Wiedermal Pegida in München…

Montag… In den vergangenen Wochen begnügte sich Pegida München mit ein paar Infoveranstaltungen und drei ausgefallenen Kundgebungen. Jetzt wollen sie wieder wöchentlich mit ihren Demonstrationen nerven.

Diesen Montag ging es wieder 19 Uhr am Stiglmaierplatz los, eine extra lange Route, bis zum Odeonsplatz.

Erstmal gab es am Hauptbahnhof einen kleinen Zwischenfall, als die Nazis Philip Hasselbach (Fipsi) und seine Freundin Victoria Grasser auftauchen und sich ans Gitter stellten, welches den Bereich abtrennt, durch den die Flüchtlinge von der Halle Starnberger Bahnhof zu den Bussen geleitet werden. Später kam dann auch noch Peter Meidl dazu. Drumherum protestierten einige Antifaschisten laut, so das die drei einsam in der Mitte standen.

Bei Pegida nahmen ca. 130 Personen teil, der Gegenprotest war ungefähr gleich stark. Bei Pegida auch wieder bekannte Nazis, ich habe dann mal meinen alten Freund Heinrich direkt angesprochen, warum sie nichts machen, er dazu: „Und was sollen wir machen? Aus versammlungsrechtlichen Gründen dürfen wie die nicht rauswerfen.“ Ich habe mir dann gedacht, was wohl mit dem Versammlungsrecht ist, wenn sich ein Nazi in eine Antifademo stellt. Da soll er aber mal sehen, wie schnell wir den rauswerfen können. Einer hatte auch ein Schild dabei, auf dem stand die Webadresse der äußerst rechten Bewegung „Identitäre Bewegung“. Nazis halt.

Die Krönung unter den albernen Schildern bei Pegida war eines mit der Aufschrift „Orban hilf uns!“ Meine Fresse… Jetzt also nicht mehr Putin sondern der faschistoide Orban aus Ungarn.

Die Pegida-Demonstration führte dann durch München. Immer wieder gab es einzelne kleine Versuche von Straßenblockaden. Oft liefen Antifaschist_innen direkt neben der Demo her und riefen laut z.B. „Say it loud, say it clear! Refugees are welcome here!“ Pegida dagegen kam mit Sprüchen wie „Volksverräter! Volksverräter!“, „Lügenpresse!“ oder „Orban! Orban!“ Die Polizei drängte immer wieder Gruppen von Gegendemonstranten an den Sraßenrand.

Ihre Abschlußkundgebung machte Pegida auf dem Odeonsplatz. Also an historischer Stelle, mit der Feldherrenhalle im Hintergrund, verkündeten sie ihre rechte Hetze. Viel verstehen konnte man zum Glück nicht, aber eines ist mir hängengeblieben: Wenn Nazis in Kneipen kein Bier bekommen, dann ist das Stalinismus pur!!!

Na dann, prost!

Währenddessen kamen im Laufe des Tages wieder mehrere tausend Flüchtlinge in München auf dem Hauptbahnhof an. Sie wurden alle versorgt, inzwischen läuft die Organisation recht gut, es sind auch genügend Helfer da und es wird empfohlen sich bei der Facebookseite „München ist bunt“ zu informieren.

Ein weiterer Bericht bei demowatch auf Facebook.

Bayrische Politiker zum Thema Flüchtlinge in München

Am Wochenende kamen 20.000 Flüchtlinge in München an. Für den heutigen Montag werden weitere 10.000 erwartet. Dass das eine große Herausforderung ist, das ist klar. Hunderte freiwillige Helfer sind dabei, um das in Griff zu bekommen. Ihre Leistungen kann man nicht genügend würdigen. So weit, so gut.

Bayrische Politiker haben sich jetzt dazu geäußert. Alle Zitate stammen aus dem Liveblog (nannte man früher Ticker) der Abendzeitung.

Der oberbayrische Regierungspräsident bedankte sich bei den Helfern. Gleichzeitig sprach er davon, dass es in den vergangenen Tagen keine fremdenfeindlichen Zwischenfälle gegeben hat. Na ja, so eine kleine Nazidemo (Link zu Facebook), die kann man ja schon mal übersehen. Genauso wie die Nazis, die sich immer mal wieder am Bahnhof rumtreiben, oder die Deppen, die vorbeifahren und gröhlen „Deutschland den Deutschen!“. Sicher wird die heutige Pegidademonstration (19 Uhr Stiglmaierplatz) auch kein fremdenfeindlicher Zwischenfall sein.

(Wer Ironie findet, darf sie behalten.)

Söder hat sich auch mal wieder zu Wort gemeldet:

„Hilfe ja, aber wir können nicht alle Probleme der Welt als Deutschland und Bayern lösen, das wäre dann auch zu viel“ „Asylrecht heißt nicht dauerhaftes Einwanderungsrecht aus allen Teilen der Welt.“

Kein weiterer Kommentar.

Ankunft von Flüchtlingen in München Hauptbahnhof

Am gestrigen Montag stellte Österreich die Kontrollen auf dem Wiener Westbahnhof ein, worauf hunderte Flüchtlinge, vor allem aus Syrien, mit dem Zug über Österreich nach Deutschland kamen. Einige blieben in Österreich, die meisten fuhren durch bis München.

Im München Hauptbahnhof angekommen, wurden sie in den Flügel Starnberger Bahnhof geleitet, in einer großen Wartehalle mussten sie teilweise Stunden ausharren, bis sie in Bussen weitergebracht wurde. Diese Busfahrt dauerte für sie auch noch mal mindestens zwei Stunden.

Soweit der technische Ablauf.

Ich war seit 18 Uhr vor Ort, bis zum nächsten Morgen 4 Uhr. Was ich gesehen habe, hat mich zutiefst erschüttert. Menschen, die seit Wochen unterwegs waren, nur mit Kleidung am Leibe und einem oder maximal zwei handlichen Taschen, kamen an. Männer, Frauen, Kinder, Babys. Ein Vater trug ein Baby auf dem Arm, das war erst wenige Wochen alt. Sehr viele Kinder waren noch im Vorschulalter. Die Erschöpfung war in ihren Gesichtern zu sehen. In der Wartehalle mussten sie auf dem harten Boden sitzen oder liegen. Da drinnen war es stickig warm, heraus konnten sie nicht, es gab außerhalb nur zwei mobile Toiletten, zu denen sie einzeln gebracht wurden. In der Halle jedoch wurden sie von Müncherinnen und Münchnern mit einem Transparent empfangen, auf dem „Welcome“ stand. Diese kleine Geste zauberte vielen der Flüchtlinge ein Lächeln ins Gesicht.

Am Nachmittag hielt Pegida wiedermal eine Infoveranstaltung auf dem Stachus ab. Die Menschen, die dagegen protestierten, kamen danach zum Bahnhof und es setzte eine großartige Hilfswelle ein. Geld wurde gesammelt, umliegende Geschäfte abgeklappert, Wasser und Lebensmittel gekauft und an die Flüchtlinge verteilt. Was die vorwiegend sehr jungen Menschen die ganze Nacht durch freiwillig leisteten, war eine große Hilfe.

Am Abend kam eine bekannte Gruppe Nazis zum Bahnhof. Dagegen wurde lautstark protestiert. Nach einem längeren Hin und Her wurden sie von der Polizei in die U-Bahn gebracht und verschwanden. Drei Stunden später waren sie wieder da. Alle in dunkler Nacht mit Sonnenbrille. Diesmal reagierte die Polizei schneller, schaffte sie auf die Wache und dann weg vom Ort. Die Nazis maulten laut rum, sie wollen ihr Land beschützen und wir werden schon sehen, wo das alles endet. Empathieloses Pack!

Seit dem Abend kamen drei Züge mit Flüchtlingen an, insgesamt fast 1000 Menschen. Es waren ständig Busse im Einsatz, um sie weiterzubringen. Spät in der Nacht sogar die zwei Busse der Feuerwehr München. Zusätzlich zu den Flüchtlingen, die mit dem Zug gekommen waren, nächtigten noch 100 Flüchtlinge aus Eritrea und Lybien, die weiter reisen wollten, im Bahnhof in einer Wartehalle. Diese wurden später auch von den Helfern mit Wasser und Essen versorgt.

Gegen 4 Uhr, drei Stunden nachdem der letzte Zug gekommen war, kehrte Ruhe in der Halle vom Starnberger Bahnhof ein. Die letzten Helfer säuberten den Boden und sammelten Müll ein. Nur wenige Zeit später wurde der nächste Zug erwartet…

PS: Es ist schwierig, das Geschehene in Bildern festzuhalten. Ich hoffe trotzdem, die Fotos können einen kleinen Eindruck wiedergeben. Ich habe lange überlegt, ob ich die Gesichter der Flüchtlinge verpixeln soll. In den Zeitungen oder im Fernsehen wird es nicht gemacht. Ich habe mich letztlich auch dagegen entschieden, ich finde, es gibt ihnen auch ihre Würde zurück, wenn man sie sieht.

PPS: Ich habe selbstverständlich mitgeholfen. Ich kann jetzt in mein warmes Bett gehen und habe einen Kühlschrank voller Essen und Getränke. Was sind meine Probleme im Vergleich zum Leid dieser Menschen? Ich hoffe, es wird alles gut für sie.

UPDATE: Noch ein paar Bilder gibt es hier bei Thomas Bergmann.

Gespräche mit Pegida

Ich bin ja dafür, gar nicht persönlich mit Pegida zu reden. Was sie an Reden und auf den Schildern absondern sowie in den sozialen Netzwerken von sich geben, das reicht für mich schon, um sie nicht zu mögen. Aber manchmal kommt es halt doch anders, als man denkt.

Aber von vorne.

Am gestrigen Montag machte Pegida München (Ehemals Bagida) eine ihrer langweiligen „Informationsveranstaltungen“ in München in der Fußgängerzone zwischen Stachus und Marienplatz. Eingesperrt in Hamburger Gittern, standen sie da zwei bis drei Stunden und hofften, dass sich viele der Einkaufsbummler für sie interessieren. Das passierte dann allerdings weniger. Witzigerweise waren die meisten, die mit ihnen redeten, die Antifaschisten, die dagegen protestierten.

Bereits vor Beginn der Veranstaltung gab es Ärger, als ein Ordner einer jungen Frau von der antifaschistischen Seite erst ein Flugblatt geben wollte, und als diese danach griff, der Ordner sie erkannte und die Flugblätter wieder wegriss. Dabei gingen wohl auch ein paar der Blätter kaputt. Für den Ordner ein Grund, gleich zur Polizei zu rennen und diese nahm dann die junge Frau mit, um eine Anzeige wegen Sachbeschädigung aufzunehmen. Sie konnte kurz darauf wieder gehen, bekam Platzverweis und nun muss ein Staatsanwalt den Wert der auf so schreckliche Weise zerstörten Flugblätter ermitteln. Zum Glück hat die Bayrische Justiz nichts Anderes zu tun…

Zufälligerweise kam ich mit einen von Pegida ins Gespräch, der sich bis an das Gitter herantraute. Ich will ihm im Folgenden einfach mal Heinrich nennen, um seine Persönlichkeitsrechte zu wahren. Heinrich ist um die 30 Jahre alt und fast jedes Mal in der Vergangenheit bei Pegida München dabei gewesen, auch schon als Ordner. (Neuerdings ist Heinrich auf der Bagida-Seite bei Facebook gesperrt. Die Selbstzerfleischung unter denen schreitet voran.)

Ich fasse unser Gespräch hier kurz zusammen, eventuelle ironische Untertöne kommen selbstverständlich nur von mir. 😉

Heinrich hat Angst vor der Islamisierung. Man muss ja wissen, dass die Islamisierung in Deutschland auf dem unaufhaltbaren Vormarsch ist. Immerhin ist der Anteil der Muslime in Deutschland an der Gesamtbevölkerung in den letzten 70 Jahren von Nullkommairgendwas auf jetzt unglaubliche und sagenhafte 5% gestiegen! Da kann manch leichtem Geist schon Angst und Bange werden. Und irgendwann werden wir in Deutschland nur noch Muslime haben…

Im Übrigen findet Heinrich, dass Deutschland noch immer besetzt ist von den USA.

Henrich ist kein Nazi. Darauf hat er Wert gelegt. Hat mir auch das Transparent am Auto gezeigt, auf dem zu sehen ist, dass sie gegen Nazis sind. Auf meine Frage, warum sie dann immer wieder Nazis mitlaufen lassen, sogar welche, die sich öffentlich dazu bekennen, Nationalsozialisten zu sein (Und bei Facebook Hitler verehren und den Holocaust leugnen), meinte er, die müssen sie als opponierende Teilnehmer dulden.

Also meiner Meinung nach sieht eine deutliche Distanzierung ganz anders aus, aber das liegt vielleicht daran, dass die Geisteshaltung vieler Pegidateilnehmer eine andere ist, als Heinrich glaubt. Ich möchte mal die Antifa-Demo sehen, bei der opponierende Teilnehmer, also Nazis, geduldet werden…

Aber wie gesagt, Heinrich ist kein Nazi. Allerdings hat Heinrich vor einigen Jahren mal auf der Liste der NPD zu einer Wahl kandidiert. Wie das kam? Heinrich war damals Mitglied der Deutschen Partei und die wollten die NPD zur Wahl unterstützen. Und plötzlich war Heinrich auf der Liste der NPD. Sachen gibt es… Aber Heinrich findet die NPD gar nicht gut. Also jetzt weniger wegen der Nazis, denn das Problem ist, dass die NPD ja so viele Verfassungsschützer (V-Männer) in ihren Reihen hat, die wohl die Nazis spielen. Wenn die nicht wären, dann könnte man die NPD zu einer patriotischen Partei umbauen, und dann wäre sie auch irgendwie gut.

Zwischendurch versuchten sich andere Leute in unser Gespräch reinzuhängen. Sie fragten Heinrich, wer ich bin und da meinte er, ich bin ein bunter Faschist. Da wurde ich schon ein bisschen böse. Ich sagte ihm: „Heinrich, nun ist aber gut, wir haben uns bis jetzt freundlich unterhalten und ich habe Dich auch nicht beleidigt. Also mach Du das jetzt bitte auch nicht und nenne mich einen Faschisten. Sonst ist Schluss mit lustig und wir brauchen auch nicht weiter miteinander reden!“. Da hat Heinrich schon ein bisschen betroffen geschaut, man könnte denken, es tat ihm doch ein wenig leid.

Überhaupt, Heinrich ist ja, wie er betonte, kein Nazi. Heinrich ist Patriot. Dabei denkt er an Beethoven, Schiller, Goethe, Mozart… Mozart? War der nicht Österreicher? Aber Heinrich, ganz ausgefuchst, hat mich gefragt, welche Sprache Mozart gesprochen hat. Ja, Deutsch. Also ist er auch Deutscher oder zumindest Teil der deutschen Kultur. Meinen Hinweis auf Hitler, der ja auch nur das Beste für Deutschland wollte, wich er aus. Aber Schiller und so, ja, darauf kann man sich als deutscher Patriot berufen. Heinrich hat nämlich den Eindruck, dass die deutsche, und speziell die bayrische Kultur, nicht mehr gefördert werden. Darüber lernt man in den Schulen fast gar nichts mehr. (Ich habe ihm später empfohlen, wenn er deutsche und bayrische Kultur sehen will, dann soll er mal im Fernsehen die Dritten einschalten, da bekommt er genug davon.) Heinrich, als deutscher Patriot, möchte diese Kultur aber bewahren.

Leider hängte sich dann wieder eine „islamkritische“ Person derart in unser Gespräch rein, dass keine vernünftige Kommunikation mehr möglich war. Das letzte, was Heinrich mir noch erzählte, war, dass Deutsche beim Sozialamt weggeschickt werden und Asylanten alles bezahlt kriegen…

Und sonst so? Viel zu sehen gab es bei Pegida München nicht. Zwischendurch ist auch mal Michael Stürzenberger aufgetaucht, hat aber nur mit denen ein wenig geredet. Ein paar Nazis liefen auch mal draußen herum und eine Frau geisterte die ganze Zeit durch die Fußgängerzone mit einem Schild, auf dem stand „Das Grundgesetz ist illegitim. Prof. Dr. Carlo Schmidt“. Reichsdeppenblödsinn…

Ansonsten war das Ganze eher langweilig. Der übliche Verdächtige bei Pegida spritzte wieder mit Wasser und versuchte, Antifaschisten zu schlagen. Diesmal gab es aber nur eine Ermahnung durch die Polizei, mitgenommen wurde er nicht.

Den meisten Spaß hatten wohl die Antifaschisten. Da wurde Musik gemacht und sogar artistische Einlagen gab es. Vorbeilaufenden Passanten wurde auch gerne mal erklärt, worum es sich eigentlich bei Pegida handelt. Hilfsbereit wie immer.

#freepaul

Am 20. Juli 2015 wurden bei den Protesten gegen Pegida in München der Antifaschist Paul festgenommen. Paul war am Rande der Demonstration Wasser holen, es war ein warmer Tag, als er von der Polizei aufgehalten und durchsucht wurde. Dabei fand man in seinem Rucksack eine Kurzstielfahne, welche ihm als Verstoss gegen das Versammlunsgesetz ausgelegt wird. Seit dem sitzt Paul, der keinen festen Wohnsitz hat, in Untersuchungshaft.

Bereits am 24. Juli fand eine Kundgebung vor der JVA Stadelheimer Straße in München statt, mit anschließender Demonstration.

Über die Facebookseite „Freiheit für Paul“ wird über den Fortgang berichtet und zu Solidarität mit Paul aufgerufen. Diese Repressalien, die exemplarisch an Paul verübt werden, betreffen uns alle, die wir uns im antifaschistischen Kampf befinden. GETROFFEN HAT ES EINEN – GEMEINT SIND WIR ALLE!

Folgende Bilder sind Solidaritätsbekundungen aus verschiedenen Städten.
(Bilder von der Facebook-Seite)

Am 5. August fand im Amtsgericht München der Haftprüfungstermin statt. Zu diesem Anlass fand vor dem Gebäude in der Nymphenburger Straße eine Protestkundgebung statt. Das Entsetzen bei allen Teilnehmern war groß, als sie erfuhren, dass Paul bis zur Verhandlung Mitte September in Haft bleiben muss. Dort droht ihm dann bis zu einem Jahr Gefängnis. Wegen einer Fahne!

Sofort darauf bildete sich eine Spontankundgebung, die am Hauptbahnhof vorbei in Richtung Stachus lief, kurz davor aber von der völlig überforderten Polizei gestoppt wurde. Daraufhin löste sich die Demonstration auf, es kam zu einer Personalienfeststellungen eines Aktivisten, der im folgenden Gerangel aufgehalten wurde.

Am Samstag, den 8. August findet am 13. Uhr am Hauptbahnhof in München eine Solidemo für Paul statt.

Kurdische Demonstration in München

Am Donnerstag, den 30. Juli 2015, fand in München eine Demonstration von Kurdinnen und Kurden statt. Seit dem verheerenden Bombenanschlag in der südtürkischen Stadt Suruç, bei dem 32 vorwiegend junge Menschen starben, eskaliert die Situation zwischen der von Erdogan dominierten Regierung und den kurdischen Gebieten sowie deren Parteien. Inzwischen hat Erdogan den Friedensprozess zwischen Türken und Kurden aufgekündigt. Die türkische Luftwaffe bombardiert Stellungen der IS, und dabei auch Stellungen der Kurden, die als einzige ernstzunehmende Macht in Nordsyrien gegen den IS kämpft.

Die Kurdinnen und Kurden in München nahmen das gemeinsam mit einigen deutschen Linken zum Anlass für eine Demonstration gegen diese Politik. Mehr als 200 Menschen versammelten sich auf dem Stachus (Karlsplatz). Dort wurde eine Schweigeminute für die getöteten Kämpfer abgehalten. Anschließend gab es einige Reden. Am Rande versuchte ein vermutlich türkischstämmiger Jugendlicher mit dem Wolfsgruß der faschistoiden Grauen Wölfe zu provozieren.

Die folgende Demonstration zog am Bahnhof vorbei durch das Viertel rund um die Schwanthaler Straße. Auf dem Frontbanner stand: „Edi Bese“, was übersetzt „Es reicht“ heißt. Es wurden Parolen wie „NATO finanziert – Erdogan bombardiert“ oder „Kurdistan fasisme mezar olacak“ („Kurdistan wird das Grab des Faschismus“) gerufen. Der Demonstrationszug wurde von einem starken Polizeiaufgebot begleitet.

Auf dem Stachus fand noch die Abschlusskundgebung statt. Direkt danach wurde ein teilnehmender Sympathisant aus Unterstüzerkreisen aus unbekannten Gründen von der Polizei kurzzeitig festgenommen, nach einer Durchsuchung und Personalienaufnahme konnte er aber wieder gehen.

Dank an lacause.de für ein Foto und die Übersetzungen.

Pro-Asyl- und Pegida-Kundgebung in München

Montags in München, wie immer viel los. Auf dem Max-Joseph-Platz fand die Veranstaltung „Platz da! Mia san ned nur mia! Keine Abschiebe-Lager! Seehofer, Scheuer, Söder und Herrmann – hört auf zu zündeln!“ statt, eingeladen hatte Bellevue di Monaco. Es fanden sich mehrere hundert Menschen ein um bei Musik und interessanten Redebeiträgen für eine Asylpolitik zu demonstrieren, die diesen Namen verdient.

Bellevue di Monaco schrieb in den Aufruf: „Angesichts der scharfen Töne der bayerischen Staatsregierung gegen geflüchtete Menschen, ihrer skandalösen Pläne, Abschiebe-Lager an den bayerischen Grenzen zu errichten, und der vermehrten Brandanschläge auf Asylunterkünfte ist es allerhöchste Zeit, ein deutliches Zeichen zu setzen: Hier sind Flüchtlinge willkommen! Wir fordern alle auf, die mit der bayerischen Asylpolitik nicht einverstanden sind, ihren Unmut lautstark auf die Straße zu tragen!“

Eine Stunde später begann am Isartor die leidliche montägliche Pegida-Versammlung. Zu Pegida kamen ca. 100 Menschen, um ihren Hass, Rassismus und ihre Vorurteile wieder zu verbreiten, dagegen protestierten ungefähr genauso viele weltoffene Menschen.

Demoanmelderin Birgit W. versteigerte sich zu der irrsinnigen Behauptung: „Man hört es ja in letzter Zeit immer öfter, dass die Nazis eigentlich links waren.“ Ja klar… Ihr Highlight war allerding: „Wir sind gekommen, um hier zu bleiben. Wir gehen jetzt los.“ Da war selbst bei der anwesenden Polizei die Belustigung groß.

Ansonsten gab es wieder mal die üblichen versuchten Behinderungen der Presse. Ordner Stefan W. kam zu den Fotografen und verlangte von ihnen, dass sie nicht mehr fotografieren, weil sich die Teilnehmer davon provoziert fühlen. Ironischerweise fotografierten gleichzeitig die Teilnehmer fleißig die Presse und Gegendemonstranten. Auch unterwegs wurde wieder mehrfach versucht, Fahnen vor die Objektive zu halten. Immerhin griff diesmal die anwesende Polizei ein.

Die Demonstration von Pegida wurde von lautem Protest begleitet. Zum Ende wurden leider noch zwei Gegendemonstranten unter unbekannten Gründen festgenommen, und ca. 1-2 Stunden später wieder aus der Polizeiwache Ettstraße entlassen.

Pegida in München mit Lutz Bachmann

Da hatte man sich einen ganz besonderen Coup ausgedacht, bei Pegida München: Man lud Lutz Bachmann aus Dresden, einen der Gründer von Pegida, als Redner ein. 500 Teilnehmer wurden erwartet, dafür auch der halbe Marienplatz abgesperrt, gekommen waren letztlich nicht mal halb so viele. Um 19:38 waren es genau 235 239, per Fotobeweis von oben gezählt. Dafür machten über 1300 Gegendemonstranten ihren Unmut Luft. Es herrschte ein regelrecht infernalischer Lärm gegen Pegida.

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Unter den Gegendemonstranten befand sich auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, was von Pegida mit der „Roten Karte“ quittiert wurde. Außerdem war sexy Dragqueen Milady Charleen Bla Bla da.

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An Reden gab es bei Pegida die übliche Hetze bis zu den üblichen Lügen („Ausländer bekommen doppelt soviel Hartz IV.“ Ach ja?) Natürlich auch von Lutz Bachmann, der irgendwann dann auch mal auftauchte. Aber der Gegenprotest war definitiv lauter. Ab und an flog auch mal ein kalkummanteltes Lebensmittel, aber das war es auch schon. Dafür meinte die Polizei, in eine Gruppe hinter Transparenten reingehen zu wollen, weil dort Straftaten geplant werden. Was allerdings nicht der Wahrheit entsprach.

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Die Pressevertreter mussten zwar geduldet werden, wurden aber in ihrer Arbeit wiederholt behindert. Bereits vor Beginn der Veranstaltung drohte ein Teilnehmer, wie üblich der selbe Rolf H., den man schon anderen Montagen kennt (und letzten Freitag von der Polizei mitgenommen wurde), einem Fotografen Prügel an „wenn er sich nicht verpisst“. Selbiger Prügelpegidianer schlug nach der Veranstaltung einem anderen Fotografen gegen die Kamera.

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Unter den Rednern befand sich auch wieder Stefan W., ehemals Pro Bayern. Außerdem nahmen wieder Peter M. teil, der sich selbst Nazi nennt und bei Facebook den Holocaust leugnet, sowie der Nazimultifunktionär Roland W. Das zum Thema „Keine Nazis bei Pegida“. Natürlich waren wieder Nazis anwesend.

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Am Ende verflüchtigte sich Bachmann mit seinen Bodygards und 20 Polizisten Geleitschutz zu seinem Auto in der Marienstraße und führte sich dabei auf wie Willi Wichtig, mit Sonnenbrille und Basecap.

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Es gab am Rande auch wieder einige Festnahmen von Gegendemonstranten. Einer wurde regelrecht über das Gitter gezehrt, wegen angeblichem Widerstand gegen die Staatsgewalt. Desweiteren wurden drei Punks abgeführt, die einfach mal den blanken Hintern zeigten. Auch im Nachhinein gab es bei der Abreise der Gegendemonstranten Polizeikontrollen und Anzeigen wegen angeblicher Vermummung.

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Fazit des Tages: Pegida schafft es einfach nicht. Außerdem fielen ihre Schilder paar mal um, was Begeisterungsstürme auslöste. Und das ist alles auch gut so! 🙂

Noch ein Beitrag aus München, mit schönem Video bei 24mmjournalism.

Pegida in München, 29. Juni 2015, Naziangriffe gegen Antifaschisten

Wie jeden leidigen Montag lief auch am 29. Juni 2015 wieder der kümmerliche Rest von Pegida München (Ehemals Bagida) auf. Als „Stargast“ war diesmal der so genannte „Ed aus Utrecht – der Pegida-Holländer“, ein bekannter Hetzredner aus Dresden, geladen.

Bereits zu Beginn der Auftaktkundgebung auf dem Stiglmaierplatz wurden Pressefotografen, die Pegida nicht genehm waren, massiv bedrängt und mit Wasser aus Bechern bespritzt, was auch zu Störungen an den Kameras führte. Auch vor massiven körperliches Bedrängen wurde dabei nicht zurückgeschreckt. Diese Angriffe gegen die Presse wurden von der Polizei verharmlost oder ganz ignoriert. Erst auf Drängen der Betroffenen wurde etwas unternommen. Einem Fotografen wollte die Polizei vorschreiben, dass er ein Teleobjektiv nicht benutzen darf. Später wurde anderen Fotografen von anderen Polizisten erklärt, sie dürfen nicht so nahe ran und sie können ja von weiter weg mit dem Tele fotografieren. Wie man es macht, macht man es falsch… Gleichzeitig wurden Fotografen aber permanent von Pegida fotografiert und gefilmt.

In den Reden, natürlich auch in der von dem „Holländer“ wurde die übliche Hetze gegen Moslems und Asylbewerber betrieben. Alles nur junge Männer, Wirtschaftsflüchtlinge, usw.. Man kennt es ja. Und die fast alles nur Moslems. Oftmals haben die Reden gar nichts mehr mit einer angeblichen Islamisierung zu tun, sondern es ist die typische plumpe nationalistische Hetze gegen Flüchtlinge und Nicht-Deutsche, wie man sie von Rechtspopulisten und Nazis kennt.

Apropos Nazis, in der Vergangenheit hatten einzelne Teilnehmer kein Problem damit, zu behaupten, dass eine Gruppe bekannter Schlägernazis aus München und Umgebung da wären, um die Demonstration vor den Linken zu schützen. Im Gespräch mit einigen Personen stellte sich auch heraus, dass die Tatsache, dass da bekannte Nazis mitlaufen, völlig ignoriert oder verleumdet wird, während Personen des lauten Gegenprotest in einiger Entfernung als Extremisten und Linksfaschisten bezeichnet werden. Auch am 29. Juni waren wieder bekannte Nazikader in der Demonstration dabei. Trotzdem sind sich die Pegidaleute nicht zu blöd, mit einer Fahne „Gegen Nazis“ oder eine Israel-Fahne mitzulaufen.

Die Demonstration von Pegida mit ca. 110 Teilnehmern drehte wieder eine kleine Runde durch München, begleitet von lautem Protest. Die Seitenstraßen waren alle durch Hamburger Gitter abgesperrt, es kam als niemand an den Demozug direkt heran. Die Polizei gab sich auch redlich Mühe, Transparente gegen Pegida zu verstellen. Antifaschistinnen und Antifaschisten riefen trotzdem von den Absperrungen aus laut Parolen und Pegida pfiffen aus. Bewundernswert ist dabei die Sportlichkeit, müssen diese doch jedes Mal für ihren Protest um Häuserblocks herumlaufen.

Die Pegidademonstration endete wieder am Stiglmaierplatz, es wurden noch ein paar Hetzreden geschwungen und nicht nicht genehme Presse weiterhin massiv bedrängt.

Inzwischen wurden einzelne Antifaschistinnen und Antifaschisten schon von der Polizei in die U-Bahnhöfe gedrängt und mündliche Platzverweise ausgesprochen. Zwei Frauen mussten so notgedrungen zum Hauptbahnhof fahren und liefen dort einer bekannten Gruppe Nazis fast in die Arme. Die Nazis verfolgten diese dann. Inzwischen kamen noch mehr Antifaschistinnen und Antifaschisten zum Bahnhof und wurden von den Nazis angegriffen. Dabei kam es zu mehreren Verletzungen, so das sogar ein Krankenwagen kommen musste. Bei den Nazis handelte es sich um eine Gruppe, die bereits in der Vergangenheit mehrfach an den Pegidademos teilgenommen hatte bzw. in deren Umfeld aktiv wurde und Gegnerinnen und Gegner von Pegida auch körperlich angriffen. Obwohl die Polizei mehrfach auf die Gruppe Nazis hingewiesen wurde, hielten sie es offensichtlich nicht für nötig, diese mal festzusetzen. Für die Polizei war es aber wichtiger, die dagegen protestierenden Antifaschistinnen und Antifaschisten vor Ort zu kriminalisieren, einzukesseln und deren persönliche Daten aufzunehmen.

(Persönliche Anmerkung: Wenn ich über die fremdenfeindlichen Demonstrationen von Pegida in Wort und Bild berichten will, dann muss ich selbstverständlich nahe ran an das Geschehen. Dass das bei Pegida als Provokation der „Lügenpresse“ aufgefasst wird, ist deren Problem. Die Polizei hat dann aber nicht vorzuschreiben, wie journalistische Arbeit betrieben werden darf.)

Die Bilder

Ordner mit Frei.Wild-Shirt

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Verstehen sich gut: Mulinazifunktionär R. W. und „Ja, ich bin Nazi“ P. M..
Keine Nazis bei Pegida? Doch!

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In Wien ist Blau das, was in Deutschland Braun ist.

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Angriffe gegen Pressefotografen. Ordner von Pegida finden das saukomisch.

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Die übliche Hetze gegen Flüchtlinge

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Die übliche Hetze gegen Flüchtlinge

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Ed aus Utrecht bei seiner Hetze.

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Kümmerlicher Haufen

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Für Israel, mit Nazis?

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Hetze, wo immer es geht.

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Polizei verstellt Banner der Antifaschistinnen und Antifaschisten

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Pegida wälzt sich durch abgesperrte Straßen

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Bekannter Blödsinn.
Warum heut der Nazi eigentlich immer, dass er als Nazi bezeichnet wird, wenn er sich benimmt wie ein Nazi?

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Krankenwagen und Polizeikessel am Hauptbahnhof

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G7-Gegendemo München 4. Juni 2015

In München fand heute die große Demonstration gegen den G7-Gipfel statt. Auftakt war auf dem Stachus, dort versammelten sich bei schönsten Sommerwetter schon zigtausende Menschen. Insgesamt sollten es 34.000 Teilnehmer werden. 

Die Demonstration führte durch die Innenstadt. Ich suchte mir einen guten Platz um mehr von dem Demozug zu sehen, und es dauerte eine ganze Stunde vom Fronttransparent bis zum Schlussfahrzeug, bis alle an mir vorbei wahren.

Die Abschlusskundgebung war auf dem Odeonsplatz, dort gab es auf der Bühne nochmals ein Programm. Dabei sprachen auch Jean Ziegler und zum Abschied sang Hans Söllner.

Insgesamt verlief der Tag völlig friedlich, auch die Polizei war entspannt. Sie hatten sogar Trinkbecher verteilt, an einem Feuerwehrhydranten, der für Trinkwasser geöffnet wurde. Sympathiepunkt!

Ich hoffe, dass die kommenten Tage in den Alpen auch so entspannt sind.

Wenn ihr die Bilder nicht einzeln anklicken wollt, dann könnt ihr auch gerne in mein Fotoalbum mit den selben Fotos bei Google+ schauen: Fotoalbum München Demo gegeb G7

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