NPD, AfD… Läuft immer gleich

Ich habe beim stöbern in meinem alten Blog einen Artikel vom 14. November 2006 gefunden: „NPD: Da waren es nur noch Acht“. Parallelen zu heutigen Zuständen in der AfD und ihren Landtagsfraktionen sind sicherlich nicht zufällig.

Nachdem die Landtagsfraktion der NPD in Sachsen bereits letztes Jahr, quasie als Weihnachtsgeschenk, um ein Viertel schrumpfte, geht die Selbstauflösung langsam aber sicher weiter. (Korrekterweise muss man natürlich sagen, das sie sich diesen Sommer in Teilen auf einer Bundesstraße nahe Pirna zerlegte. Allerdings hatte sich da ein Dresdner Nazi-Kader als Ersatz gefunden.)

Heute wurde Menzel aus der NPD-Fraktion ausgeschlossen. Als Gründe gelten offiziell und inoffiziell sein Bekenntnis zu Hitler bzw. finanzielle Unregelmäßigkeiten.

Umfassender wird das bei redok geschildert.

Auf keinen Fall darf man nun davon ausgehen, das sich die NPD von Alt-Nazis oder Hitler distanzieren würde. Das Ziel der NPD, zumindest nach Außen, ist es, in der bürgerlichen Mitte der Gesellschaft Boden gut zu machen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, das die NPD eine braune, faschistische Partei ist und auch bleiben wird!

Es wird spannend bleiben um Menzel, der Rausschmiss aus der Fraktion bedeutet ja deswegen nicht seinen Verlust des Landtagsmandats. Allerdings sitzt er da auf Kohlen, nachdem ihm dieses Jahr bereits die Immunität aberkannt wurde.

Links:
– NPD-Blog: „Sachsen: NPD-Fraktion schließt Menzel aus“
– redok: „Da waren’s nur noch acht“
– DNN: „Sächsische NPD-Fraktion wird immer kleiner – Menzel will gegen Ausschluss klagen“

Die Links sind leider nach 11 Jahren fast alle schon tot. So wie die NPD-Landtagsfraktion in Sachsen.

Damit es aber nicht langweilig wird, hier noch ein Rückblick auf die „Arbeit“ der NPD-Fraktion:

  • 05.09.2005 – Bundestagsdirektkandidatin Kerstin Bärbel Lorenz erleidet auf einer Wahlkundgebung einen Hirnschlag (ins Leere?) und verstirbt.
  • 27.11.2005 – Franz Xaver Schönhuber, Ersatzkandidat für Kerstin Bärbel Lorenz in Dresden, stirbt. Gram, dass er es nicht geschafft hat?
  • 19.12.2005 – Landtagsabgeordneter Mirko Schmidt tritt aus der Partei und der Fraktion aus
  • 20.12.2005 – Landtagsabgeordneter Klaus Baier verlässt die Fraktion
  • 23.12.2005 – Landtagsabgeordneter Jürgen Schön verlässt die Fraktion
  • 30.08.2006 – Landtagsabgeordneter Uwe Leichsenring zerlegt sich und seinen fetten Mercedes auf einer Bundesstrasse bei Pirna. Dabei verletzt er noch einen LKW-Fahrer schwer. Sein Nachfolger im Landtag wird Rene Despang.
  • 27.09.2006 – Drei Landtagsabgeordnete, Klaus Jürgen Menzel, Holger Apfel und Winfried Petzold verlieren ihre politische Immunität. Gegen Menzel wird wegen des Verdachts der Falschaussage und Meineid (Im Prozess von gegen Sven Hagendorf, bei dem ich Nebenkläger war, S.H. wurde wegen schwerer Körperverletzung verurteilt.) ermittelt, gegen Apfel und Petzold wegen Beleidigung.
  • 14.11.2006 – Landtagsabgeordneter Klaus-Jürgen Menzel wird von seinen eigenen Kammerratten aus der Landtagsfraktion ausgeschlossen.
  • 24.11.2006 – Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Landtagsabgeordneten Matthias Paul wegen des Verdachts der Kinderpornografie
  • 14.11.2006 – Gegen den Stadtverband des NPD in Dresden, dessen Vorsitzende der neue Landtagsabgeordnete Rene Despang ist, wird wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen die Finanzordnung ermittelt.
  • 14.11.2006 – Der NPD-Landtagsabgeordnete Matthias Paul hat sein Mandat niedergelegt und ist von allen Ämtern zurückgetreten.

Auschwitz-Monowitz

Zuerst veröffentlicht am 23. August 2006 auf woschod.de.

Auschwitz-Monowitz

Der Name „Auschwitz“ ist weltweit bekannt. Was jedoch die Wenigsten wissen, ist, daß Auschwitz nicht nur aus dem Vernichtungslager bestand sondern einen ganzen Komplex an Lagern auf einer abgesperrten Fläche von 40 km2 umfaßte.

Vorgeschichte

Im Mai 1940 wurde eine polnische Armeekaserne in dem kleinen Ort OÅ›wiÄ™cim (Auschwitz) bei Krakow (Krakau) zu dem Konzentrations- und Arbeitslager Auschwitz I umgebaut. Dort befand sich über dem Haupteingang auch der zynische Ausspruch „Arbeit macht frei“. In Auschwitz I fanden Ende 1941 die ersten Massenvergasungen mit Zyklon B statt.

Ab 1941 wurde in der Nähe zu Auschwitz I das Vernichtungslager Auschwitz II (Birkenau) errichtet. In diesem Lager fanden über eine Million Menschen den Tod.

Bereits 1940 plante die IG Farben, ein Buna-Werk im Osten zu bauen. Buna ist synthetischer Kautschuk, bedingt durch den Krieg stieg der Bedarf an synthetischem Kautschuk stark an.

1941 wurde beschlossen, das Gebiet bei Auschwitz zu nutzen. Gründe dafür waren eine gute Eisenbahnanbindung, naheliegende Kohlegruben, ausreichend Wasser von Sola und Weichsel, billige Arbeitskräfte durch das KZ Auschwitz in der Nähe und die relative Sicherheit vor Luftangriffen.

Warum ein eigenes Konzentrationslager?

Die Arbeitsproduktivität in den Buna-Fabriken sollte mindestens 75% des normalen deutschen Arbeiters entsprechen, so wurde dies 1941 in Gesprächen zwischen IG Farben und dem Auschwitz-Kommandaten Höß festgelegt. Die Probleme dabei waren aber: der tägliche Transport der Häftlinge aus dem 7 km entfernten Auschwitz-Birkenau dauerte zu lange, die Häftlinge konnten nur bei Tageslicht und guter Sicht zum Werk gebracht werden, da zu wenige SS-Wachleute vorhanden waren, so das letztendlich mehr Häftlinge in einer Gruppe arbeiten mußten als nötig. Dadurch ergab es sich, daß die Arbeitsproduktivität nicht höher als 30-40% lag. Diese für die IG Farben schlechten Umstände führte zu einem Konflikt zwischen Vertretern der IG Farben und der SS.

Um die Arbeitsproduktivität zu erhöhen bekamen spezielle Häftlinge, meistens Berufsverbrecher, die Posten der Kapos und Vorarbeiter. Sie sollten durch das Quälen und Drangsalieren der arbeitenden Häftlinge die Produktivität erhöhen. Diese Maßnahmen brachten aber keinen erkennbaren Nutzen für die IG Farben. Deshalb griff man zu Gegenmaßnahmen. Seit Februar 1944 gab es einen Befehl, der das willkürliche Quälen der Häftlinge verbot. „…im 5. Kriegsjahr muß die Arbeitskraft der Häftlinge erhalten blieben.“ Quälte trotz des Verbotes ein Vorarbeiter einen Häftling, erwartete ihn allerdings höchstens eine Maßregelung.

1942 die Entscheidung

1942 fiel die Entscheidung der IG Farben, 5 Millionen Reichsmark für ein weiteres Konzentrationslager zu investieren. Auschwitz III war damit das erste privat finanzierte Konzentrationslager. Die Vorteile für die IG Farben waren die kostengünstige Unterbringung der Häftlinge in Baracken, keine Sozialfürsorge für die Arbeitenden, immer Nachschub an Arbeitern und nur geringe Kosten, die an die SS gezahlt werden mußten. Außerdem war so ein Arbeitstag von 10-11 Stunden im Sommer und 9 Stunden im Winter möglich. Die IG Farben kümmerte sich um Unterbringung und Verpflegung der Häftlinge, die SS sorgte für die Bewachung, Bestrafung und den Nachschub an Häftlingen.

Am 31. Mai 1942 wurde das Lager fertig gestellt. Im November 1943 wurden mehrere Außenlager zu einer separaten Verwaltungseinheit, Auschwitz III (Monowitz), zusammengefaßt. Der Kommandant von Monowitz war von 1943-1945 SS-Hauptsturmführer Heinrich Schwarz.

In diesem Arbeitslager starben ca. 25000 Häftlinge an Unterernährung, Mißhandlungen und harter Arbeit. Es waren regelmäßig Ärzte aus dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau anwesend und selektierten die arbeitsunfähigen Menschen für die Gaskammer. Insgesamt durchliefen ca. 300000 Häftlinge das Lager Monowitz. Die Häftlinge arbeiteten für über 17 Betriebe, einige Betriebe gehörten der SS.

Die Befreiung

Am 18. Januar 1945 wurde das Lager evakuiert. Häftlinge, die noch laufen konnten, mußten auf den Todesmarsch. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Lager. Sie fand dabei noch etwa 650 Häftlinge vor. Der Kommandant wurde nach dem Krieg in einem Prozeß vor einem französischen Militärtribunal zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die IG Farben behauptete später, von den Quälereien nichts gewußt zu haben. Viele Dokumente beweisen aber das Gegenteil.

Nebenlager des KL Auschwitz
Auschwitz-Monowitz

Tag am Meer

Es hat mich heute an die friesische Küste der Niederlande verschlagen. So blau wie auf dem Foto…

…sah das Meer leider nicht aus.

Aber erstmal, kurz vor der Küste, gab es ein Mahnmal für Widerstandskämpfer. Ich habe es zufällig auf dem Weg gefunden. (Google Maps)

Aber nun ans Meer. Ich habe den Küstenabschnitt zwischen Holwerd und Lauwersoog besucht.

Stürmisch, gelegentlich Regen und ein grauer Himmel. Zum Zeitpunkt des Höchststandes der Flut kam ich an. Strand gibt es da leider nicht wirklich, denn die ganze Küste ist ein großer Betondeich. Und hinterm Deich das Wattenmeer. Es war trotzdem spannend. 3 Stunden später war ich noch mal am ersten Ort, da stand das Wasser schon deutlich tiefer und man sah den Wattboden herausschauen. Am Horizont sieht man die großen Inseln Ameland und Schiermonnikog.

KZ Bergen-Belsen

„Das Bild dessen, was Menschen Menschen antun, um sie zu peinigen, zu erniedrigen, zu vernichten, sie in krankem und gesundem Zustand auszubeuten, in ihrem Alter, ihrer Kindheit, ihrem Siechtum, und zwar ununterbrochen, in jeder einzelnen Minute – dieses Bild kann selbst dem eingefleischtesten Menschenfeind den Atem rauben, der glaubte, keine menschliche Niedertracht sei ihm fremd.“ (Stanislaw Lem)

Das Konzentrationslager Bergen-Belsen war ein nationalsozialistisches Konzentrationslager im Ortsteil Belsen der Gemeinde Bergen im Kreis Celle (Provinz Hannover, heute Niedersachsen).

Das Lager entstand aus Baracken, die bis 1939 als Unterkünfte für Arbeiter dienten, die den Truppenübungsplatz in Bergen errichtet hatten. Die Baracken wurden nach Kriegsbeginn bis Januar 1945 von der Wehrmacht in ein Lager für belgische und französische, dann auch für sowjetische Kriegsgefangene umfunktioniert.
1943 übernahm die SS einen Teil des Lagers und nutzte es als „Aufenthaltslager“ für „Austauschjuden“, jüdische Häftlinge, die gegen deutsche Zivilinternierte im Ausland ausgetauscht werden sollten. Später kamen ein Männer- und ein Frauenlager für kranke und arbeitsunfähige Häftlinge aus anderen Konzentrationslagern hinzu. Ab März 1944 wurden weitere Zehntausende Häftlinge aus frontnahen Konzentrationslagern in das KZ Bergen-Belsen verlegt.
Bis zur Befreiung des Lagers durch britische Truppen am 15. April 1945 starben im KZ Bergen-Belsen mindestens 52.000 Häftlinge aufgrund der Haftbedingungen. Für Tausende war es eine Durchgangsstation in Vernichtungslager.

Textquelle: Wikipedia.1

Webseite der Gedenkstätte: http://bergen-belsen.stiftung-ng.de/de/

  1. Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar []

Schneekoppe

Ich war mal wieder im Riesengebirge und habe die Schneekoppe von Malá Úpa aus bestiegen. Diesmal nicht in rekordverdächtigen 1:39h, aber immerhin habe ich es noch hoch geschafft. 😉 Diesmal leider auch bei Regen und Sturm.

Zum Schluss gibt es noch zwei Nachtaufnahmen: Unsere Unterkunft und der Sternenhimmel (Mit Flugzeug).

CSD 2017 in München

Am Samstag, den 15. Juli 2017, fand in München der Christopher Street Day unter dem Motto „Für gleiche Rechte. Gegen Rechts“ statt. Tausende Menschen feierten und demonstrierten in einem 4 Kilometer langen Zug mit fast 150 verschiedenen Gruppen und Fahrzeugen für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi-Sexuellen, Trans*- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI). Darunter auch viele große Konzerne wie Microsoft oder Google, die im süddeutschen Raum einen Seitz haben.

Über einhunderttausend Menschen säumten die Straßen und feierten mit. Es war eine riesige fröhliche Party. Unter der Unzahl Fotos die da entstanden habe ich versucht, die besten Bilder rauszusuchen, um sie Euch zu zeigen.

G20: Demonstration „No one Forgotten, Nothing forgiven!“ (9. Juli)

Am heutigen Sonntag, bereits nach Abschluss des G20-Gipfel, fand in Hamburg-Harburg die Solidaritätsdemonstration für die Gefangenen statt, die in der dortigen Gefangenensammelstelle eingesperrt sind. Viele hundert Menschen fanden sich ein, um an einer Demonstration vom Harburger Rathaus bis zur Gesa teilzunehmen. In Redebeiträgen wurden nochmals die Polizeischikanen thematisiert und wie die Situation bewusst eskaliert wurde. Auch Beroffene berichteten. Begleitet wurde die Demonstration von einem großen Polizeiaufgebot, es blieb aber bis auf einem Zwischenfall mit einem Passanten, der mit Böhse Onkelz Shirt provozierte, alles ruhig, aber laut!

G20: Großdemonstration am Samstag

76.000 Menschen! Das war die heutige Großdemonstration in Hamburg gegen G20. Alles in Allem war es sehr friedlich. Der so genannte Schwarze Block war auch eher bunt. 🙂

Am Ende liefen ein paar Antisemiten von Arbeitermacht und BDS mit und machten Krach. Auf die Demonstration insgesamt hatten sie keine Wirkung.