Demonstrationen für die Rechte Geflüchteter in München

Gleich zwei Demonstrationen für die Rechte Geflüchteter und gegen Abschiebungen fanden am gestrigen Montag in #München statt.

14 Uhr ab Hauptbahnhof eine Demonstration unter dem Motto „No Border No Nation“, gegen Abschiebungen, Grenzen, Diskriminierung, Lagerpflicht, gegen Rassismus, Krieg und Terror, gegen Ungerechtigkeit und Menschenverachtung. Organisiert wurde diese Demonstration von selbstorganisierten Geflüchteten aus verschiedenen Städten Deutschlands.

Ab 18 Uhr fand die Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan statt, Anlass war leider wieder ein geplanter Abschiebeflug für den Abend vom Flughafen Leipzig / Halle aus. Initiiert war diese Demonstration vom Bayerischer Flüchtlingsrat und Bellevue di Monaco.

An beiden Demonstrationen nahmen jeweils über 100 Menschen teil.

Newroz 2018

Am Sonntag, dem 25. März 2018, fand in München die Feier des kurdischen Neujahres, Newroz, statt. Es nahmen über 300 Menschen teil. Über der Feier, welche von der Partei Die LINKE mitorganisiert wurde, lag der Schatten des türkischen Angriff auf Afrin. So beschäftigten sich auch die Reden hauptsächlich mit diesem Thema. Trotzdem wurde auch viel getanzt und gefeiert.

Pegida & Bachmann in München

Am 17. März hat sich Pegida mal wieder einen großen Auflauf in München getraut. Also nicht die Truppe um Meyer & Co. Sondern Lutz Bachmann aus Dresden mit seinem elftbesten Freund Michael Stürzenberger. Und weil sich Pegida München und Pegida Dresden nicht so richtig mögen, ist Pegida München (Also die Meyertruppe) nach Dresden gereist.

Pegida in München an diesem Samstag bekam ein riesiges Areal auf dem Marienplatz abgesteckt. Die Polizei gab sich auch alle Mühe, Journalisten das Leben schwer zu machen, erst nach 20 Minuten durfte man in dieses abgesperrte Gebiet. Michael Stürzenberger war mal wieder in Islamhasserhöchstform. Da stört es ihn auch nicht, mit einem verurteilten Volksverhetzer gemeinsame Sache zu machen. Insgesamt konnten sie aber nur weniger als 150 Anhänger um sich versammeln. Darunter diesmal nur vereinzelte Nazis, Renate Wehrlberger von der NPD hat sich allerdings wohlgefühlt.

Demgegenüber, im Gegenprotest, der richtig laut war, versammelten sich 2-3000 Menschen. Pegida lief dann eine Runde durch die Stadt über ziemlich leere Straßen. Da gab es keine Zwischenfälle, aber immer wieder Protest am Straßenrand.

Lutz Bachmann sprach erst nachdem dieser „Spaziergang“ beendet war. Warum Bachmann sich nicht auf die Bühne traute, war dabei unklar, er war so gut wie nicht zu sehen. Und seine Rede auch nur recht kurz. Anfangs beschwerte er sich erstmal, dass nicht 12.000 Menschen zu Pegida kamen, sondern nur so wenige. Ja Lutz, besser wird das nicht mehr!

Nach drei Stunden war der Spuk endlich vorbei und sie verzogen sich ganz schnell.

Und Dresden? Bilder belegen, Pegida München stand dort sehr einsam auf dem riesigen Altmarkt herum.

Anbei gibt es noch ein paar Fotos, erst von Pegida und dann noch einige Impressionen vom Gegenprotest.

Das war Pegida

Das war der Gegenprotest

Wer ist das Volk?

Pegida München in Dresden

Linksextrem in Hessen

Die FDP hat im Hessischen Landtag eine kleine Anfrage gestellt.

Wie viele (Gegen-)Demonstrationen und Kundgebungen unter Beteiligung von Vereinen, Gruppierungen oder Parteien aus dem linksextremen Spektrum gab es in den Jahren 2014 bis einschließlich des ersten Halbjahrs 2017 in Hessen? Bitte insbesondere Datum, Ort, Anmelder der Veranstaltung, Name bzw. Bezeichnung der teilnehmenden linksextremen

Die Beantwortung könnt ihr Euch hier direkt anschauen: http://starweb.hessen.de/cache/DRS/19/2/05132.pdf

Anbei ist in dem Dokument auch eine Liste aller bekannten Veranstaltungen und der Veranstalter. Als VVN-Mitglied finde ich es dabei insbesondere interessant, dass auch diverse öffentliche Veranstaltungen der VVN als linksextrem eingestuft werden.

In Hessen wurden für die Jahre 2014 bis 2017 197 Veranstaltungen bekannt, die nachweislich unter Beteiligung von Vereinen, Gruppierungen oder Parteien stattfanden, die das Landesamt für Verfassungsschutz Hessen als linksextremistisch bewertet.

Darunter fallen:

  • Gedenkveranstaltung des VVN-BdA anlässlich des Jahrestages der Bücherverbrennung durch Nationalsozialisten
  • Gedenkveranstaltung des VVN-BdA anlässlich des 70. Jahrestages des missglückten Attentates auf Adolf Hitler
  • Friedensfest zum 70. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg
  • Veranstaltung: „8.Mai 2015: Fest der Befreiung“
  • Kundgebung zum Thema „Erinnerung an Widerstand in Ghettos, Kz’s Vernichtungslagern bis 1945“
  • Mahngang/ Demonstration zum Gedenken an die Reichspogromnacht 1938
  • Gedenkveranstaltung der VVN-BdA in Ffm. anl. des Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Ausschwitz-Birkenau

Also, das Gedenken an die Befreiung von Auschwitz oder die Befreiung am 8. Mai 1945, gilt im Bundesland Hessen als linksextreme Veranstaltung. Wisst ihr Bescheid, ja?

Ist Fotografie rassistisch?

In einem Interview mit dem Tagesspiegel sagt Natasha A. Kelly:

Rassismus betrifft alle Disziplinen und alle Fächer und es gibt große Wissenslücken diesbezüglich. Ich habe mich vor Kurzem mit einem Physiker über das Thema unterhalten. Er glaubte, dass Rassismus die Physik nicht betreffe. Doch er irrt sich. Wenn wir etwa die Technik der Fotografie anschauen: Die Belichtungstechnologie wurde für weiße Haut entwickelt. Das ist eine Normsetzung, wie es sie in zahlreichen anderen Bereichen auch gibt, ohne dass das vielen Menschen bewusst wäre.

(Hervorhebung von mir)


Schüler in Florida (Valle), Kolumbien,
Bildquelle: commons.wikimedia,
Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 IGO license.

Natürlich unterstellt das Fotograf_innen nicht, dass sie rassistisch wären. Aber ich habe auch festgestellt, es ist deutlich schwerer, schwarze Menschen zu fotografieren als weiße. Gestern war ich zu einer kleinen Party im Flüchtlingsheim Freising, wie immer auch mit Kamera. Die Menschen dort freuen sich, wenn sie Fotos bekommen, die gut gemacht sind. Unter Anderem waren wir bei ein paar Menschen aus dem Senegal, dabei waren auch kleine Kinder. (Fotos kann ich an dieser Stelle nicht zeigen, Persönlichkeitsrechte und so.)

Eine Portraitaufnahme ist da noch relativ easy. Aber schon dort sieht man weniger Details als bei einem weißen Menschen. Bei einer Gruppe schwarzer Menschen vor hellem Hintergrund, Küchenmöbel zum Beispiel, sind die Helligkeitsunterschiede so hoch, so dass entweder das Gesicht des Menschen zu dunkel wird oder der Hintergrund überbelichtet. Im Gegensatz zum menschlichen Auge und Gehirn, welches diese Abstufungen problemlos kompensiert, wird das in der Fotografie schwieriger. Ein Kamerasensor hat nicht so einen hohen Dynamikumfang, wie es dafür nötig wäre. Eine besondere Herausforderung ist es, wenn sich schwarze und weiße Menschen gemeinsam fotografieren lassen. Hier hilft nur noch das nachjustieren mit Lightroom, indem man den Tiefenregler aufzieht.

Ist das nun eine rassistische Einstellung der Kameraindustrie? Bewusst bestimmt nicht. Allerdings ist es wirklich so, dass die automatische Belichtungssteuerung sich eher auf die hellen Bereiche einstellt. Probiert es selber mal aus. Fotografiert mal eine Gruppe mit schwarzen und weißen Menschen, dann werdet ihr sehen, dass die Weißen deutlich besser erkennbar sind als die Schwarzen.

Kurdische Demonstration in München

Am gestrigen Samstag, den 3. Februar 2018, fand in München eine große kurdische Demonstration statt. Das derzeit bewegende Thema ist der illegale Einmarsch der türkischen Armee in die nordsyrische Provinz Afrin, mit dem Ziel, die dortige kurdische Selbstverwaltung zu zerstören. Internationale Kritik an dem türkischen Vorgehen, auch mit von Deutschland gelieferten Panzern, kommt nur sehr wenig.

An der Kundgebung und Demonstration nahmen bis zu tausend Menschen teil. Beginn war am Stachus, mit mehreren Reden von Vertreter_innen kurdischer und deutscher linker Organisationen. Die laut und kraftvolle Demonstration zog anschließend durch die Münchner Innenstadt bis zum Odeonsplatz.

Am Rande auf dem Stachus kam es zu einzelnen türkischen Provokationen, bei denen auch der faschistische Wolfsgruß und das islamistische R4bia-Zeichen (4 Finger) gezeigt.

Warum Chanukka besser ist als Weihnachten

Mal wieder rausgesucht, ursprünglich gefunden im Usenet.

Warum Chanukka besser ist als Weihnachten

Dieses Jahr begann Chanukka schon Anfang Dezember, das soll aber kein Grund sein, nicht 13 Gründe zu benennen, warum Chanukka besser ist als Weihnachten. Die Quelle der folgenden Liste ist die jüdische Studentenzeitschrift „Chuzpe“ aus Frankfurt von wannweißichnicht.

  1. Man muss nicht Tage damit verbringen, die Tannennadeln aus dem Teppich zu picken.
  2. Man muss nicht bis nach Neujahr von der Weihnachtsgans essen.
  3. Judah ha-Makkabi ist ein noch viel komischerer Kauz als Knecht Ruprecht.
  4. „Maoz Tsur“ schlägt „Stille Nacht“ um Längen.
  5. Du brauchst keine Angst zu haben, dass der Chanukaleuchter in Flammen aufgeht.
  6. „Heino“ singt keine Chanukalieder.
  7. Du musst kein Lametta an den Chanukaleuchter schmeissen, das dir dann ständig unter den Schuhen klebt.
  8. Einen Chanukaleuchter kann man viel leichter ins Fenster stellen als einen Weihnachtsbaum.
  9. Dein Vater zieht sich nicht an wie der Oberrabbiner und behauptet, er sei durch den Kamin ins Haus gekommen.
  10. Es gibt keine ungenießbaren Billigschokoladenchanukamaenner
  11. Du hast nicht Tage und Wochen lang Stress, dein Chanukaessen vorzubereiten (Das heben wir uns alles für Pessach auf).
  12. Der Bundespräsident hält keine Chanuka-Ansprache.
  13. Du musst nicht befürchten, dass Chanuka auf ein Wochenende faellt.


(Bildquelle: Wikipedia, CC BY 3.0 DE, Fotograf: Michael Kauffmann)