, allerdings ist klar, dass das nur ein Vorwand ist. Es geht darum, Seenotrettung von Flüchtlingen zu kriminalisieren und zu verhindern.
Reisch schilderte geduldig den Journalist*innen die Lage auf dem Schiff und auf dem Meer. Absolut kein Verständnis zeigte er für das Verhalten der Politik, dabei kritisierte er besonders auch Innenminister Horst Seehofer. Er lädt ihn ein, mal auf seinem Schiff mitzufahren und sich das vor Ort anzuschauen.

Zu der Aussage von Seehofers 69. Geburtstag, der sich freute, dass 69 Flüchtlinge abgeschoben wurde, fehlten selbst dem Kapitän die Worte am Ende. Seine Schilderungen der Verhältnisse bei der Seenotrettung waren beeindruckend.

UPDATE: Beitrag vom BR dazu: „Ich bin halt jetzt das Bauernopfer“

Josef A. Preiselbauer