bookmark_borderSchikanen gegen Demofotografen

Ich versuche ja öfters auf Demonstrationen und Kundgebungen mit politischen Hintergrund zu gehen. Die Leser meines Blogs haben in den letzten Wochen einige Berichte, speziell zum Thema Nahost, hier lesen können. Manchmal bin ich alleine unterwegs, manchmal mit einigen Freunden gemeinsam. Normalerweise komme ich mit meinem Presseausweis auch recht nah an das Geschehen heran. Aber manchmal stellt sich die Polizei auch quer und versucht eine Berichterstattung zu verhindern. Manchmal gibt es auch im Nachhinein erst Ärger. Bei mir ging bisher zum Glück alles gut, aber ein Beispiel von nachträglichen Schikanen schildern die BEOBACHTER aus Stuttgart und Umgebung.

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Ein Beamter der Bundespolizei sieht sein Recht am eigenen Bild verletzt:
Ermittlungen gegen Beobachter News

Stuttgart. Es ist nicht das erste Mal, dass die Polizei gegen Pressefotografen vorgeht, die das Vorgehen der Einsatzkräfte bei Kundgebungen, Demonstrationen und ähnlichen Anlässen kritisch begleiten und dokumentieren – zuletzt gerade erst in Hamburg. Doch in diesem Fall ist die Sache doch sehr an den Haaren herbeigezogen. Die Bundespolizei ermittelt gegen den Herausgeber und einen Fotojournalisten der Beobachter News. Der Vorwurf: Sie sollen gegen das Recht am eigenen Bild eines Beamten verstoßen haben, der sich auf einem veröffentlichten Foto aus dem Stuttgarter Hauptbahnhof zu erkennen glaubt.
(…)
Die Bundespolizei fragte die Redaktion der Beobachter News über das Kontaktformular auf unserer Website nach dem Verfasser des Artikels. Dadurch erfuhren wir, dass ein Beamter – obwohl aus unserer Sicht nicht zu erkennen – durch die Veröffentlichung sein „Recht am eigenen Bild“ verletzt sieht. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen einer Straftat nach dem Kunsturheberrechtsgesetz.
(…)
Wir sind überzeugt, mit unserer Veröffentlichung gegen kein Gesetz verstoßen zu haben. Um unseren guten Willen zu zeigen, boten wir dennoch an, das beanstandete Foto von der Website zu entfernen, wenn die Anzeige zurückgezogen wird. Ein Rücknahme der Anzeige wurde von der ermittelnden Polizeibeamtin telefonisch mit der Begründung abgelehnt, dass die Sache ihren Kollegen zu wichtig sei. Daraus schließen wir, dass die Bundespolizei gezielt an einem Strafverfahren gegen die Beobachter News interessiert ist.
(…)

Es mag natürlich sein, das der Bundespolizist sich wirklich darüber ärgert, das ein Foto im Internet im Internet zu sehen ist, auf dem er sich zu erkennen glaubt. Für mich sieht das jedoch nach einem an den haaren herbeigezogenen Grund aus, die BEOBACHTER für ihre Arbeit unter Druck zu setzen. Denn den Herrschenden in unserem Land sind die Berichte der BEOBACHTER NEWS sicher öfters ein Dorn im Auge, werden doch dort Dinge berichtet, die in den normalen Medien unter den Tisch fallen. Deshalb drücke ich den Genossen die Daumen und wünsche weiterhin ihre Standhaftigkeit. Ich bin sicher, sie lassen sich nicht einschüchtern.

bookmark_borderDemonstration in München für die bedrohten kurdischen Jesiden /
Mahnwache in München für die Opfer des Krieges in Gaza

Demonstration in München für die bedrohten kurdischen Jesiden

In München fand am 7. August 2014 ab 16:45 Uhr eine Kundgebung und Demonstration gegen die Verfolgung der kurdischen Jesiden im Nordirak statt, insbesondere in der Stadt Sengal. Aufgerufen hatte das NAV-DEM (Kurdisches Gesellschaftszentrum München & Südbayern).

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Die Jesiden sind eine religiöse Minderheit der Kurden, die weder zu den Christen noch zu den Muslimen gehören sondern eine eigenständige, nicht monotheistisch Religionsgemeinschaft. Sie werden durch die vorrückende Terroroganisation IS (Islamischer Staat) bedroht, hunderttausende Jesiden sind auf der Flucht, Zehntausende harren ohne Nahrung und Wasser im Gebirge aus. Die IS-Terroristen fordern die Jesiden auf, wie auch die Christen im Irak und Syrien sowie andersgläubige Muslime, zum Islam zu konvertieren oder eine Sondersteuer zu bezahlen. Sonst droht ihnen der Tod. Junge Mädchen und Frauen werden missbraucht und auf Sklavenmärkten verkauft. Männer werden rücksichtslos hingerichtet. Mehr dazu im Aufruf.

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Die Demonstration war ein Hilferuf, aber auch eine Kritik an der Politik der westlichen Länder. So riefen sie „Deutsche Panzer raus aus Kurdistan“. Nach der Auftaktkundgebung führte die Route vom Stachus durch die Münchner Innenstadt, wieder am Stachus vorbei zum Odeonsplatz, wo sie gegen 19:30 Uhr endete.

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Die Polizei war sehr darauf bedacht, ein Zusammentreffen mit der kurz danach am Stachus beginnenden Mahnwache für die Opfer des Gazakrieges zu vermeiden, befinden sich unter denen doch bekanntermaßen einige islamistische Extremisten und Befürworter der IS.

Mahnwache in München für die Opfer des Krieges in Gaza

Die Mahnwache für die Opfer des Krieges im Gazastreifen begann gegen 20 Uhr. Aus Kerzen wurde ein Schriftzug gebildet, der den 1960 Opfern der israelischen Militärschläge gedachte. Allerdings wurden bei dieser Zahl dabei auch die Terroristen von Hamas und Islamische Dschihad zu den Opfern gezählt, die sich nach israelischen Angaben auf über 1000 belaufen.

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Es war eine insgesamt sehr ruhige Veranstaltung mit circa 200 Teilnehmern.

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Zu antisemitischen Vorfällen kam es nicht, soweit ich erkannt habe. Nur einem deutschen „Friedensaktivisten“ wurde ein Plakat durch die Polizei abgenommen wegen Anfangsverdacht auf Volksverhetzung o.ä.. (Das letzte Foto dokumentiert dieses Plakat)

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bookmark_borderMünchen: 2 Tage – 3 Kundgebungen

In München ist politisch eine Menge los, besonders bei der derartigen Weltlage (Nahost, Ukraine, …). Ich habe mir also gestern und heute 3 Kundgebungen angeschaut.

Freitag, 1. August 2014, München Stachus:
Stoppt den Griff nach der Ukraine – Keine Komplizenschaft mit Faschisten!

Angekündigt war die Kundgebung als „Antikriegsaktionstag anlässlich des hundertsten Jahrestages der Entfesselung des Ersten Weltkrieges“. Aufgerufen hatten unter Anderem das Münchner Bündnis gegen Krieg und Rassismus, unterstützt von Landesarbeitsgemeinschaft Frieden – DIE LINKE, DFG-VK, Münchner Friedensbündnis, AK Friedliche Schule in der GEW, DKP Kreisvorstand, SDAJ und AK gegen Rechts in ver.di.

Download Flyer als PDF-Datei

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Am Stachus würde man als Geschäftsinhaber sagen, es gibt viel Laufkundschaft. Entsprechend war auch das Publikum bei der Kundgebung immer wieder wechselnd. In mehreren Redebeiträgen wurde die Lage in der Ukraine thematisiert sowie die Verantwortung Deutschlands und der EU. Die Forderungen waren (Aus der Aufruf der Veranstalter):

  • Keine Zusammenarbeit der Bundesregierung mit der von Faschisten durchsetzten ukrainischen Regierung!
  • Keine militärische Unterstützung des Bürgerkrieges.
  • Keine Waffenlieferungen aus NATO-Staaten!
  • Schluss mit der Politik der Konfrontation und permanenter Kriegshetze in den Mainstream-Medien!

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Es gab auch einige musikalische Beiträge durch eine lokale Musikgruppe aus dem Umfeld der bekannten Aktion „Klassenkampf statt Weltkrieg“.

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Insgesamt war es eine interessante Veranstaltung. Das Thema Nahost wurde bei dieser Veranstaltung nicht weiter behandelt, ein Teilnehmer trug allerdings ein T-Shirt mit der Aufschrift „BOYKOTT APARTHEID MADE IN ISRAEL“. Und da ein Teil der Teilnehmer deckungsgleich mit einigen Teilnehmern der Free-Palästinademos in München ist (Aus deren Ecke die Unterstellungen kamen, die jungen Fotografen und Filmemacher wären Zionisten), stellt das für das Münchner Bündnis gegen Krieg und Rassismus wohl einen zumindest geduldeten Normalzustand dar.

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Samstag, 2. August 2014, München Sendlinger-Tor-Platz:
Solidarität mit Gaza – Freiheit für Palästina

Zu dieser Kundgebung hatten die Palästinensischen Gemeinden München (PGM) aufgerufen. Im Gegensatz zu letzter Woche war diesmal keine Demonstration geplant. Teilnehmer waren neben vielen Menschen mit vermutlichen Migrationshintergrund, vor allem Jugendlichen, auch wieder eine nicht unerhebliche Zahl Münchner Linker, darunter wie oben erwähnt, Teilnehmer der gestrigen Kundgebung am Stachus, also auch vom Münchner Bündnis gegen Krieg und Rassismus. Diesmal mit sehr eindeutigen Plakaten gegen Israel.

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Auf dem Platz befand sich eine Installation, die Särge zeigen sollte im Gedenken an die Opfer des israelischen Militäreinsatzes gegen Israel. Natürlich distanzierte man sich gleich zu Beginn von Antisemitismus, wobei gleichzeitig darauf hingewiesen wurde, dass der Grund der Empörung über den Antisemitismus (u.a. von Charlotte Knobloch am letzten Mittwoch) nur vom Völkermord in Gaza ablenken soll. Soweit vorhanden, wurden antisemitische Äußerungen oder Plakate aber problemlos akzeptiert.

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Eine junge Frau verlas einige Namen der getöteten Kinder in Gaza und in mehreren Beiträgen wurden Berichte verlesen, die direkt aus dem Gazastreifen stammen sollten. Eine Auseinandersetzung mit den Ursachen, die zu der Lage der Palästinenser geführt haben, blieb erwartungsgemäß aus. Dafür wurde z.B. auf einem Schriftstück auf der Sarginstallation behauptet, Palästina ist seit 66 Jahren besetzt, was also deutlich die Existenz des Staates Israel negieren will. Es wurde auch mehrmals wieder darauf hingewiesen, dass die Medien ja fast nur Pro Israel berichten würden. Da frage ich mich jedesmal wieder, was schauen und lesen die Menschen? (Siehe dazu auf stern.de: „Die Mär von der verbotenen Israelkritik“)

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Klaus Dumberger von der MLPD schickte mir freundlicherweise seine Rede per Mail zu, so das ich hier einige Ausschnitte veröffentlichen kann:

Liebe Genossinen und Genossen, liebe Friedensfreunde,

(…)

Es starben bereits 1.500 Menschen durch die imperialistische Aggression Israels gegen das palästinensische Volk. Mindestens 400.000 Menschen im Gazastreifen mussten fliehen. Es herrschen dort katastrophale Zustände!

Die israelische Regierung behauptet, sie würde einen begrenzten ‚Vergeltungsschlag‘ durchführen. In Wahrheit wurden die militärischen Angriffe von langer Hand und mit Rückendeckung der USA und EU vorbereitet und ständig Vorwände gesucht, um den imperialistischen Krieg gegen das palästinensische Volk zu beginnen und zu rechtfertigen.

(…)

Es strebt eine völkerrechtswidrige, dauerhafte Besetzung des Gaza-Streifens an, braucht Territorium und Gas und begeht dazu mit Völkermord an Zivilisten ungeniert Kriegsverbrechen.

Stoppt die imperialistische Aggression Israels gegen das palästinensische Volk!
Für eine gerechte und demokratische Lösung des Palästina-Konflikts!

(…)

wir verurteilen entschieden antisemitische Ausfälle und Tendenzen in der palästinensischen Befreiungsbewegung und in der Solidaritätsbewegung mit dem palästinensischen Volk.

(…)

Der deutsche Faschismus hat ungeheuerliche Verbrechen am jüdischen Volk verübt.

Unter der heuchlerischen Flagge der »Wiedergutmachung« dieser Verbrechen missbrauchen die Herrschenden heute aber die berechtigte Ablehnung des Antisemitismus, um die imperialistische Politik des Staates Israel zu rechtfertigen.

Zynisch soll so der faschistische Völkermord an den Juden die brutale Unterdrückung des palästinensischen Volks rechtfertigen.

(…)

Auch wenn die Kommunisten durch ihre Mitverantwortung für das Scheitern der antifaschistischen Einheitsfront gegen den Hitler-Faschismus nicht von Schuld freizusprechen sind, ist die bürgerliche Theorie der »Kollektivschuld« aller Deutschen entschieden abzulehnen!

Viele Deutsche haben gegen den Faschismus gekämpft zahllose Kommunisten, Sozialdemokraten und Christen wurden dafür in den KZs ermordet.

Die revolutionäre Weltorganisation ICOR, die internationale Koordinierung revolutionärer Organisationen und Parteien hat vor kurzem erklärt:

„Mutige Befreiungskämpfe, revolutionäre und progressive Kräfte und Aufstände dürfen nicht wegen mangelnder internationaler Solidarität durch die Konterrevolution im Blut erstickt werden!“

Deshalb rufe ich:

Freiheit für Palästina und Kurdistan!
Schluss mit der Aggression des Staates Israel!
Solidarität mit der Friedensbewegung in Israel!
Sofortiger Stopp der militärischen und moralischen Unterstützung der israelischen Regierung durch die Bundesregierung!
Habt Mut, Revolutionäre zu sein!
Hoch die internationale Solidarität!

Grundsätzlich teile ich ja die Einschätzung, dass es hier (neben den religiösen) um kapitalistische Interessen geht. Aber auch hier wieder die unter vielen Linken vertretene Theorie: Israel ist der imperialistische Aggressor, das palästinensische Volk führt einen (revolutionären) Freiheitskampf. Das es jedoch mehrere Kriege gegen Israel waren, die von den arabischen Nachbarn begonnen wurden und die damit überhaupt erst zu der Besatzungspolitik Israels führten, wird dabei übersehen.

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Eine kleine Episode nach am Rande. Bereits vor Beginn der Kundgebung rannte plötzlich ein junger Mann mit einer Fahne der „Antiimperialistischen Aktion“ (Link geht zu Facebook) auf mich zu und beschimpfte mich, weil ich letzten Samstag nach der Veranstaltung auf dem Orleansplatz ein T-Shirt mit der Aufschrift „I ♥ ISRAEL“ angezogen hatte. Ich befürchte, sein Agressionspotentioal wurde nur durch andere umstehende Fotografen und Polizei gebremst. Da war sie wieder, diese typische Haltung: Wer nicht 100% für uns ist, muss gegen uns sein. Meinen Standpunkt habe ich vor kurzem hier dargelegt: „Warum ich so bin, wie ich bin, beim Thema Israel / Palästina“.

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Samstag, 2. August 2014, München Stachus:
Es wird mal wieder gegen den Islam gehetzt

Zeitgleich zu der Kundgebung auf dem Sendlinger-Tor-Platz trat der inzwischen in München bekannte Michael Stürzenberger mit seiner Truppe „Die Freiheit“ auf. Denen geht es darum, Front gegen ein Islamisches Kulturzentrum zu machen. Dazu zitiert Stürzenberger, der auch für Politically Incorrect schreibt, aus dem Koran und liest die Stellen vor, die zu Gewalt aufrufen. Unterschiedliche Auslegungen des Koran gibt es für ihn nicht. Dafür sind die blutigen Stellen in der Bibel aber für ihn unbedeutend, denn da stehen nur Geschichten drinn. Er sagt zwar, er habe nichts gegen Muslime, aber in der Vergangenheit ist es schon mit Aussagen aufgefallen, „dass Muslime, die ihrem Glauben nicht abschwörten, zur Ausreise gezwungen werden müssten“. (Wikipedia)

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Eine weitere Rednerin war eine immer wieder bei diesen Hetzveranstaltungen auftretende Christin aus Ägypten, die mit Vorliebe davon erzählte, dass dort den Christen die Hände und Köpfe abgehackt werden. Und insbesondere, wie schlimm es derzeit mit den Islamisten der „Islamistischer Staat“ im Irak ist. („Irak war mal ein christliches Land“) Dabei lehnen die meisten Muslime die IS genauso ab, wie jeder andere vernünftig denkende Mensch.

Mir persönlich machen die Muslime in Deutschland keine Sorgen. Es ist doch sinnvoller, ein islamisches Kulturzentrum zu haben, statt diese Menschen auf Grund ihrere Religion auszugrenzen.

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Mit Stürzenberger & Co. waren auch mehrere Mitglieder der islamfeindlichen und rechtsradikalen Organisation German Defence League anwesend. In ihrer Art lächerliche aber wahrscheinlich gefährliche Gestalten.

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Es wurde auch mehrfach eine Israel-Fahne gezeigt. Michael Stürzenberger gibt sich ja als Freund Israels aus, so tauchte er und einige seiner Mitstreiter auf der „We Stand With Israel – Demonstration“ am 18. Juli in München auf. Was er aber nicht realisiert, das selbst die Israeliten in München ihn nicht mögen. Ein Interview mit Marian Offman, CSU-Stadtrat und Vorstandsmitglied der Israelitischen Kultusgemeinde München, zeigt das recht deutlich. Offman sagt dort:

(…) Sobald ich an den Infostand der „Freiheit“ komme, stellt der Landeschef Stürzenberger mich vor als „jüdischen Stadtrat von der CSU“. Dann kommt immer die Argumentation: Wie könne ich als Jude für den Islam sein? Ich müsse doch an Israel denken. Vor Wochen hat er gesagt, ich trüge Mitschuld daran, dass Raketen von der Hamas israelische Kinder töten, wenn ich hier nicht massiv gegen den Islam agierte. Seine Leute vor Ort beschimpfen mich auch als „Verräter“. (…) Es darf grundsätzlich nicht sein, dass ein Bürgerbegehren gegen eine Religion betrieben wird. Mir selbst ist der Glaube wichtig, und ich bin der Meinung, dass die monotheistischen Weltreligionen weiter bestehen sollen in unserer Gesellschaft. Egal welche dieser Religionen angegriffen wird: Das ist dann auch ein Angriff auf die anderen Religionen. (…)

Während also Stürzenberger und die ägyptische Christin in das Mikrofon schrien, erhielten sie nur sehr wenig Zulauf. Die meisten Anwesenden waren selber Muslime, die dagegen diskutierten. Leider zeigte sich da auch bei der einen oder dem anderen im persönlichen Gespräch wieder ein Antisemitismus, in dem sie behaupteten, die Juden wären an allen Schuld.

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Später kamen dann Teilnehmer der Free-Gaza-Kundgebung und damit wurde es voll und laut. Ein Jugendlicher fragte z.B.: „Was ist mit den 6 Millionen Juden, die ihr umgebracht habt?“. Nachdem von ihnen einzelne „Nazi“-Rufe ertönten, meinte Stürzenberger, er zeigt heute jeden an, der ihn Nazi nennt. Davon musste er dann aber Abstand nehmen, denn das wäre zuviel Arbeit für ihn gewesen, riefen danach doch Dutzende Jugendliche „Nazis raus!“. Dem Rest der Kundgebung verstand man dann weder Stürzenberger noch einen seiner anderen Rednerinnen und Redner. Was auch gut so war.

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bookmark_borderAls sie uns für Juden hielten…

Attacken bei ‚Free Gaza‘-Demonstration in München

„Dabei ging die anfängliche Eskalation der Demo keineswegs etwa von jungen bärtigen Männern mit arabischen Migrationshintergrund aus, wie manch rassistisches Klischee vermuten lassen könnte.“

bookmark_borderKundgebung gegen Antisemitismus und Antizionismus in München

Am 29. Juli fand in München eine Kundgebung gegen Antisemitismus und Antizionismus statt, organisiert durch die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern K.d.ö.R.. Es waren mehrere hundert Teilnehmer anwesend.

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Im Aufruf dazu hieß es:

Die jüdische Gemeinschaft sieht sich in der jüngsten Vergangenheit auch in Deutschland mit einer neuen Dimension an Judenhass konfrontiert. Diese Kundgebung soll die Gesellschaft aufrütteln. Wir dürfen unser Land nicht dem radikalen Mob auf der Straße überlassen. Die Zivilgesellschaft muss dem ein Signal des Widerstandes entgegensetzen.

 

Aus Bayern muss ein Zeichen in die Republik und um die ganze Welt gehen. Es gilt zu beweisen, dass Antisemitismus in Deutschland in jeder Form geächtet wird. Es ist unerträglich, dass jüdische Menschen in Europa wieder Pogrome fürchten müssen. Frankreich ist ein beängstigendes Beispiel, was passiert, wenn dieser Hass nicht gestoppt wird. ‚Nie wieder!‘ darf keine Worthülse sein. Dieser Botschaft müssen Taten folgen, wenn Juden diffamiert und bedroht werden. Wir müssen sehen, dass die Bürgerinnen und Bürger in diesem Land tatsächlich aus der Geschichte gelernt haben und heute an der Seite ihrer jüdischen Bürger stehen, wenn es darauf ankommt.

 

(…)

Als Gäste waren geladen:

  • Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
  • Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährungund Landwirtschaft
  • Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags
  • Dr. Ludwig Spaenle, Bay. Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
  • Josef Schmid, Zweiter Bürgermeister der Landeshauptstadt München
  • Susanne Breit-Keßler, Regionalbischöfin der Evangelischen Kirche Bayern
  • Weihbischof Wolfgang Bischof, Bischofsvikar für die Seelsorgsregion Süd des Erzbistums München und Freising
  • Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern

Entsprechend hoch waren die Sicherheitsvorkehrungen. In mehreren Reden wurde das Thema Antisemitismus dargelegt und erläutert, was das ist.

Charlotte Knobloch sprach in ihrer Rede davon, das sie die Koffer ausgepackt habe und in Deutschland angekommen ist. Doch heute stellt sie sich wieder die Frage, sind Juden in Deutschland noch willkommen?

Bezeichnend für die Auswahl der Gäste war auch die mehrmalige Versicherung, für was für Werte heute Deutschland steht. ((Ich sehe die „Werte“, für die Deutschland steht teilweise anders, man bedenke nur die Asylpolitik oder der Umgang mit armen Menschen in diesem Land. Aber zumindest für Juden bietet dieses Land inzwischen eine von staatlicher Seite sichere Heimat.))

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Vereinzelt waren auch Kritiker der israelischen Politik anwesend, unter Anderem zwei Jugendliche mit Palästinafahnen. Diese wurden jedoch vom Veranstalter toleriert.

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Nach ca. anderthalb Stunden, bei leichtem Nieselregen, endete die Kundgebung mit einer Schweigeminute für die Opfer des Nahostkonfliktes.

bookmark_borderWarum ich so bin, wie ich bin, beim Thema Israel / Palästina

Ich habe in den letzten Tagen u.a. eine Mail bekommen, das ich den Völkermord rechtfertigen würde und andere Genossen meinten, es bringt nichts, mit mir über das Thema Nahostkonflikt zu diskutieren. Um mal meinen Standpunkt dazu deutlich zu machen, habe ich folgenden Text geschrieben.

Es ist richtig, diese Diskussionen führen letztendlich zu nichts. Beide Seiten, ob Israel oder Palästina, haben so viel Dreck am Stecken, das sich immer etwas findet, was man der Gegenseite vorwerfen kann. Die palästinensischen „Befreiungsorganisationen“ mit ihrem Vernichtungswillen Israel gegenüber oder die zurzeit wirklich extremen rechten Standpunkte der israelischen Regierung und ihre Äußerungen, da nehmen sich beide nichts. Und keiner will der der Erste sein, der sich von moralischer Stärke zeigt und sagt: Wir hören jetzt mal mit dem Getöte auf. Und dann kommen noch die religiösen Fuzzis und jeder weiß besser, wer vorher schon mal dort gewohnt hat. Irgendwann wird mal ein Neandertaler kommen und Anspruch auf dieses Land erheben. (Oder Aliens, die vor 1 Million Jahre vielleicht schon mal da waren. Das wäre zumindest echt mal spannend.)

Es gab in den letzten 60 Jahren so viel Mord und Totschlag dort, die einen mehr, weil sie mehr militärische Macht hatten, die anderen heimtückischer, weil sie keinen Scheu hatten, das eigene Leben zu opfern. Wer will sich da noch hinstellen und den moralischen Zeigefinger heben?

Ich persönlich habe die Seiten nicht gewechselt, ich stand noch nie auf einer Seite. Siehe z.B. mein Beitrag im Roten Blog vom 31. Dezember 2008.

Und wie Heinz-Rudolf Kunze mal so schön sagte: Für manche Meinungen kriegt man von allen Seiten eins auf die Fresse, aber wenigstens nicht von vorne.

Das ich derzeit so Pro-Israel auftrete, mit Davidstern im Profilbild und vor allem gegen die palästinensische Seite argumentiere, liegt weniger daran, dass ich das unglaubliche Vorgehen Israels etwa toll finde. Das liegt eher daran, dass ich mir die Abläufe der letzten 65 Jahre mal genauer angeschaut habe, und mir aufgefallen ist, dass zumindest die meisten Aktionen Israels Reaktionen auf Angriffe waren. Diese Gewaltspirale hat sich aber inzwischen auf das schlimmste verselbstständigt. Inzwischen geht es nur noch darum, dass in Folge der Geschehnisse der letzten 65 Jahre das palästinensische Volk unterdrückt wird (Obwohl es immer noch der Wunsch der Radikalen ist, Israel zu vernichten.) und die Angriffe gegen Israel mit der Unterdrückung gerechtfertigt werden. Klar, wenn man in dritter, vierter Generation in Flüchtlingslagern lebt, dann interessiert einem nicht mehr, was vor 40, 50 Jahren war. Dann sieht man das Jetzt. Und das ist halt so, dass Israel inzwischen nicht mehr bereit ist, den Palästinensern mehr Luft zum Atmen zu geben, weil sie Angst vor dem Terrorismus haben. Israel ist dabei wie ein großes Kind, das, wenn es von den kleinen Kindern gepiekst wird, irgendwann ohne Gnade zuhaut.

Das ist meine Sicht der Dinge. Da müssen wir nicht einer Meinung sein, aber wir sollten einer Meinung sein, dass beide Seiten der Welt den Willen zum Frieden zeigen müssen. Das kann von palästinensischer Seite die Möglichkeit sein, aufzuhören Raketen zu schießen. Das kann von israelischer Seite die Möglichkeit sein, die illegalen Siedlungen zu räumen und so, wie sie stehen, den Palästinensern zu übergeben. Das kann von Hamas Seite sein, zu sagen, wir erkennen Israel ohne Wenn und Aber an und nutzen unsere gebunkerten Millionen um den Gazastreifen aufzubauen. Das kann von israelischer Regierungsseite sein, zu zeigen, dass man die Wirtschaft zusammen mit den Palästinensern wieder aufbaut. Und natürlich den palästinensischen Staat anerkennt. Aber wer macht den Anfang?

Aber, das ich derzeit so Pro-Israel auftrete, mit Davidstern im Profilbild, das liegt vor allem daran, dass ich dem grassierenden Antisemitismus in diesem Land die Stirn bieten will. Der ist nicht erst in den letzten Wochen wieder erstarkt, der war schon immer da. Er kann sich nur mal wieder offener zeigen.

Leider ist der aber auch bei vielen Linken vorhanden. Und oft merke ich, das Linke nur deshalb auf der Seite Palästinas stehen, weil es gegen Israel geht und wie wir wissen, ist Israel ja der Freund der USA und gegen die USA muss man als Linker ja sowieso sein. Da schreiben dann auch Linke sowas wie „USrael“ und sprechen dem Staat Israel das Existenzrecht ab. Und das finde ich einfach alles nur widerlich und ist keine linke Position. Und ganz besonders nicht, wenn Linke mit Iran-Fahnen rumlaufen, wie letztens in München gesehen.

Ich will Frieden für beide Seiten. Aber was ich will, interessiert in Nahost wohl niemanden. Trotzdem: Für Frieden müssen beide Seiten ihren Arsch hochkriegen und den Willen zeigen.

bookmark_borderDemonstration Free Palästina in München

Nachdem ich bereits vor einigen Tagen über eine Demonstration für Israel berichtet hatte, wollte ich mir heute mal eine Demonstration für Palästina anschauen. Ich weiß nicht, wer dazu aufgerufen war, aber auffällig war neben vielen offenbar türkisch- und arabischstämmigen Menschen auch eine große Anzahl Altlinker, die man sonst hier vor allem von der Demonstration gegen die Sicherheitskonferenz in in München kennt. Fahnen habe ich von der MLPD und der KKE gesehen.

Auftakt war auf dem Orleansplatz am Ostbahnhof. Sensibilisiert durch die antisemitischen Ausfälle der vergangenen Wochen in vielen Städten waren die Auflagen für die Demonstration entsprechend streng. Bereits vorher kontrollierte die Polizei Transparente und Schilder und untersagte gegebenenfalls auch deren Verwendung. So konnte ich beobachten, das eine Fahne, die vermutlich der ISIS zuzuordnen war, nicht gezeigt werden durfte. Ebenso war die Parole „Kindermörder Israel“ verboten. Trotzdem gab es einige Schilder, die man als sehr grenzwertig oder offen antisemitisch einstufen musste.

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Während der Auftaktkundgebung sprachen mehrere Redner. Dabei wurde auch immer wieder darauf hingewiesen, das man keinen Antisemitismus haben will und das die Demonstration nicht gegen Juden ist. Gleichzeitig wurde allerdings auch von einem „Vernichtungskrieg“ gegen Palästina gesprochen und zum Boykott israelische Waren aufgerufen.

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Am Rande des Orleansplatz stand eine Gruppe Jugendlicher mit Israelfahnen. Sie störten die Veranstaltung nicht. Es gab allerdings ein paar Diskussionen. Dabei zeigte sich wieder ein mal die kognitive Dissonanz der Palästinaunterstützer. Die Tatsache, das die meisten Menschen die positiv zu Israel stehen auch Frieden für Palästina wollen, das nehmen sie nicht wahr. Dafür wird auf die Fragen „Ist Dir bekannt, das Israel kurze Zeit sogar einen arabischen Präsidenten hatte? Das arabisch dort auch Amtssprache ist? Das es dort Religionsfreiheit gibt?“ damit geantwortet, dass das nur Fassade wäre.

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Nach ca. einer Stunde begann eine Demonstration durch München. Da, wie erwähnt, die Parole „Kindermörder Israel“ nicht erlaubt war, hielt man es wohl für sehr clever, stattdessen „Kindertöter Israel, Frauentöter Israel, Menschentöter Israel“ zu rufen. Anfang wurde auch mehrmals „Intifada bis zum Ende“ skandiert. Insgesamt verlief die Demonstration mit mehreren hundert Menschen friedlich, aber laut. Als zwischendurch mal eine Israelfahne zu sehen war, gab es laute Buh-Rufe.

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Die Abschlusskundgebung fand wieder auf dem Orleansplatz statt. Dort wurde noch mehrmals zum Boykott israelischer Waren aufgerufen. Ich frage mich dabei immer, ob die Menschen überhaupt wissen, wie viel der Technologie, die sie tagtäglich nutzen, aus Israel kommt.

bookmark_borderBedingungen für eine Waffenruhe im Gazakonflik /
UNO will Vorgehen Israels untersuchen

SpOn schreibt:

Die Hamas werde sich einer Feuerpause nicht verschließen, wenn Israel die Blockade des palästinensischen Gazastreifens beende…

Leider geht daraus nicht hervor, wie die Aufhebung der Blockade aussehen soll. Wird von Israel erwartet, das jeder Mensch und jedes Auto ungehindert, d.h. unkontrolliert, die Grenze passieren kann? Das wird niemals geschehen, dazu ist die Angst Israels vor einsickernden Terroristen zu groß.

Scharfe Grenzkontrollen? Die gab es in der Vergangenheit bereits. Israel hat aber immer wieder komplett dicht gemacht, da aus Gaza in den vergangenen Jahren immer wieder Raketen kamen. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass Israel den Gazastreifen trotzdem mit Lebensmitteln, Wasser, Strom u.a. versorgt hat. Und es weiterhin macht.

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Letztlich bleibt auch noch die Frage offen, warum wendet sich die Hamas nicht an Ägypten, das dieses Land seine Blockade gegenüber Gaza lockert?

Desweiteren ist in dem Artikel bei SpOn zu lesen:

Der Uno-Menschenrechtsrat hat unterdessen am Mittwoch eine Untersuchung der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen beschlossen, sie soll den möglichen Verletzungen internationalen Rechts nachgehen.

Ob da auch internationales Recht geprüft wird, wo doch inzwischen offiziell bekannt ist, dass das UN-Flüchtlingshilfswerk UNRWA ein Waffenlager in einer ihrer UN-Schulen gefunden hat. Bereits in der vergangenen Woche gab es einen ähnlichen Fund in einer UN-Schule.

Die Uno-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, zog in Zweifel, dass Israel alles tue, um zivile Opfer zu vermeiden.

Was tut denn die Hamas, um zivile Opfer zu vermeiden? Sie fordert die Menschen im Gazastreifen auf, sich als Schutzschilde auf die Häuser zu stellen, die Israel ankündigt, zu bombardieren! (Wo hat man das schon erlebt, das eine Armee ankündigt, was sie angreift?)

Und was tut die Hamas, um zivile Opfer bei ihrem Raketenbeschuss in Israel zu verhindern? Es ist mir noch nicht zu Ohren gekommen, das die Hamas nur militärische Ziele angreift. Nein, sie ballern quasi wild nach Israel rein und zerstören dabei sogar Stromleitungen, die nach Gaza führen. Das es in Israel durch den Raketenbeschuss bisher so wenig Opfer gab hat genau zwei Gründe: 1. Die Bürger Israels sind darauf trainiert, bei Alarm sofort Schutzräume aufzusuchen und 2. der Iron Dome.

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bookmark_borderAntisemitische Volksverhetzung bei Pro-Hamas-Demo
in Berlin (17.7.2014)

Das sind sie, die Freunde Palästinas der Hamas ((Mit den Menschen in Palästina haben diese Arschlöcher nichts zu tun)) und die Feinde Israels. Macht mir Angst.

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Während einer Demonstration auf dem Berliner Kurfürstendamm von der palästinensischen Community, anlässlich des aktuellen Konflikts zwischen Israel und Gaza, riefen die Teilnehmenden mehrfach die antisemitische und volksverhetzende Parole „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein.“ (§ 130 StGB)

Außerdem verbrannten einige Demonstrierenden eine Fahne des Staates Israel.

An der Demonstration, die sich auch gegen eine parallel laufende pro-israelische Kundgebung richtete, nahmen nach Polizeiangaben rund 400 Menschen teil.

Weitere antisemitische Parolen, die auf der Demonstration skandiert wurden:
– „Khyber, Khyber, ya Yahood, jesh Mohammed sofa ya’ud.“ („Oh Juden, denkt an Khyber, Mohammeds Armeen werden wiederkehren.“)
– „Zionisten sind Faschisten, töten Kinder und Zivilisten“
– „Tod, Tod, Israel“
– „Kindermörder Israel, Frauenmörder Israel, Massenmörder Israel“
– „Netanjahu, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein.“
– „Und Zionisten, leise leise, ihr seid doch alle Scheiße“

Man beachte auch ab 1:00 den Typen mit tätowierten „COPKILLER“ im Nacken und „88“ auf dem Arm.

Anderere Stadt, gleiches Problem: In Essen waren u.a. solche Schilder zu sehen:

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Leipzig: „Scheiß Juden“: Zwei Demonstrationen zum Nahostkonflikt in Leipzig

Aber die Polizei hat diesmal durchgegriffen.

Es flogen vereinzelt Gegenstände in Richtung der anwesenden Gegendemonstranten und es wurde, sobald in Reichweite, nach ihnen geschlagen. Anwesende Polizeibeamte und Mitdemonstranten konnten einzelne Teilnehmer nur mit Mühe zurückhalten. Um die Lage zu beruhigen, wurden die Gegendemonstranten von der Polizei zurückgedrängt. Wenig später begegneten sich die beiden Gruppen jedoch erneut am Schillerpark. Dort fielen dann auch die letzten Hemmungen bei den Teilnehmern der Spontandemonstration.
Die Gegendemonstranten wurden als „Scheiß Juden“ beschimpft. Unter großem Beifall der Gaza-Aktivisten wurde ein Gegendemonstrant aus noch unbekannten Gründen von der Polizei zu Boden gebracht und in Handschellen zur Durchsuchung abgeführt.