1000 Kreuze Marsch in München

In München fand heute ein so genanter „1000 Kreuze Marsch“ statt, von hauptsächlich fundamentalistischen Christinnen und Christen, die sich „Lebensschützer“ nennen, gegen jede Form von Abtreibung sind und Frauen das Recht absprechen wollen, während einer Schwangerschaft selbstbestimmt über ihren Körper zu bestimmen. Diese 1000 Kreuze, in Wahrheit waren es keine 100, liefen dann Kirchenlieder singend zwei Stunden durch München. Dabei wurden auch Kinder für ihre religiöse Propaganda missbraucht. 
Dagegen formierte sich Gegenprotest, der bereits zu Beginn an der Frauenkirche da war und praktisch während der ganzen Strecke den Marsch lautstark protestierend begleitete. Vor allem mit Sprüchen wie „Hätt Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben“, „Lieber geleckt als unbefleckt“ und „My Body my Choise“. Vereinzelt kam es auch zur Rangelein durch die Polizei gegen den Protest, eine Straßenbloackade wurde aufgelöst. Am Friedensengel wurden nach einem Zwischenfall Journalist*innen festgenommen und mehrere Stunden lang festgehalten. 
Insgesamt dürfte der Marsch dieser „Lebensschützer“ keine Auswirkung gehabt haben, auch Dank des kreativen und lauten Gegenprotestes.

Josef A. Preiselbauer