Nein.
Autor: Josef A. Preiselbauer
bookmark_borderWie die Nazis von „Zeckenfrei“ lügen und betrügen
Es gibt da dieses Blog, nennt sich „Zeckenfrei“, dort wird gegen Antifaschist_innen gehetzt und teilweise werden Namen mit Adressen veröffentlicht. Inhaltlich sehr, sehr dumm, man merkt, dass die Macher dahinter nicht die hellsten Kerzen auf dem Baum sind.
Gestern hielten sie sich für ganz schlau und stießen eine Umfrage an, was deren Leser, soweit sie lesen können, den von der Antifa halten. Nachdem dies bei Twitter bekannt wurde…
Auf dem Hetzblog "Zeckenfrei" einfach mal für die #Antifa stimmen. https://t.co/cFR9VWaJki
— Josef ✡ Preiselbauer (@Preiselbauer) 8. April 2016
…sah das Ergebnis entsprechend aus.

Das war jetzt für die armen Nazis natürlich eher doof. Aber der Nazi denkt natürlich, aller anderen sind doof und schreibt einfach nachträglich die Umfrage um, so dass das Ergebnis ganz anders aussah.
So wurde aus „Lieber die Antifa als die Rechten“ kurzerhand heute ein „Lieber die Rechten wie die Antifa“ gemacht, das Ergebnis also durch Fälschung der Frage umgedreht.
Wie schwach… Glauben die Deppen wirklich, wir würden das nicht merken? Ich weiß, ihre Zielgruppe ist so doof, die glauben jetzt, dass sie gewonnen haben, das haben sie ja 1945 auch geglaubt. Aber Nazis sind halt nicht nur zu doof zum scheißen, die sind auch zu doof zum fälschen und lassen sich dabei erwischen.
Übrigens, in den Kommentaren habe ich im Original „I ♥ Antifa“ geschrieben, das wurde nachträglich einfach geändert. Bei meinem zweiten Kommentar wurde sogar der komplette Inhalt ausgetauscht.
bookmark_borderBayern, Deine braunen Biere
Es ist jetzt schon eine der größten Geschmacksverirrungen des Jahres, das bayrische Bier „Grenzzaun Halbe“ der Brauerei Röhrlbräu.
Siehe auch:
- Bier-Boykott an der Uni
- Die „Grenzzaun Halbe“ sorgt für Zündstoff – „Wir sind doch keine Rechtsradikalen!“
- Niederbayerische Brauerei verkauft „Grenzzaun Halbe“
- Wie viel Rechts passt auf eine Flasche? Aufregung um Bayerns braunstes Bier
Dass das Bier an diversen Standorten für 88 Cent verkauft wird (88=“Heil Hitler“), ist da sicherlich kein Zufall. Auf der Webseite der Brauerei begründet man dieses Gesöff mit „…wertvollen Traditionen, aber auch einem trockenen Humor…“. Aber gerade in Zeiten der so genannten Flüchlingskrise, bei dem offen darüber diskutiert wird, Europa bzw. Deutschland mit einem Grenzzaun zu umgeben (Niemand hat die Absicht…), ist das mindestens eine klare Provokation, wenn nicht eine bewusste Anbiederung bei der rechten bayrischen Klientel.
So schreibt auch die rund um den Landkreis Freising besonders in rechten lokalpatriotischen Kreisen beliebte Amateurnachrichtenseite moosburgTV von einer angeblichen Solidaritätskampange unter dem Motto „Solidarität statt Stasi“. Man „will man sich dem linksextremen Meinungsterror nicht mehr beugen und ruft dazu auf, beim nächsten Einkauf besonders auf Produkte des Röhrlbräus zurückzugreifen.“
MoosburgTV dazu weiter (Alle Rechtschreibfeler so im Original!):
„Nach der Kampagne erlebt die Brauerei aber vor allem eins: Eine Solidaritätswelle. Echte Bayern und Biergenießer wollen die Gesinnungsschnüffelei im Geiste der Stasi nicht mehr hinnehmen. Der Beste Weg diese Gutmenschen, die in diesem Fall besser Schlechtmenschen genannt würden, sei es einfach wenn jeder einen Kasten Bier kaufen würde. Röhrlbräu soll zur Kultmarke werden.“
Ist klar, wer es glaubt… Irgendwie kommt einem da doch der Begriff „Lügenpresse“ in den Sinn…
bookmark_borderDas Problem in Sachsen ist größer als Pegida.
Liebe Menschen,
hier eine Veröffentlichung einer gestrigen Rede. Es wäre schön, wenn sie die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient.
,,Das Problem in Sachsen ist größer als Pegida.
Pegida, die AfD und der rassistische Mob von Clausnitz, Freital, Heidenau und Bautzen, sie alle sind nicht das Kernproblem, gegen das wir Montag für Montag protestieren. Sie sind Symptome eines Komplexes namens Sachsensumpf.
Zu den Geschehnissen von Clausnitz, wo rassitstische Anwohner ankommende Refugees blockierten und Polizisten Kinder, Frauen und Männer brutal und gewalttätig aus einem Bus zerrten oder auch Bautzen, wo ein johlender Mob eine brennende Unterkunft beklatschte, hat der CDU-Fraktionsvorsitzende Frank Kupfer folgendes zu sagen:
>> Die Vokabel [antirassistischer Protest] lässt mich erschaudern. […] Wir sind hier eine Gemeinschaft in Sachsen […] und jetzt kommen fremde Menschen und die gilt es hier zu integrieren und da gilt es für uns zu erst, dass wir uns stark und selbstbewusst zeigen.
Wir brauchen Anpassung von denen, die herkommen, nicht von denen die hier sind. Das ist nicht meine Politik.
Die Polizei hat auch in Clausnitz einen guten Job gemacht und wenn es da Flüchtlinge gibt, die sich nicht schützen lassen wollen dann muss man eben auch etwas härter zugreifen.<<
Diese Einstellung offenbart nicht nur, das in Sachsen Kultur-Rassismus weit bis in die Regierung hinein reicht, sie zeigt auch, was das Problem mit sächsischer Überheblichkeit ist und sie zeigt vorallem, warum es eben keinen ,guten‘ Patriotismus gibt.
Denn am Ende ist Patriotismus nichts anderes als ein Abgrenzungsbegriff. Herr Kupfer will hier Menschen miteinander einen, die nichts verbindet als ihr Wohnort und ihre Nationalität.
Was genau verbindet mich mit brutalen Cops in Clausnitz, was ist die Gemeinsamkeit, die mir Herrn Kupfer und seine CDU näher bringt als die Menschen, die er als ,Fremde‘ tituliert?
Ich lasse mich nicht auseinander dividieren mit meinen Freunden, die in Erstaufnahmeeinrichtungen unter Residenzpflicht wie Gefangene hausen. Ich lasse mich nicht entzweien mit den Menschen, die mir ans Herz gewachsen sind.“
Eure GEPIDAs
Quelle: Gepida bei Facebook
bookmark_borderLiebesbriefe aus Unterhaching
bookmark_borderNur ein Foto aus meiner Wohnung
bookmark_borderSachsen. Immer wieder Sachsen.
Ich bin so wütend! Ich habe sogar einen Blogartikel geschrieben!
Wie man vielleicht erkennt, ist mein Galgenhumor noch nicht verloren gegangen, obwohl er die letzten Tage wieder mal auf eine besonders harte Prüfung gestellt wurde. Was sich da in Clausnitz abgespielt hat, das hat mich fassungslos, wütend und traurig hinterlassen. Dieser grölende Mob, der da im leiernden sächsischen Dialekt rief „Raus hier, geht nach heeme!“, das war schon hart. Und dann die Pressekonferenz am nächsten Tag, wo mit der Begründung, es wurden beleidigende Gesten von den Flüchtlingen im Bus gemacht, Kinder im Würgegriff herausgezerrt wurden. Da wurde von notwendigen und verhältnismäßigen Zwang gegen Kinder gesprochen und Anzeigen gegen die Flüchtlinge geprüft. Sächsische Verhältnisse, alles so kalt.
Freital…
Clausnitz…
Warum grad immer wieder sächsische Orte, die solche Aufmerksamkeit erreichen?
Nicht das wir uns falsch verstehen, Angriffe gegen Flüchtlinge und Unterkünfte (ca. 1000 im letzten Jahr) haben überall in Deutschland stattgefunden. Aber auch in einer Übersicht sieht man eine Häufung in Sachsen.
Pegida, den größten Zustrom gibt es in Dresden.
„Wir sind Deutschland“, eine Art Pegida light, auch in Sachsen.
Es ist immer wieder Sachsen, dass besonders auffällt. Es bewegt mich insofern besonders, dass ich selber Sachse bin. Dort liegt meine Heimat, das kriegt man auch nicht raus. Es gibt viele Menschen in Sachsen, die sich gegen die Unmenschlichtkeit stellen. Gegen Pegida gibt es wieder Widerstand, in Clausnitz gab es Abends noch eine kleine Demonstration mit 100 Teilnehmer_innen. Trotzdem ist Sachsen inzwischen ein Synonym für rechte Hetze und Angriffe. Es ist ja auch nicht so, dass das besonders herausgepickt wird, weil der Rest Deutschlands etwas gegen die Sachsen hat. Was inzwischen nicht verwunderlich wäre. Es sind einfach immer wieder die sächsischen Verhältnisse.
Aber warum? Kann mir das verdammt noch mal irgendjemand mal rational erklären?
bookmark_borderClausnitz
Es gibt im Zusammenhang mit den Flüchtlingen und den Besorgten Bürgern Nazis viel Schlimmes zu sehen. Aber dieses Video aus Clausnitz ragt da noch mal heraus. Ein hässlicher skandierender Mob und Polizisten, die Flüchtlingskinder würgen…
Link direkt zu Facebook: https://www.facebook.com/100009068240704/videos/1559083464403913/
Das macht mich so unfassbar traurig und wütend, das kann ich nicht weiter in Worte fassen. 🙁
bookmark_borderRechtsextreme Pegida in München
Immer wenn man denkt, schlimmer kann es nicht werden, dann setzt Pegida München / Bayern noch einen drauf. Inzwischen ist es zu einer richtigen Naziveranstaltung verkommen.
Aber von Anfang an.
Letzte Woche schafften es Antifaschist_innen, auf die Feldherrenhalle zu kommen und dort Transparente gegen Nazis zu zeigen. Diesmal war der Bereich vor der Feldherrenhalle komplett mit Gittern abgesperrt, obwohl die Pegida-Versammlung 300 Meter entfernt stattfand. Überhaupt war der ganze Bereich über den Odeonsplatz derart durch Hamburger Gitter versperrt, dass man viele normale Menschen sah, die den Kopf schüttelten und die Pegidaianer auch nicht wussten, wo sie reindürfen. Der Gegenprotest wurde auf hundert Meter Abstand gehalten, selbst wir Journalisten musste lange mit dem zuständigen Pressepolizisten diskutieren, bis wir an die Pegida-Versammlung rankamen. Angeblich würden die sich provoziert fühlen. Und wir könnten die Arbeit der Polizei stören. Natürlich ist es weder unsere Absicht, die Polizei zu behindern, noch Pegida zu provozieren. Aber das ist halt München…
Das erste Highlight war, dass Pegida 10.000 Euro Belohnung für den Abgeordneten auslobt, der „gegen die Noch-Bundeskanzlerin ein Misstrauensvotum beantragt, das zur Amtsenthebung und der Überstellung an die Justiz führt.“ Ganz dünnes Eis, Pegida! Ganz dünn! Abgeordnetenbestechung ist eine Straftat.
@Preiselbauer @CatInChief Die Abgeordnetenbestechung ist in Deutschland eine Straftat, die sich gegen die Wahlen und Abstimmungen richtet.
— Memet Kilic (@Memet_Kilic) 15. Februar 2016
Kurz darauf wurde es chaotisch. Aus Richtung Ludwigstraße kam eine Truppe bekannter militanter Neonazis aus München heran, mit einem großen Transparent, auf dem stand: „WIR SIND DAS VOLK“. Sie stürmten geradezu auf die Gegendemonstranten auf der anderen Seite des Gitters zu. Nach einem kurzen Gerangel waren sie dann auf der Pegidaseite, dort posten sie mit ihren Transparent, und wie sich herausstellten, waren auch mehrere Nazis der rechtsextremen Identitären Bewegung da, die ebenfalls zwei Transparente enthüllten. Diese wurde von Birgit Weißmann, einer der führenden Köpfe von Pegida München / Bayern freudig begrüßt. Nazis sind also bei Pegida herzlich willkommen.
Insgesamt 8 #Neonazis aus dem Umfeld "Der III. Weg" werden freundliche von den #Pegida #München Organisatoren begrüßt
— Reflektierter Bengel (@R_Bengel) 15. Februar 2016
Als die Demonstration mit ca. 150-200 Teilnehmern losging, wälzte sich ein lauter skandierender Haufen durch München, mit Parolen wie „Frei, sozial, und national“, einer typischen Naziparole. Des Weiteren „Es gibt kein Recht auf Volksverrat“, „Freiheit, Werte, Endstation, Multikulti Endstation“ und ähnliches. Die gesamte Strecke war gesperrt, Versuche von Antifaschist_innen, auf die Strecke zu kommen, wurde alle vereitelt.
Die Abschlusskundgebung am selben Ort wie vorher war geprägt von einer langweiligen Rede. Schließlich kündigte der Veranstalter noch volle Freude einen Redner der rechtsextremen Identitären Bewegung an, der ein paar Minuten sprach und am Ende wurde die deutsche Nationalhymne gesungen.
Wer hier noch glaubt, bei Pegida wären keine Nazis, der muss in München vollkommen blind sein. Im Gegenteil, insbesondere während der Demonstration prägten die Nazis mit ihren Sprechchören das Bild. Aber auch die anderen Beiträge bei Pegida waren wie üblich von Lügen gespickt und voller Hetze gegen Flüchtlinge.
Nach dem Pegida fertig war, gab es durch Pegidagegner_innen eine prokurdische antifaschistische Spontandemonstration zum Hauptbahnhof, bei der am Ende den gefallenen und ermordeten Kurd_innen gedacht wurde.
bookmark_borderDemonstration gegen die Münchner NATO-Sicherheitskonferenz
In München fand dieses Wochenende wieder die NATO Sicherheitskonferenz (Siko) statt, zu der sich Waffenhersteller, Politiker und andere treffen, um darüber in informellen Gesprächen zu beraten, wie sie noch mehr Frieden Krieg schaffen können. Selbstverständlich gab es auch wieder, wie jedes Jahr, Gegenproteste.
Bereits am Mittwoch gab es eine kleinere Demonstration vom Stachus zum Bayrischen Hof, dem Hotel, in dem die Konferenz stattfindet.
Am Samstag versammelten sich mehrere tausend Teilnehmer auf dem Stachus zur Auftaktkundgebung. Thema war dieses Jahr Gegen die NATO-Kriege, Refugees welcome. Die Demonstration verlief dann über den Odeonsplatz zum Marienplatz, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Insgesamt nahmen über 4000 Menschen teil, auch von außerhalb Münchens, darunter auch viele Kurdinnen und Kurden.
Der Tag verlief mehrheitlich friedlich, neben der Feldherrenhalle kam es jedoch zu einem rabiaten Vorgehen der Polizei gegen den internationalistischen Block, als dort eine Rauchfackel gezündet wurde. Die Polizei versuchte mehrfach in die Demo reinzudrängen. Es wurden mehrere Jugendliche festgenommen.
Außerdem tauchten einige rechte wahnwichtelnde Endgamespinner um Kathrin Oertel (Ehemals Pegida-Frontfrau) auf. Anfangs wurden sie von einem antifaschistischen Block aus der Kundgebung auf dem Stachus rausgedrängt, die Polizei musste die dann die ganze Zeit bewachen. Während der Demo liefen sie hinterher und am Ende, am Marienplatz, standen sie auch die ganze Zeit deppert abseits unter Polizeischutz.
Zu einem Zwischenfall auf dem Marienplatz kam es, als zwei ältere Frauen ein antisemitisches fremdenfeindlches Transparent mit der Aufschrift „Zionist Puppet Regime Soros Rapefugee NGO“ hielten. Nach dem lauten und massiven Protest durch einige Umstehende mussten sie es letztlich wieder einpacken. Ansonsten hielten sich die von der Demo gegen die Siko gewöhnten antisemitischen Schilder zurück, sogar der berühmte Münchner Krake war diesmal nicht zu sehen.






































































































