#ausgehetzt – Großdemonstration in München

Über 25.000 Menschen beteiligten sich heute bei miserablen Wetter an der Demonstration #ausgehetzt, die sich insbesondere gegen die Flüchtlingspolitik der CSU und die Verrohung der Sprache richtete. Die CSU versuchte vorher noch in einer äußerst peinlichen Aktion gegen die Demonstration zu hetzen. (Siehe auch erstes Foto.) Das hielt die Menschen nicht davon ab, sich an mehreren Demonstrationszügen zu beteiligen. Los ging es bei strömenden Regen auf dem Goetheplatz, an der Theresienwiese stießen noch viele Demonstrant*innen dazu, alle zogen zum Königsplatz, der brechend voll war.

Die Fotos sind hauptsächlich auf der Demonstration ab Goetheplatz entstanden, bis zum Ende auf dem Königsplatz.

Kapitän der Lifeline in München gelandet

Kurz nach 11 Uhr landete heute der Kapitän Claus-Peter Reisch des Seenotrettungsschiffes „Lifeline“ auf dem Flughafen München. Er fühlt sich gut und ist fit, muss aber Ende des Monats wieder nach Malta fliegen, da steht der Prozesstermin an. Angeklagt werden soll er wegen „Verfehlungen im Zusammenhang mit der Registrierung des Schiffes“, allerdings ist klar, dass das nur ein Vorwand ist. Es geht darum, Seenotrettung von Flüchtlingen zu kriminalisieren und zu verhindern.
Reisch schilderte geduldig den Journalist*innen die Lage auf dem Schiff und auf dem Meer. Absolut kein Verständnis zeigte er für das Verhalten der Politik, dabei kritisierte er besonders auch Innenminister Horst Seehofer. Er lädt ihn ein, mal auf seinem Schiff mitzufahren und sich das vor Ort anzuschauen.

Zu der Aussage von Seehofers 69. Geburtstag, der sich freute, dass 69 Flüchtlinge abgeschoben wurde, fehlten selbst dem Kapitän die Worte am Ende. Seine Schilderungen der Verhältnisse bei der Seenotrettung waren beeindruckend.

UPDATE: Beitrag vom BR dazu: „Ich bin halt jetzt das Bauernopfer“

Kein Schlussstrich

Gestern wurde in München beim NSU-Prozess das Urteil verkündet. Parallel dazu fand den ganzen Tag eine Protestkundgebung von Antifaschist*innen statt, sowie Abends eine Demonstration.
Im Zuschauerraum beim Prozess saßen viele Angehörige, aber leider auch diverse Nazis. Sie klatschten, als für einen der Mittäter ein mildes Urteil verkündet wurde und störten auch anderweitig permanent. Dagegen unternommen wurde nichts, aber ein türkische Mann bekam gleich von der Justiz einen Anschiss, als er mal länger die Augen schloss.
Bei der Kundgebung sprachen Anwälte, Unterstützer und Verwandte der Opfer des rechten Terrors. Später spielten die Antilopen Gang und Sookee.
An der Demonstration nahmen ca. 5000 Menschen teil, sie ging durch München und fand ihr Ende am Odeonsplatz.

Die folgenden Bilder geben einen kleinen Eindruck vom Tag wieder.

5000 gegen 500 – Proteste gegen den Parteitag der AfD in Augsburg

Dieses Wochenende fand der Bundesparteitag der AfD in Augsburg statt. Dagegen protestierten über 5000 Menschen friedlich und bunt. Einige Spontandemos gingen Anfangs zum Messegelände, dort versammelten sich später viele Menschen um an einer gemeinsamen, großen Demonstration in die Innenstadt von Augsburg teilzunehmen. Nazis wurden an dem Tag nur wenige gesehen, außer am Ende Pegida München, die eine sinnlose Dauerkundgebung (30 Stunden!) auf dem Königsplatz abhielten.

Instagram, Du Lusche!

Beiträge, die auf meinem Instagramaccount gelöscht werden, weil sie diese Fotos enthalten. Die entstanden am Montag in München. Weil… In Berlin gab es eine Demonstration für die Abschiebung von Horst Seehofer. In München wurde dagegen demonstriert, denn wir wollen den nicht zurückhaben in Bayern.


Ist halt blöd, wenn Automatismen und Menschen mit 1 Sekunde Blickkontakt auf die Bilder arbeiten müssen. Da fehlt dann das Verständnis für die Ironie.

Demonstration noPAG in München

In München fand heute eine große Demonstration gegen das geplante bayrische Polizeiaufgabengesetz statt. Gerechnet wurde mit ca. 10.000 Teilnehmer_innen, am Ende dürften es bis zu 40.000 gewesen sein. Der große Demonstrationzug war über eine Stunde lang.

Bereits davor gab es eine Jugenddemo ab dem Gewerkschaftshaus, an der 300-500 Menschen teilnahmen. Die große Demonstration startete dann am Marienplatz und lief über den Altstadtring bis zum Odeonsplatz. Letzterer war dann auch völlig überfüllt, was gut so war.

PS: Auf dem ersten Foto sitze ich. 😉

PPS: Likt doch meine Seite demowatch bei Facebook, wenn ihr könnt: hwww.facebook.com/demowatch.muc/

73. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslager Dachau

Am 29. April 2018 war der 73. Jahrestag der Befreiung des KZ Dachau. Dies war das erste KZ, welches die deutschen Faschisten bereits im März 1933 errichtet haben. Über 40.000 Menschen starben hier.
Es fanden mehrere Veranstaltungen statt, die Bilder stammen von:
– Gedenkfeier des Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinde in Bayern.
– Zentrale Gedenkveranstaltung des Comité International de Dachau (CID)
– Gedenken auf dem ehemaligen Apellplatz des KZ Dachau
– Kranzniederlegung
– Gedenkfeier auf dem ehemaligen SS-Schießplatz Herberthausen. Hier wurden über 4000 sowjetische Kriegsgefangene erschossen.

Demonstrationen für die Rechte Geflüchteter in München

Gleich zwei Demonstrationen für die Rechte Geflüchteter und gegen Abschiebungen fanden am gestrigen Montag in #München statt.

14 Uhr ab Hauptbahnhof eine Demonstration unter dem Motto „No Border No Nation“, gegen Abschiebungen, Grenzen, Diskriminierung, Lagerpflicht, gegen Rassismus, Krieg und Terror, gegen Ungerechtigkeit und Menschenverachtung. Organisiert wurde diese Demonstration von selbstorganisierten Geflüchteten aus verschiedenen Städten Deutschlands.

Ab 18 Uhr fand die Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan statt, Anlass war leider wieder ein geplanter Abschiebeflug für den Abend vom Flughafen Leipzig / Halle aus. Initiiert war diese Demonstration vom Bayerischer Flüchtlingsrat und Bellevue di Monaco.

An beiden Demonstrationen nahmen jeweils über 100 Menschen teil.

Newroz 2018

Am Sonntag, dem 25. März 2018, fand in München die Feier des kurdischen Neujahres, Newroz, statt. Es nahmen über 300 Menschen teil. Über der Feier, welche von der Partei Die LINKE mitorganisiert wurde, lag der Schatten des türkischen Angriff auf Afrin. So beschäftigten sich auch die Reden hauptsächlich mit diesem Thema. Trotzdem wurde auch viel getanzt und gefeiert.