bookmark_borderDank Euch, Ihr Sowjetsoldaten!

Gerd Hommel
Dresden, 8.Mai 2015

Quelle: RFB e.V.

Dank Euch, Ihr Sowjetsoldaten!
Liebe Anwesende,
Bürger und Gäste unserer Stadt Dresden,

ich begrüße Sie an diesem Ort des Gedenkens anlässlich des historischen Ereignisses
70. Jahrestag des Kriegsendes durch die Befreiung der Völker Europas und unserer Stadt Dresden von der blutigen Herrschaft des deutschen Faschismus.

Ich bin Gerd Hommel und habe gemeinsam mit Herrn Dr. – Ing. Wolfgang Schälike für das Dresdner Friedensbündnis und das Deutsch-Russische Kulturinstitut diese Veranstaltung amtlich angemeldet.

Noch in den Morgenstunden des 8. Mai 1945 wurde der Humanist, Arzt und Antifaschist Prof. Dr. Fetscher auf der Prager Straße in Dresden erschossen, als er sich auf dem Weg zur sowjetischen Stadtkommandantur befand. Der Täter war Augenzeugen zufolge ein Heckenschütze der SS. Prof. Rainer Fetscher hatte eine kommunistische Dresdner Widerstandsgruppe hinter sich, von der schon in den letzten Kriegstagen an die Zukunft der Stadt, an ihre Wiedergeburt, gedacht wurde.

Sie haben sich heute hier eingefunden, um der für die Befreiung Dresdens gefallenen Soldaten der Roten Armee zu gedenken.
In unseren Dank und unser Gedenken schließen wir alle Befreier und Widerstandskämpfer und die Millionen Opfer der Sowjetvölker und Menschen in den okkupierten Ländern, politisch, rassisch, ethnisch, religiös Verfolgten ein.

In ungezählten Städten und Orten der Bundesrepublik werden heute gleichermaßen Menschen an Gräber und Denkmale treten. Mit Ihnen fühlen wir uns verbunden.

Ich begrüße insbesondere und das ist mir eine Ehre:

die Gäste aus unserer Partnerstadt Sankt Petersburg

Offiziere vom Verband russischer Kriegsveteranen aus Moskau
und ehemalige Angehörige der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland,

den diplomatischen Vertreter des Generalkonsulats Leipzig der Russischen Föderation,

die Vertreter der Landeshauptstadt Dresden unter der Leitung von Herrn Dr. Johannes Schulz, die im Auftrage des amtierenden Oberbürgermeisters, Herrn Dirk Hilbert, dem Gedenken beiwohnen,

die Stadträte der Linksfraktion der Landeshauptstadt Dresden, Tilo Kießling und Jens Matthis,

die russischsprachigen Migranten, die sich in Vereinen und Organisationen zusammengeschlossen haben und als Bürger der Stadt am gesellschaftlichen Leben teilhaben,

die Mitglieder der demokratischen Parteien und Organisationen, die in diesen für Frieden und Antifaschismus wirken.

Verehrte Anwesende,
am heutigen Tage wird in zahlreichen Städten und an vielen Orten der Bundesrepublik die Erklärung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten

„70 Jahre nach der Befreiung von Faschismus und Krieg: Für eine neue Entspannungspolitik, nein zur Vorbereitung auf den Krieg!“

Gegenstand des Nachdenkens sein

Ich zitiere aus der Erklärung:

„Deshalb verdanken wir als heute Lebende die Grundlagen eines Lebens in Frieden, Freiheit und Vielfalt den Siegern des 8. Mai. Die alliierten Streitkräfte, unter denen die Rote Armee mit Abstand die größte Last des Krieges in Europa zu tragen hatte, sind auch unsere Befreier.

Ihre Rolle und die des Widerstands in Deutschland und den von der Wehrmacht besetzten Ländern zu würdigen und die geschichtliche Wahrheit über Ursachen und Folgen des Faschismus zu bekräftigen, ist bis heute eine unerlässliche Pflicht.

Angesichts der deutschen Verantwortung für die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts muss die historische Konsequenz , dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf, verteidigt und an die nachfolgenden Generationen weitergegeben werden.

Trotz schwieriger politischer Konstellationen folgte dem Sieg über den Faschismus in Europa eine lange Friedensperiode. Der Drang der Völker, nach zwei mörderischen Kriegen dauerhaft friedliche Beziehungen aufzubauen und demokratische Verhältnisse zu errichten, trug Früchte.

Diese Periode endete mit dem Jugoslawien-Krieg, an dem sich auch Deutschland wieder beteiligte.
Dieser Wiedereintritt Deutschlands in die Reihe der kriegführenden Länder war ein eklatanter Bruch mit den Lehren der jüngeren Geschichte, heute sind deutsche Waffen – und oft auch deutsches Militär – wieder an den meisten Kriegen in der Welt beteiligt. Die Bereitschaft „deutsche Interessen“ (des Kapitals – d. R.) mit militärischen Mitteln durchzusetzen, wurde gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung erneut zur politischen Praxis der Regierenden.

Mit großer Sorge sehen wir, dass die gegenwärtige Krise um die Ukraine Europa an den Rand des Krieges treibt. An dieser gefährlichen Entwicklung tragen die deutsche Regierung, die EU und die NATO erhebliche Mitschuld. Entgegen den Festlegungen des Zwei-plus-Vier-Vertrages haben sich NATO und EU Schritt für Schritt an die heutigen Grenzen Russlands heran erweitert. Mit der Einbeziehung der Ukraine in EU und NATO – Strategien wurde eine explosive Situation geschaffen. Nicht als Vermittler, sondern als Konfliktpartei behandeln NATO und EU Russland heute als neuen alten Feind, dem sie mit Propaganda, Drohgebärden und Sanktionen gegenübertreten.

Wir fordern die sofortige Beendigung dieser gefährlichen Politik. Im 70. Jahr der Befreiung vom Faschismus steht die Bundesregierung in der historischen Verantwortung, eine neue Entspannungspolitik mit Russland auf den Weg zu bringen, in der die Sicherheitsinteressen aller Beteiligten Berücksichtigung finden.

An den 8. Mai 1945 zu erinnern heißt heute mehr denn je, den Frieden in Europa zu sichern. Eine starke Friedensbewegung muss Druck machen für Verständigung und Abrüstung statt Hetze und Rüstungsexport.

Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg!“

Dieser Erklärung füge ich die Forderung hinzu:

der Tag der Befreiung vom Faschismus soll in Sachsen und in der ganzen Bundesrepublik gesetzlicher Feiertag werden; entsprechend dem von der Linksfraktion 2010 im Sächsischen Landtag eingebrachten, aber von der schwarz-gelb-braunen Mehrheit niedergestimmten Gesetzesvorlage. Inzwischen stützt eine Meinungsumfrage des Forsa-Instituts die Forderung. Für 72 % der Bevölkerung ist der 8. Mai der Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus.

Was in Mecklenburg-Vorpommern, den Niederlanden, Tschechien, der Slowakei, Frankreich und anderen Staaten Staatsdoktrin verkörpert, soll in ganz Deutschland gelten!

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bookmark_borderIsrael-Tag 2015 in München

Am 6. Mai 2015 fand der Israel-Tag in München auf dem Odeonsplatz statt.

Eigentlich wollte ich gar nicht so lange bleiben, aber dort herrschte eine entspannte und freundliche Atmosphäre, dass ich kaum mitbekam, wie die Zeit verging. Nette Gespräche mit netten Menschen.

Das persönliche Highlight war für mich am Ende noch der Auftritt von Engerling, einer Bluesband, die 1973 in der DDR entstand.

Die folgenden Fotos geben einen kleinen Eindruck wieder.

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bookmark_borderPhishingversuch per Amazon

Da habe ich heute Morgen diese Mail bekommen:

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Hab mal geschaut, was sich hinter dem Link verbirgt:

Bildschirmfoto 2015-05-04 um 05.32.56

Sieht normal aus? Dann schaut mal in die Adressleiste auf dem Screenshot.

Und auf wen ist die Domain registriert?

Bildschirmfoto 2015-05-04 um 05.32.22

Es sollte auch ohne den Link in der Mail anzuklicken jedem klar sein, dass solche Mails nicht von Amazon kommen sondern Versuche sind, die Kundendaten abzugreifen. Also Vorsicht!

bookmark_border1. Mai 2015

Nach einer Nachtschicht bin ich gestern gleich nach München rein zur Demonstration zum 1. Mai. Start war vor dem Gewerkschaftshaus in der Schwanthaler Straße, es nahmen lt. Polizeiangaben 2800 Menschen teil.

Während man am Anfang des Demonstrationszuges die ganze Zeit nur die Trommelgruppe hörte, waren weiter hinten auch laute Parolen zu hören. Besonders deutlich stach dabei der kleine aber feine antikapitalistische Block von FAU und R.A.S.H. München hervor, in dessen Nähe, welch Zufall, auch immer ein Dutzend Polizistinnen und Polizisten mitliefen.

Ende der Demonstration war auf dem Marienplatz, dort gab es dann noch einige Reden.

Die Bilder sollen einen Eindruck der Demonstration vermitteln.

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bookmark_borderBagida, ja, die gibt es auch noch

In München läuft immer noch der Ableger von Pegida am Montag durch die Straßen. Eine Weile war Ruhe, aber gestern waren sie wieder da. Gezählt 130 Blögidaisten, die diesmal einen „Schweigemarsch“ veranstalteten, irgendwie in Trauer im Deutschland. Das hatte zumindest den Vorteil, dass man während ihres Spazierganges nichts von ihnen hörte.

Bei der Auftakt- und Schlusskundgebung wurde der übliche Unsinn geredet. Da wurde bedauert, dass man bald seine Religion nicht mehr ausleben kann, aber die Glocken doch so gerne hört. (Es ist zu bezweifeln, dass sich unter den Leuten viele Christen befinden.)

Diesmal gelang es durch eine Sitzblockade von 15-20 Antifaschisten die Demonstration für ca. 20 Minuten zu stoppen. Nachdem die Polizei die Blockade geräumt hat, wurden die Antifaschisten in Gewahrsam genommen. Die letzten wurden Nachts gegen Eins wieder entlassen.

Neben dem Front be Bagida lief einer der Nazis mit einer „Gegen Nazis“-Fahne. Das zeigt einmal mehr die Unsinnigkeit, die in deren Reihen herrscht. Auch am Ende lief direkt vor mehreren NPD-Mitgliedern und weiteren bekannten Nazis ein Mann mit Israel-Fahne.

Fotos gibt es diesmal hauptsächlich von den Schildern der Blögidaisten. Die Gesichter sind immer eh die selben.

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bookmark_borderAlles.Scheiße – Wahnsinn

wenn menschen die kraft haben,
ihre umgebung zu verlassen,
und den kampf dann auch noch tragen,
um die flucht endlich zu wagen

dann erwartet an dem ziel
ein haufen voller scheiße
die nichts davon verstehen,
fordern direkte rückreise

doch das land in dem wir leben
hat sich seit damals ja gewendet
was in rostock einst geschah
da waren täter ja verblendet

doch euer hass der sitzt so tief
gegen jeden der nicht gleich ist
und das bekommt er dann zu spüren
wenn sich das feuer durch das haus frisst

meine wut die stockt sich auf
beim schreiben dieser zeilen
was muss alles noch passieren
„ausländer solln nicht bleiben“

doch wenn sie sich dann nicht verpissen
dann räumt der mob halt auf
ob in berlin oder in schneeberg
da hält der deutsche drauf

der die geschichte niemals hörn will
der seinen wohlstand kritisiert
der den kampf ums überleben
ja niemals mehr kapiert

er hat kein bock auf all das fremde
was er hier nicht kennt
und all das fremde darf es spüren
wenn die nächste wohnung brennt

JA ICH HASSE DIESE MASSEN
DIE SICH NIE ALS TÄTER SEHEN
DIE ALL DIE ZUSTÄNDE ZULASSEN
SICH SELBST ALS OPFER NUR VERSTEHEN
ICH HAB KEIN BOCK MEHR AUF DIE LÜGEN
JA ICH HAB HASS AUF DIESES LAND
AUF DIE GESELLSCHAFT UND DEN ALLTAG
ALL DIESE LÜGEN MACHEN KRANK
WENN IHR DANN WIEDER NICHTS BEMERKT
VON DEN TATEN AUF DAS FREMDE
KÖNNT IHR EUCH WEITERHIN SO FÜHLN
ALS WÄREN DIE TÄTER NUR VERBLENDET
DOCH WENN IHR EUCH DANN WIEDER AUFREGT
ÜBERFREMDUNG UND DER GLEICHEN
KEINE TRÄNE RÜHRT
BEIM ANBLICK FREMDER LEICHEN
UND IN ZEHN JAHREN HEISST ES WIEDER
WAS PASSIERT IST IST PASSIERT
WIR HATTEN NICHTS DAMIT ZU TUN
WENN DER FREMDE SICH VERIRRT

DER GANZE WAHNSINN DER EKELT MICH AN
DER GANZE WAHNSINN DER EKELT MICH AN