Demonstration gegen die Münchner NATO-Sicherheitskonferenz

In München fand dieses Wochenende wieder die NATO Sicherheitskonferenz (Siko) statt, zu der sich Waffenhersteller, Politiker und andere treffen, um darüber in informellen Gesprächen zu beraten, wie sie noch mehr Frieden Krieg schaffen können. Selbstverständlich gab es auch wieder, wie jedes Jahr, Gegenproteste.

Bereits am Mittwoch gab es eine kleinere Demonstration vom Stachus zum Bayrischen Hof, dem Hotel, in dem die Konferenz stattfindet.

Am Samstag versammelten sich mehrere tausend Teilnehmer auf dem Stachus zur Auftaktkundgebung. Thema war dieses Jahr Gegen die NATO-Kriege, Refugees welcome. Die Demonstration verlief dann über den Odeonsplatz zum Marienplatz, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Insgesamt nahmen über 4000 Menschen teil, auch von außerhalb Münchens, darunter auch viele Kurdinnen und Kurden.

Der Tag verlief mehrheitlich friedlich, neben der Feldherrenhalle kam es jedoch zu einem rabiaten Vorgehen der Polizei gegen den internationalistischen Block, als dort eine Rauchfackel gezündet wurde. Die Polizei versuchte mehrfach in die Demo reinzudrängen. Es wurden mehrere Jugendliche festgenommen.

Außerdem tauchten einige rechte wahnwichtelnde Endgamespinner um Kathrin Oertel (Ehemals Pegida-Frontfrau) auf. Anfangs wurden sie von einem antifaschistischen Block aus der Kundgebung auf dem Stachus rausgedrängt, die Polizei musste die dann die ganze Zeit bewachen. Während der Demo liefen sie hinterher und am Ende, am Marienplatz, standen sie auch die ganze Zeit deppert abseits unter Polizeischutz.

Zu einem Zwischenfall auf dem Marienplatz kam es, als zwei ältere Frauen ein antisemitisches fremdenfeindlches Transparent mit der Aufschrift „Zionist Puppet Regime Soros Rapefugee NGO“ hielten. Nach dem lauten und massiven Protest durch einige Umstehende mussten sie es letztlich wieder einpacken. Ansonsten hielten sich die von der Demo gegen die Siko gewöhnten antisemitischen Schilder zurück, sogar der berühmte Münchner Krake war diesmal nicht zu sehen.

Josef A. Preiselbauer

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