bookmark_borderPegida Dresden? Die gibt es noch?

Ja, die gibt es noch. Und es ist widerlich wie eh und je. Ich habe sie mir heute in Dresden wieder angeschaut. Ich bin so maßlos wütend, zig hunderte „Besorgte Bürger“, absolut kein Gegenprotest. Dresden, Du Stück Scheiße, Du bist nicht mehr meine Stadt!

Ich habe mich bei den Fotos bewusst nur auf die Fahnen, Schilder und T-Shirts konzentriert. Schaut sie Euch an. Und wehe, mir sagt dann noch jemand, da wären keine Nazis dabei.

Von der Identitären Bewegung habe ich mindestens vier Fahnen und diverse T-Shirts gesehen. Das Schlimmste war allerdings das Shirt „Vize-Weltmeister 1945“. (Bei vier Siegermächten zeigt das wohl, dass da einer nicht zählen kann.) Ein weiteres T-Shirt, von dem ich aber kein Foto habe, trug die Aufschrift „NSU Motorräder“. Ich unterstelle dem Träger mal bewusst, dass er das nicht wegen der Motorräder angezogen hat.

Die Ironie ist, dass dort auch zwei Israel-Fahnen und eine Fahne gegen Nazis zu sehen war. Haha, was haben wir gelacht! 🙁

Bei den Rednern fand wieder die übliche Hetze statt. Lutz Bachmann wollte eigentlich gar nichts zu Heidenau sagen, weil das ja nichts mit Pegida zu tun hat. Ach? Aber dann hetzte er wieder wie gehabt gegen Asylbewerber, was die alles kosten, sind ja fast nur Wirtschaftsflüchtlinge und junge Männer… Ekelhaft. Der Rest war auch nicht besser.

Wie gesagt, schaut Euch die Fotos an…

bookmark_borderGespräche mit Pegida

Ich bin ja dafür, gar nicht persönlich mit Pegida zu reden. Was sie an Reden und auf den Schildern absondern sowie in den sozialen Netzwerken von sich geben, das reicht für mich schon, um sie nicht zu mögen. Aber manchmal kommt es halt doch anders, als man denkt.

Aber von vorne.

Am gestrigen Montag machte Pegida München (Ehemals Bagida) eine ihrer langweiligen „Informationsveranstaltungen“ in München in der Fußgängerzone zwischen Stachus und Marienplatz. Eingesperrt in Hamburger Gittern, standen sie da zwei bis drei Stunden und hofften, dass sich viele der Einkaufsbummler für sie interessieren. Das passierte dann allerdings weniger. Witzigerweise waren die meisten, die mit ihnen redeten, die Antifaschisten, die dagegen protestierten.

Bereits vor Beginn der Veranstaltung gab es Ärger, als ein Ordner einer jungen Frau von der antifaschistischen Seite erst ein Flugblatt geben wollte, und als diese danach griff, der Ordner sie erkannte und die Flugblätter wieder wegriss. Dabei gingen wohl auch ein paar der Blätter kaputt. Für den Ordner ein Grund, gleich zur Polizei zu rennen und diese nahm dann die junge Frau mit, um eine Anzeige wegen Sachbeschädigung aufzunehmen. Sie konnte kurz darauf wieder gehen, bekam Platzverweis und nun muss ein Staatsanwalt den Wert der auf so schreckliche Weise zerstörten Flugblätter ermitteln. Zum Glück hat die Bayrische Justiz nichts Anderes zu tun…

Zufälligerweise kam ich mit einen von Pegida ins Gespräch, der sich bis an das Gitter herantraute. Ich will ihm im Folgenden einfach mal Heinrich nennen, um seine Persönlichkeitsrechte zu wahren. Heinrich ist um die 30 Jahre alt und fast jedes Mal in der Vergangenheit bei Pegida München dabei gewesen, auch schon als Ordner. (Neuerdings ist Heinrich auf der Bagida-Seite bei Facebook gesperrt. Die Selbstzerfleischung unter denen schreitet voran.)

Ich fasse unser Gespräch hier kurz zusammen, eventuelle ironische Untertöne kommen selbstverständlich nur von mir. 😉

Heinrich hat Angst vor der Islamisierung. Man muss ja wissen, dass die Islamisierung in Deutschland auf dem unaufhaltbaren Vormarsch ist. Immerhin ist der Anteil der Muslime in Deutschland an der Gesamtbevölkerung in den letzten 70 Jahren von Nullkommairgendwas auf jetzt unglaubliche und sagenhafte 5% gestiegen! Da kann manch leichtem Geist schon Angst und Bange werden. Und irgendwann werden wir in Deutschland nur noch Muslime haben…

Im Übrigen findet Heinrich, dass Deutschland noch immer besetzt ist von den USA.

Henrich ist kein Nazi. Darauf hat er Wert gelegt. Hat mir auch das Transparent am Auto gezeigt, auf dem zu sehen ist, dass sie gegen Nazis sind. Auf meine Frage, warum sie dann immer wieder Nazis mitlaufen lassen, sogar welche, die sich öffentlich dazu bekennen, Nationalsozialisten zu sein (Und bei Facebook Hitler verehren und den Holocaust leugnen), meinte er, die müssen sie als opponierende Teilnehmer dulden.

Also meiner Meinung nach sieht eine deutliche Distanzierung ganz anders aus, aber das liegt vielleicht daran, dass die Geisteshaltung vieler Pegidateilnehmer eine andere ist, als Heinrich glaubt. Ich möchte mal die Antifa-Demo sehen, bei der opponierende Teilnehmer, also Nazis, geduldet werden…

Aber wie gesagt, Heinrich ist kein Nazi. Allerdings hat Heinrich vor einigen Jahren mal auf der Liste der NPD zu einer Wahl kandidiert. Wie das kam? Heinrich war damals Mitglied der Deutschen Partei und die wollten die NPD zur Wahl unterstützen. Und plötzlich war Heinrich auf der Liste der NPD. Sachen gibt es… Aber Heinrich findet die NPD gar nicht gut. Also jetzt weniger wegen der Nazis, denn das Problem ist, dass die NPD ja so viele Verfassungsschützer (V-Männer) in ihren Reihen hat, die wohl die Nazis spielen. Wenn die nicht wären, dann könnte man die NPD zu einer patriotischen Partei umbauen, und dann wäre sie auch irgendwie gut.

Zwischendurch versuchten sich andere Leute in unser Gespräch reinzuhängen. Sie fragten Heinrich, wer ich bin und da meinte er, ich bin ein bunter Faschist. Da wurde ich schon ein bisschen böse. Ich sagte ihm: „Heinrich, nun ist aber gut, wir haben uns bis jetzt freundlich unterhalten und ich habe Dich auch nicht beleidigt. Also mach Du das jetzt bitte auch nicht und nenne mich einen Faschisten. Sonst ist Schluss mit lustig und wir brauchen auch nicht weiter miteinander reden!“. Da hat Heinrich schon ein bisschen betroffen geschaut, man könnte denken, es tat ihm doch ein wenig leid.

Überhaupt, Heinrich ist ja, wie er betonte, kein Nazi. Heinrich ist Patriot. Dabei denkt er an Beethoven, Schiller, Goethe, Mozart… Mozart? War der nicht Österreicher? Aber Heinrich, ganz ausgefuchst, hat mich gefragt, welche Sprache Mozart gesprochen hat. Ja, Deutsch. Also ist er auch Deutscher oder zumindest Teil der deutschen Kultur. Meinen Hinweis auf Hitler, der ja auch nur das Beste für Deutschland wollte, wich er aus. Aber Schiller und so, ja, darauf kann man sich als deutscher Patriot berufen. Heinrich hat nämlich den Eindruck, dass die deutsche, und speziell die bayrische Kultur, nicht mehr gefördert werden. Darüber lernt man in den Schulen fast gar nichts mehr. (Ich habe ihm später empfohlen, wenn er deutsche und bayrische Kultur sehen will, dann soll er mal im Fernsehen die Dritten einschalten, da bekommt er genug davon.) Heinrich, als deutscher Patriot, möchte diese Kultur aber bewahren.

Leider hängte sich dann wieder eine „islamkritische“ Person derart in unser Gespräch rein, dass keine vernünftige Kommunikation mehr möglich war. Das letzte, was Heinrich mir noch erzählte, war, dass Deutsche beim Sozialamt weggeschickt werden und Asylanten alles bezahlt kriegen…

Und sonst so? Viel zu sehen gab es bei Pegida München nicht. Zwischendurch ist auch mal Michael Stürzenberger aufgetaucht, hat aber nur mit denen ein wenig geredet. Ein paar Nazis liefen auch mal draußen herum und eine Frau geisterte die ganze Zeit durch die Fußgängerzone mit einem Schild, auf dem stand „Das Grundgesetz ist illegitim. Prof. Dr. Carlo Schmidt“. Reichsdeppenblödsinn…

Ansonsten war das Ganze eher langweilig. Der übliche Verdächtige bei Pegida spritzte wieder mit Wasser und versuchte, Antifaschisten zu schlagen. Diesmal gab es aber nur eine Ermahnung durch die Polizei, mitgenommen wurde er nicht.

Den meisten Spaß hatten wohl die Antifaschisten. Da wurde Musik gemacht und sogar artistische Einlagen gab es. Vorbeilaufenden Passanten wurde auch gerne mal erklärt, worum es sich eigentlich bei Pegida handelt. Hilfsbereit wie immer.

bookmark_border#freepaul

Am 20. Juli 2015 wurden bei den Protesten gegen Pegida in München der Antifaschist Paul festgenommen. Paul war am Rande der Demonstration Wasser holen, es war ein warmer Tag, als er von der Polizei aufgehalten und durchsucht wurde. Dabei fand man in seinem Rucksack eine Kurzstielfahne, welche ihm als Verstoss gegen das Versammlunsgesetz ausgelegt wird. Seit dem sitzt Paul, der keinen festen Wohnsitz hat, in Untersuchungshaft.

Bereits am 24. Juli fand eine Kundgebung vor der JVA Stadelheimer Straße in München statt, mit anschließender Demonstration.

Über die Facebookseite „Freiheit für Paul“ wird über den Fortgang berichtet und zu Solidarität mit Paul aufgerufen. Diese Repressalien, die exemplarisch an Paul verübt werden, betreffen uns alle, die wir uns im antifaschistischen Kampf befinden. GETROFFEN HAT ES EINEN – GEMEINT SIND WIR ALLE!

Folgende Bilder sind Solidaritätsbekundungen aus verschiedenen Städten.
(Bilder von der Facebook-Seite)

Am 5. August fand im Amtsgericht München der Haftprüfungstermin statt. Zu diesem Anlass fand vor dem Gebäude in der Nymphenburger Straße eine Protestkundgebung statt. Das Entsetzen bei allen Teilnehmern war groß, als sie erfuhren, dass Paul bis zur Verhandlung Mitte September in Haft bleiben muss. Dort droht ihm dann bis zu einem Jahr Gefängnis. Wegen einer Fahne!

Sofort darauf bildete sich eine Spontankundgebung, die am Hauptbahnhof vorbei in Richtung Stachus lief, kurz davor aber von der völlig überforderten Polizei gestoppt wurde. Daraufhin löste sich die Demonstration auf, es kam zu einer Personalienfeststellungen eines Aktivisten, der im folgenden Gerangel aufgehalten wurde.

Am Samstag, den 8. August findet am 13. Uhr am Hauptbahnhof in München eine Solidemo für Paul statt.

bookmark_borderPro-Asyl- und Pegida-Kundgebung in München

Montags in München, wie immer viel los. Auf dem Max-Joseph-Platz fand die Veranstaltung „Platz da! Mia san ned nur mia! Keine Abschiebe-Lager! Seehofer, Scheuer, Söder und Herrmann – hört auf zu zündeln!“ statt, eingeladen hatte Bellevue di Monaco. Es fanden sich mehrere hundert Menschen ein um bei Musik und interessanten Redebeiträgen für eine Asylpolitik zu demonstrieren, die diesen Namen verdient.

Bellevue di Monaco schrieb in den Aufruf: „Angesichts der scharfen Töne der bayerischen Staatsregierung gegen geflüchtete Menschen, ihrer skandalösen Pläne, Abschiebe-Lager an den bayerischen Grenzen zu errichten, und der vermehrten Brandanschläge auf Asylunterkünfte ist es allerhöchste Zeit, ein deutliches Zeichen zu setzen: Hier sind Flüchtlinge willkommen! Wir fordern alle auf, die mit der bayerischen Asylpolitik nicht einverstanden sind, ihren Unmut lautstark auf die Straße zu tragen!“

Eine Stunde später begann am Isartor die leidliche montägliche Pegida-Versammlung. Zu Pegida kamen ca. 100 Menschen, um ihren Hass, Rassismus und ihre Vorurteile wieder zu verbreiten, dagegen protestierten ungefähr genauso viele weltoffene Menschen.

Demoanmelderin Birgit W. versteigerte sich zu der irrsinnigen Behauptung: „Man hört es ja in letzter Zeit immer öfter, dass die Nazis eigentlich links waren.“ Ja klar… Ihr Highlight war allerding: „Wir sind gekommen, um hier zu bleiben. Wir gehen jetzt los.“ Da war selbst bei der anwesenden Polizei die Belustigung groß.

Ansonsten gab es wieder mal die üblichen versuchten Behinderungen der Presse. Ordner Stefan W. kam zu den Fotografen und verlangte von ihnen, dass sie nicht mehr fotografieren, weil sich die Teilnehmer davon provoziert fühlen. Ironischerweise fotografierten gleichzeitig die Teilnehmer fleißig die Presse und Gegendemonstranten. Auch unterwegs wurde wieder mehrfach versucht, Fahnen vor die Objektive zu halten. Immerhin griff diesmal die anwesende Polizei ein.

Die Demonstration von Pegida wurde von lautem Protest begleitet. Zum Ende wurden leider noch zwei Gegendemonstranten unter unbekannten Gründen festgenommen, und ca. 1-2 Stunden später wieder aus der Polizeiwache Ettstraße entlassen.

bookmark_borderPegida in München mit Lutz Bachmann

Da hatte man sich einen ganz besonderen Coup ausgedacht, bei Pegida München: Man lud Lutz Bachmann aus Dresden, einen der Gründer von Pegida, als Redner ein. 500 Teilnehmer wurden erwartet, dafür auch der halbe Marienplatz abgesperrt, gekommen waren letztlich nicht mal halb so viele. Um 19:38 waren es genau 235 239, per Fotobeweis von oben gezählt. Dafür machten über 1300 Gegendemonstranten ihren Unmut Luft. Es herrschte ein regelrecht infernalischer Lärm gegen Pegida.

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Unter den Gegendemonstranten befand sich auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, was von Pegida mit der „Roten Karte“ quittiert wurde. Außerdem war sexy Dragqueen Milady Charleen Bla Bla da.

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An Reden gab es bei Pegida die übliche Hetze bis zu den üblichen Lügen („Ausländer bekommen doppelt soviel Hartz IV.“ Ach ja?) Natürlich auch von Lutz Bachmann, der irgendwann dann auch mal auftauchte. Aber der Gegenprotest war definitiv lauter. Ab und an flog auch mal ein kalkummanteltes Lebensmittel, aber das war es auch schon. Dafür meinte die Polizei, in eine Gruppe hinter Transparenten reingehen zu wollen, weil dort Straftaten geplant werden. Was allerdings nicht der Wahrheit entsprach.

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Die Pressevertreter mussten zwar geduldet werden, wurden aber in ihrer Arbeit wiederholt behindert. Bereits vor Beginn der Veranstaltung drohte ein Teilnehmer, wie üblich der selbe Rolf H., den man schon anderen Montagen kennt (und letzten Freitag von der Polizei mitgenommen wurde), einem Fotografen Prügel an „wenn er sich nicht verpisst“. Selbiger Prügelpegidianer schlug nach der Veranstaltung einem anderen Fotografen gegen die Kamera.

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Unter den Rednern befand sich auch wieder Stefan W., ehemals Pro Bayern. Außerdem nahmen wieder Peter M. teil, der sich selbst Nazi nennt und bei Facebook den Holocaust leugnet, sowie der Nazimultifunktionär Roland W. Das zum Thema „Keine Nazis bei Pegida“. Natürlich waren wieder Nazis anwesend.

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Am Ende verflüchtigte sich Bachmann mit seinen Bodygards und 20 Polizisten Geleitschutz zu seinem Auto in der Marienstraße und führte sich dabei auf wie Willi Wichtig, mit Sonnenbrille und Basecap.

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Es gab am Rande auch wieder einige Festnahmen von Gegendemonstranten. Einer wurde regelrecht über das Gitter gezehrt, wegen angeblichem Widerstand gegen die Staatsgewalt. Desweiteren wurden drei Punks abgeführt, die einfach mal den blanken Hintern zeigten. Auch im Nachhinein gab es bei der Abreise der Gegendemonstranten Polizeikontrollen und Anzeigen wegen angeblicher Vermummung.

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Fazit des Tages: Pegida schafft es einfach nicht. Außerdem fielen ihre Schilder paar mal um, was Begeisterungsstürme auslöste. Und das ist alles auch gut so! 🙂

Noch ein Beitrag aus München, mit schönem Video bei 24mmjournalism.

bookmark_borderPegida in München, 29. Juni 2015, Naziangriffe gegen Antifaschisten

Wie jeden leidigen Montag lief auch am 29. Juni 2015 wieder der kümmerliche Rest von Pegida München (Ehemals Bagida) auf. Als „Stargast“ war diesmal der so genannte „Ed aus Utrecht – der Pegida-Holländer“, ein bekannter Hetzredner aus Dresden, geladen.

Bereits zu Beginn der Auftaktkundgebung auf dem Stiglmaierplatz wurden Pressefotografen, die Pegida nicht genehm waren, massiv bedrängt und mit Wasser aus Bechern bespritzt, was auch zu Störungen an den Kameras führte. Auch vor massiven körperliches Bedrängen wurde dabei nicht zurückgeschreckt. Diese Angriffe gegen die Presse wurden von der Polizei verharmlost oder ganz ignoriert. Erst auf Drängen der Betroffenen wurde etwas unternommen. Einem Fotografen wollte die Polizei vorschreiben, dass er ein Teleobjektiv nicht benutzen darf. Später wurde anderen Fotografen von anderen Polizisten erklärt, sie dürfen nicht so nahe ran und sie können ja von weiter weg mit dem Tele fotografieren. Wie man es macht, macht man es falsch… Gleichzeitig wurden Fotografen aber permanent von Pegida fotografiert und gefilmt.

In den Reden, natürlich auch in der von dem „Holländer“ wurde die übliche Hetze gegen Moslems und Asylbewerber betrieben. Alles nur junge Männer, Wirtschaftsflüchtlinge, usw.. Man kennt es ja. Und die fast alles nur Moslems. Oftmals haben die Reden gar nichts mehr mit einer angeblichen Islamisierung zu tun, sondern es ist die typische plumpe nationalistische Hetze gegen Flüchtlinge und Nicht-Deutsche, wie man sie von Rechtspopulisten und Nazis kennt.

Apropos Nazis, in der Vergangenheit hatten einzelne Teilnehmer kein Problem damit, zu behaupten, dass eine Gruppe bekannter Schlägernazis aus München und Umgebung da wären, um die Demonstration vor den Linken zu schützen. Im Gespräch mit einigen Personen stellte sich auch heraus, dass die Tatsache, dass da bekannte Nazis mitlaufen, völlig ignoriert oder verleumdet wird, während Personen des lauten Gegenprotest in einiger Entfernung als Extremisten und Linksfaschisten bezeichnet werden. Auch am 29. Juni waren wieder bekannte Nazikader in der Demonstration dabei. Trotzdem sind sich die Pegidaleute nicht zu blöd, mit einer Fahne „Gegen Nazis“ oder eine Israel-Fahne mitzulaufen.

Die Demonstration von Pegida mit ca. 110 Teilnehmern drehte wieder eine kleine Runde durch München, begleitet von lautem Protest. Die Seitenstraßen waren alle durch Hamburger Gitter abgesperrt, es kam als niemand an den Demozug direkt heran. Die Polizei gab sich auch redlich Mühe, Transparente gegen Pegida zu verstellen. Antifaschistinnen und Antifaschisten riefen trotzdem von den Absperrungen aus laut Parolen und Pegida pfiffen aus. Bewundernswert ist dabei die Sportlichkeit, müssen diese doch jedes Mal für ihren Protest um Häuserblocks herumlaufen.

Die Pegidademonstration endete wieder am Stiglmaierplatz, es wurden noch ein paar Hetzreden geschwungen und nicht nicht genehme Presse weiterhin massiv bedrängt.

Inzwischen wurden einzelne Antifaschistinnen und Antifaschisten schon von der Polizei in die U-Bahnhöfe gedrängt und mündliche Platzverweise ausgesprochen. Zwei Frauen mussten so notgedrungen zum Hauptbahnhof fahren und liefen dort einer bekannten Gruppe Nazis fast in die Arme. Die Nazis verfolgten diese dann. Inzwischen kamen noch mehr Antifaschistinnen und Antifaschisten zum Bahnhof und wurden von den Nazis angegriffen. Dabei kam es zu mehreren Verletzungen, so das sogar ein Krankenwagen kommen musste. Bei den Nazis handelte es sich um eine Gruppe, die bereits in der Vergangenheit mehrfach an den Pegidademos teilgenommen hatte bzw. in deren Umfeld aktiv wurde und Gegnerinnen und Gegner von Pegida auch körperlich angriffen. Obwohl die Polizei mehrfach auf die Gruppe Nazis hingewiesen wurde, hielten sie es offensichtlich nicht für nötig, diese mal festzusetzen. Für die Polizei war es aber wichtiger, die dagegen protestierenden Antifaschistinnen und Antifaschisten vor Ort zu kriminalisieren, einzukesseln und deren persönliche Daten aufzunehmen.

(Persönliche Anmerkung: Wenn ich über die fremdenfeindlichen Demonstrationen von Pegida in Wort und Bild berichten will, dann muss ich selbstverständlich nahe ran an das Geschehen. Dass das bei Pegida als Provokation der „Lügenpresse“ aufgefasst wird, ist deren Problem. Die Polizei hat dann aber nicht vorzuschreiben, wie journalistische Arbeit betrieben werden darf.)

Die Bilder

Ordner mit Frei.Wild-Shirt

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Verstehen sich gut: Mulinazifunktionär R. W. und „Ja, ich bin Nazi“ P. M..
Keine Nazis bei Pegida? Doch!

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In Wien ist Blau das, was in Deutschland Braun ist.

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Angriffe gegen Pressefotografen. Ordner von Pegida finden das saukomisch.

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Die übliche Hetze gegen Flüchtlinge

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Die übliche Hetze gegen Flüchtlinge

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Ed aus Utrecht bei seiner Hetze.

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Kümmerlicher Haufen

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Für Israel, mit Nazis?

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Hetze, wo immer es geht.

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Polizei verstellt Banner der Antifaschistinnen und Antifaschisten

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Pegida wälzt sich durch abgesperrte Straßen

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Bekannter Blödsinn.
Warum heut der Nazi eigentlich immer, dass er als Nazi bezeichnet wird, wenn er sich benimmt wie ein Nazi?

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Krankenwagen und Polizeikessel am Hauptbahnhof

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bookmark_borderPegida in Dresden

Ich habe mir PEGIDA heute mal an seinem Ursprungsort angeschaut, in Dresden. Es waren ca. 900 Idioten versammelt, wobei der Altersdurchschnitt über 40 liegen dürfte und alles vom Nazi bis zum Spießbürger vertreten war. Ein widerlicher Auflauf. In den Reden gab es die übliche Hetze gegen Migranten und Asylbewerber. Der „Spaziergang“ selber war auch nicht groß, er ging vom Schlossplatz über die Albertbrücke zum goldenen Reiter und über die Carolabrücke und unterhalb der Brühlischen Terrasse wieder zurück. Widerstand gegen Pegida gab es aus unserer Sicht keinen. Gar keinen. Was ziemlich traurig ist für Dresden, dass man die so anstandslos ziehen lässt.

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bookmark_borderBAGIDA heißt jetzt PEGIDA MÜNCHEN,
ist aber der selber braune Scheiß drinne

BAGIDA heißt jetzt „PEGIDA München“. Und als solche lief am Montag Abend mal wieder der harte rechtsradikale Kern durch München. Michael Stürzenberger und seine Ester hat man vor einigen Wochen „kalt weggeputscht“, damit waren auch die letzten Israelfans mit entsprechender Fahne nicht mehr dabei. (Nicht das die in ihrer Hetze besser gewesen wären.) Trotzdem war sich einer der Teilnehmer nicht zu blöde, die ganze Zeit mit einer Fahne „Gegen Nazis“ mitzulaufen, und auf dem Rücken die Deutschland-Fahne. Gegen Nazis? Also gegen sich selber, oder wie?

Aber von Anfang an. Um 19 Uhr begannen die Pegidioten wieder am Stiglmaierplatz ihre Kundgebung. In den unlustigen Reden wurde die übliche Hetze verbreitet. „Südländer“ sollen nicht nach Deutschland, außer Italiener, die sind keine „Südländer“, Türken aber schon. Und die „Asylanten“ würden 2600 Euro Begrüßungsgeld bekommen. Das ist zwar völlig unwahr, aber der gemeine Pegidiot glaubt es ja. Genauso wie sie weiterhin glauben, dass die Antifa Geld für ihren Gegenproteste bekommt. Man fragt sich langsam, ob denen das nicht selber peinlich ist?

Die anschließende Demonstration wurde wieder als Schweigemarsch deklariert. Für den Gegenprotest um so besser, war er doch lauter zu hören. Schon während der Auftaktkundgebung, aber auch während der Demonstration wurden einzelne Journalisten immer wieder von bekannten Teilnehmern behindert, in dem versucht wurde, eine Deutschlandfahne genau vor die Kamera zu halten.

Nach einem Teil der Route stieß auch der harte Kern der Münchner Naziszene um Schatt & Co. dazu, mit einem selbstgemalten Papierstreifen, auf dem „ANTI ANTIFA!“ stand.

Insgesamt waren in der Demonstration ca. 130 Personen. Ungefähr genauso viele Antifaschisten protestierten dagegen. Die Route ging wieder am Stachus vorbei und zurück zum Ausgangspunkt. Dort versuchten die Nazis einen Ausbruchversuch, der aber durch die Polizei verhindert wurde, diese begleitete die Nazis dann in die U-Bahn.

Die Abschlusskundgebung selber ging mit dem üblichen wirren Reden daher. Langweilig, langweilig, langweilig… Aber jede Menge dumme Hetze und Lügen. Wenn sich die Herrenrasse mit ihren 50-70 hässlichen Deutschen hinstellt und brüllt „Wir sind das Volk“, kann man nur noch müde lächeln. Ja ja, ein Haufen Idioten seid ihr.

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bookmark_borderPegida-Anhänger drohen in der Frauenkirche Dresden mit Mord

Das Pegidaanhäger nicht zimperlich sind, wenn es darum geht, ihren politischen Gegnern mit Mord zu drohen, ist ja nichts neues. Normalerweise findet das anonym (glauben sie) bei Facebook statt, da wird das Maul gerne weit aufgerissen.

Diese Aktion ist allerdings ein Eskalationsstufe, wie ich ihn so wirklich nicht erwartet hatte. Ich hoffe, das hat ein Nachspiel.

Quelle und Bericht bei der Dresdner Morgenpost.

bookmark_borderMünchen und wieder mal BAGIDA

In München lief Montag Abend, nach einer Woche Pause, wieder BAGIDA, der bayrische Ableger von PEGIDA, auf. Die Teilnehmerzahlen waren weiterhin fallend, inzwischen nur noch circa 250 Teilnehmer. Leider muss man erwähnen, dass es auch weniger Gegendemonstranten waren.

Inzwischen handelt es sich bei BAGIDA wohl nur noch um einen relativ harten Kern um ihren Guru Michael Stürzenberger von der islamophoben Kleinstpartei „Die Freiheit“. Stürzenberger war sich nicht einmal zu blöde, mit den anderen im Chor „Nazis raus“ zu rufen. Hierbei zeigte sich wieder eine deutliche kognitive Dissonanz seinerseits, denn auch wenn er behautet, bei BAGIDA würden Nazis nicht geduldet, so wurden wieder mehrere bekannte NPD-Funktionäre gesichtet.

Die Auftaktkundgebung fand diesmal wieder auf dem Sendlinger-Tor-Platz statt, der kurze Spaziergang führte unter lautstarker Begleitung von der anderen Straßenseite zum Stachus, und dort gab es eine Abschlusskundgebung. Dabei wurde einiges wirres Zeug geredet, bei einer Rednerin, die bereits mehrmals bei BAGIDA sprach, halfen nur noch Kopfhörer und Slayer auf voller Lautstärke, so schrill kreischte sie. Aber was ein aufrechter deutscher Bagidaist ist, der ist hart im Nehmen. Am Ende wurde noch mit Taschenlampen und Handyleuchten gegen die Islamisierung des Abendlandes gefunzelt und versucht die deutsche Nationalhymne zu singen.

Im Nachhinein kam es leider noch zu kurzzeitigen Festnahmen und Anzeigen durch die Polizei gegen Gegendemonstranten wegen angeblicher Beleidigung.

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