Und noch mal ein paar Herbstfotos, diesmal alle mit dem iPhone 6S fotografiert. Ich habe bei allen in Lightroom die Sättigung erhöht, da ich das bei der ersten Fotoserie auch getan habe.
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bookmark_borderHerbst
Kleiner Herbstspaziergang
bookmark_borderNix da mit feiern!
bookmark_borderIch seh den Sternenhimmel…
Aufgenommen am 2. Oktober 2015, 5:08 Uhr, Blick Richtung Süden, leicht Südwest.
Schön zu sehen, in der Mitte das Wintersternbild Orion. Und links unten davon der Sirius, der hellste Stern am Himmel (Die Sonne mal ausgeschlossen). Am oberen Rand blendet der Mond.
Einfach mal auf das Bild drauf klicken, dann habt ihr es in voller Auflösung.
Belichtungszeit: 2,0 Sek.
Blende: f/3.5
ISO: 2000
In Lightroom entrauscht und nachgeregelt.
Ein weiteren schönen Blick hat man derzeit morgens in Richtung Osten. Venus, Mars und Jupiter fast in einer Reihe. Zwischen Venus und Mars macht Regulus den Bogen perfekt. Am unteren Rand sieht man eine Hausecke.
Wer die Planeten nicht erkennt, hier mal ein Screenshot aus dem Programm Stellarium.
bookmark_borderBlutmond
Es war das astronomische Highlight des Herbstes, die so genannte „Superblutmondfinsternis“ (Spiegel Online). Es tut mir ja ein bisschen leid um die Leute, die versuchten das Ereignis mit Smartphone zu fotografieren. Aber trotzdem schön, dass sich so viele dafür begeistern.
Hier erst mal meine vier gelungenen Fotos:
Das erste Foto des Vollmondes war noch recht leicht, einfach mit 300mm-Tele aus der Hand fotografiert.
Die technischen Daten des ersten Fotos:
Brennweite: 300mm
Belichtungszeit: 1/640s
Blende: f/8,0
ISO: 200
Danach ging ohne Stativ nichts mehr.
Die technischen Daten des letzten Fotos, der Blutmondes:
Brennweite: 300mm
Belichtungszeit: 1 Sekunde
Blende: f/5,6
ISO: 1600
Mit Lightroom konnte ich aus den RAW-Dateien noch bisschen mehr rausholen, vor allem auf dem dritten Foto, die dunklen Bereiche etwas aufhellen.
Das war es dann. Für mehr Fotos hat es leider nicht gereicht, da die Wolkendecke doch ziemlich dicht war. 🙂
Ach ja, der Weltuntergang ist offensichtlich auch mal wieder ausgefallen.
bookmark_borderWenn sich ein Michael Stürzenberger mal wieder blamiert…
Quelle: demowatch bei Facebook
Unser beliebtester Kämpfer gegen den Islamismus, der Deutschland unaufhörlich überrollt (Ironie!), ist Michael Stürzenberger, der aktuelle Kopf der völlig bedeutungslosen Kleinstpartei „Die Freiheit“. (Demowatch berichtete mehrmals, z.B. hier: https://goo.gl/JX9TnY) Jetzt hat er in aufklärerischer Mission wieder mal gnadenlos zugeschlagen. Also der Stürzenberger, nicht der Islam.
Im sächsischen Freiberg ist es vor einigen Tagen zu einem Zwischenfall gekommen, als ein Mann nach einem Diebstahl eine Supermarktmitarbeiterin mit einer Machete bedrohte. Unabhängig von der Herkunft und Nationalität des Täters selbstverständlich ein nicht akzeptabler Vorfall. Bericht in der Freie Presse Chemnitz: http://goo.gl/y3rKOs
Da es sich bei dem Mann allerdings um einen libyschen Asylbewerber handelte, war das für diverse rechte Seiten wieder ein Grund zur Hetze gegen alle Asylbewerber. Rechte, die natürlich deutsche Straftäter gerne mal übersehen. Auch Michael Stürzenberger sprach bei der Hetzseite PI-News von einem „moslemischen Invasor“ und einem „gewaltgeilen kriminellen Mohammedaner“.
Die Krönung allerdings ist, dass Stürzenberger auf seiner eigenen Facebookseite einen inzwischen wieder gelöschten kurzen Beitrag dazu einstellte und diesen mit einem „anonymisierten“ Foto des US-amerikanischen Schauspielers mexikanischer Abstammung, Danny Trejo, aus dem Exploitationfilm „Machete Kills“ garnierte. Damit hat sich Michael Stürzenberger mal wieder zu einer Lachnummer par excellence gemacht.
Die zweite Grafik „MACHETE KILLS DEUTSCHE“ stammt von der Seite Rhetorische Perlen von AfD- und NPD-Anhängern. 😉 (https://goo.gl/JhHwXK)
bookmark_borderKurdische und türkische Demonstrationen in München
Am heutigen Sonntag hatten türkische Nationalisten in München eine Demonstration angemeldet. Dagegen gab es selbstverständlich Widerstand durch Kurd_innen, Antifaschist_innen und fortschrittliche Türk_innen. (Dabei gibt es selbstverständlich Überschneidungen.) Parallel dazu fand noch ein Motorradcorso eines türkischen Motorradclubs statt.
Die kurdische antifaschistische Demonstration versammelte sich mit ungefähr 150 Teilnehmern am Stachus. Zu Beginn gab es eine Schweigeminute für die Opfer des Krieges. Es wurden einige Reden gehalten, die unter anderem auf das Vorgehen der Erdogan gesteuerten Polizei und Armee gegen kurdische Städte und Dörfer eingingen. Immer wieder wurde gerufen „Hoch die internationale Solidarität.“
Am Rande gab es einige kleine Provokationen gegen die Kundgebung. Es tauchte auch ein (vermutlich türkischer) Jugendlicher auf, der schon öfters bei Pegida gesehen wurde und der mit einigen Nazis gut Freund ist. Der kurdische Versammlungsleiter sagte ihm, seine Genossinnen und Genossen haben erklärt, er sei nicht in Ordnung und er bitte ihn zu gehen. Der Jugendliche darauf: „Dich respektiere ich, weil Du Kurde bist, die anderen respektiere ich nicht.“ Der Unterschied zu den Leuten vor Ort war aber, dass sie diese typische Naziideologie nicht mittragen. Menschen werden bei uns nicht respektiert oder gehasst, weil sie Türken oder Kurden oder Deutsche oder sonst was sind, sondern weil weil sie entweder fortschrittliche, antifaschistische Menschen sind oder eben Faschos. Später sah man den Jugendlichen dann selbstbewusst inmitten der türkische Nationalisten stehen.
Während die Demonstration der türkischen Nationalisten in München vom Goetheplatz zum Odeonsplatz verlief, ging die kurdische antifaschistische Demonstration über die Bayerstraße Richtung Hauptbahnhof. Zu einer Konfrontation kam es dabei nicht. Ursprünglich wollten sie bis zu den Flüchtlingen laufen, um ihre Solidarität mit ihnen zu demonstrieren. Es fand dann jedoch die Abschlusskundgebung in der Schützenstraße statt.
Ich bin anschließend zum Odeonsplatz, wo die türkischen Nationalisten ihre Abschlusskundgebung vor der Feldherrenhalle hatten. Es hatten sich 500 Menschen versammelt. Die Stimmung war deutlich angespannter. Es wurden Parolen gerufen wie „Allahu Akkbar“, „PKK- Kindermörder“ oder „Wir sind alle Soldaten und zermalmen die PKK“ und der faschistische „Wolfsgruß“ der Grauen Wölfe gezeigt.
Später standen am Rande einige Antifaschist_innen und riefen „Erdogan, Henker und Faschist!“. Für die Nationalisten war das natürlich pure Provokation, einige wollten direkt über die Absperrgitter springen und auf die Antifaschist_innen zurennen. Die Polizei hatte erkenntlich Schwierigkeiten, die Lage unter Kontrolle zu halten. Es beruhigte sich aber wieder. Das Aggressionspotential stieg bei einigen aber wieder extrem an, als Teilnehmer der inzwischen aufgelösten kurdischen Demonstration zum Odeonsplatz kamen und laut Parolen riefen. Diese wurden dann von der Polizei zurückgedrängt und bei den Türken beruhigte man sich auch wieder.
Die Kurd_innen sangen und tanzten noch eine Weile und verließen dann den Ort. Die türkische Demonstration löste sich ebenfalls auf.
PS: Ich halte die Aufteilung türkisch / kurdisch immer für sehr schwierig. Es sind für mich alles einfach nur Menschen, selbst ein Migrationshintergrund ist nicht erwähnenswert. Das ich es in diesem Bericht trotzdem so häufig getan habe, halte ich für das Verständnis nötig, da er auch den Konflikt in der Türkei selber im Kleinen wiederspiegelt. Und ich möchte noch betonen, dass es auch viele antifaschistische türkischstämmige Menschen gibt, die sich mit den Kurdinnen und Kurden solidarisieren und die Politik Erdogans nicht gutheißen.
Fotos der kurdischen Demonstration:
Fotos der türkischen Demonstration:
bookmark_borderAls Au-pair Mädchen in den USA
Meine Nichte ist derzeit in den USA, als Au-pair Mädchen, und lebt bei einer jüdischen Gastfamilie. Ihre Berichte könnt ihr hier lesen: Milestone USA.
Derzeit feiern sie das jüdische Neujahrsfest. Ich habe mich wunderbar über ihren Bericht amüsiert. Die folgenden zwei Stellen fand ich besonders schön:
Zuletzt ist es wohl noch typisch einen Fischkopf zu essen. Aber wirklich nur einen Kopf! Er steht für das Gute. Der Fischschwanz dagegen nicht. Für alle die nicht so gern Fischkopf essen wollten, gab es Gummibärenfische, für welche ich mich auch lieber entschieden habe.
Da die ganz strengen Juden an Samstagen und Feiertagen, wie heute, auch keinen Strom betätigen dürfen, haben mich die Großeltern gefragt ob ich nicht vorbei kommen könnte den Ofen und Herd anstellen, da sie das mit dem Strom ganz genau nehmen, aber natürlich auch Essen kochen wollten. Ich als Nicht-Jüdische habe dann also um 12 Uhr alles in den Ofen geschoben bzw. auf den Herd gestellt. Ich helfe doch gern. 😀
Clever gelöst. 🙂
bookmark_border#freepaul – Prozessbericht
Am Dienstag fand in München die Verhandlung gegen den Antifaschisten Paul statt, der seit 2 Monaten im Knast sitzt. Ihm werden zwei Sachen vorgeworfen. Zum einen wurde er beim Containern erwischt, dabei wirft man ihm Diebstahl vor, weil er Transportkisten mitnahm, die bei den Mülltonnen mit den weggeworfenen Lebensmitteln standen. Da er dabei ein Tierabwehrspray in einer verschlossenen Gürteltasche hatte, wird das von der Staatsanwaltschaft „Bewaffneter Diebstahl“ genannt. Der andere Vorwurf ist Verstoß gegen das Bayrische Versammlungsgesetz, da er bei der Pegida-Kundgebung in München am 20. Juli mit Lutz Bachmann als Gegendemonstrant eine von der Anklage so genannte „Knüppelfahne“ dabeihatte, die ihm als Waffe ausgelegt wird, da er die Fahne nicht geschwenkt hat.
Vor dem Verhandlungstermin fand eine Kundgebung vor dem Gerichtsgebäude statt.
Paul, ein schmächtiger junger Mann, wurde in Handschellen wie ein Schwerverbrecher reingeführt. Der Staatsanwalt verlas seine Anklageschrift, Paul selber äußerte sich nicht, aber sein Anwalt gab eine Erklärung ab. Richtig ist, dass er Lebensmittel mitgenommen hat für den Eigenbedarf, die Kisten wurden aus dem Müllbereich mitgenommen, Paul war der Meinung, dass die ebenfalls Müll sind. Das Tierabwehrspray hatte er dabei, da er keinen festen Wohnsitz hat und somit alle Habseligkeiten mit sich trägt. Als Gegendemonstrant hat er bei Pegida teilgenommen und hatte die Fahne auch dabei, war sich aber nicht bewusst, dass diese als Waffe gesehen werden könnte.
Zwei Polizisten wurden als Zeugen verhört in der Sache „Knüppelfahne“, zusammenfassen kann man ihre Aussagen so: Es ist eigentlich nichts passiert, aber sie haben ihn beobachtet und dann halt kontrolliert. Bei der Kontrolle war Paul ruhig und leistete keinen Widerstand. Vermummungsgegenstände hatte er keine dabei.
Zwei weitere Polizisten wurden als Zeugen in der Sache Containern verhört, der eine war den Abend dabei, als Paul erwischt wurde. Auch hier war Paul ruhig. Das Tierabwehrspray hatte er in der verschlossenen(!) Gürteltasche. Der andere Polizist, der eigentlich für das K43 (Politisch motivierte Kriminalität links) arbeitet, aber in der Sache wohl ermittelte, erklärte auf Nachfrage von Pauls Anwalt, dass man auf der Webseite der Polizei keine Informationen findet, was bei einer Demonstration erlaubt, und was verboten ist. Der Zeuge war kaum zur Tür raus, da legte Pauls Anwalt zwei Ausdrucke von der Webseite der Polizei vor. Der eine Ausdruck stammt von vor Pauls Verhaftung, dort steht nur allgemein nach Bayrischen Versammlungsgesetz, was auf Demos verboten ist. Der andere Ausdruck wurde nach Pauls Verhaftung angefertigt, da enthielt die Liste plötzlich konkrete Sachen, die verboten sind, u.a. die „Knüppelfahne“.
Außerdem wurde noch die Marktleiterin als Zeugin angehört. Sie relativierte den ganzen „Diebstahl“. Es wäre ein Schaden von drei Euro entstanden, nicht mehr.
In seinem Schlussplädoyer forderte der Staatsanwalt 9 Monate Haft zur Bewährung, da er beide Vorwürfe mit Waffen im Zusammenhang sieht, dazu 150 Sozialstunden. Pauls Anwalt dagegen forderte Freispruch.
Paul hatte als Angeklagter das letzte Wort und nutzte dies für ein politisches Statement. Er erklärte den ideologischen Bezug hinter Containern. Zu der „Knüppelfahne“ erklärte er, dass das auf eine Einschränkung des Versammlungsrechts hinausläuft, wenn man nicht mehr weiß, was überhaupt noch erlaubt ist. Pauls letzte Worte waren: „Freiheit für Valentin!“. Das war sehr solidarisch, das Publikum applaudierte ihm dafür.
In der Urteilsverkündung schloss sich die Richterin der Argumentation des Staatsanwaltes voll an. Paul bekam 9 Monate Haft, ausgesetzt zur Bewährung, mit den Auflagen, dass er 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten muss und einen festen Wohnsitz vorweisen muss.
Nach aktuellem Informationsstand wird Paul mit seinem Anwalt wahrscheinlich in Berufung gehen.
bookmark_borderAntworten an Pegida
Letzten Montag durfte Pegida München wieder mal durch München laufen, auch über historische Orte, um am Ende ihre Hetze auf dem Odeonsplatz zu verbreiten mit der Feldherrenhalle im Hintergrund. (Ein wichtiger Aufmarschort der deutschen Faschisten zwischen 1933 und 1945 sowie bereits davor.) Inzwischen hat man bei der Stadt München ein Einsehen und untersagt einige Orte für Pegida: „Stadt verbietet Pegida-Demo auf Odeons- und Königsplatz“.
Am letzte Montag bei Pegida verteilte jemand von denen Flugblätter, bis er daran gehindert wurde, eine Kopie habe ich später bekommen.
Obwohl wir nicht bereit sind, mit Pegida zu diskutieren, habe ich trozdem eine Antwort verfasst.
Der Text darf gerne weiterverwendet werden. Hier könnt ihr ihn bekommen, entweder als Word-Datei oder als PDF-Datei. (Link anklicken und runterladen.)


























































































