bookmark_borderWenn die NPD in Freising…

Freising war schon immer ein schweres Pflaster für Nazis. Trotzdem wollte es am Samstag, dem 26. Juli 2015, die NPD mal wieder wissen. Sie meldete eine Kundgebung unter dem Motto „Deutschland raus aus der NATO und Europa“ an.

Die Naziveranstaltung sollte 11:30 beginnen, mit deutscher Pünktlichkeit ging es eine knappe Stunde später los. Erst mal versammelte sich die kleine Horde am Bahnhof und wurde dann über ein paar enge Gassen zum Kriegerdenkmal geführt. Dort erwarteten sie schon ca. 100 Gegendemonstranten. Im Gegensatz zu früheren Veranstaltungen wurde das ganze einige Meter Richtung Westen verlegt und die Gegenendemonstranten mussten hinter Hamburger Gittern stehen. Und so standen sich Nazis und Antifaschisten mit einem Abstand von 20 Metern gegenüber.

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Unter den Nazis befanden sich bekannte Gestalten. Peter Meidl, Pegida-Poser und Hitlerverehrer, der auch schon mal bei Facebook den Holocaust leugnet. Björn-Christopher Balbin, NPD-Vorsitzender vom Kreis Freising. Manfred Waldukat, stellvertretender Landesvorsitzender, der u.a. die Facebookseite für die NPD beschreibt. Außerdem Vince Herczeg und ein paar weitere bekannte Gesichter.

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Die Reden waren der übliche Schmarrn und die typische nationalistische Hetze, teilweise beschäftigten sie sich aber nur mit den Gegendemonstranten. „Wollt ihr denn Bomben?“ „Ihr seid doch auch Deutsche.“

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Natürlich wollen die Gegendemonstranten keine Bomben, aber ganz sicher auch nicht die nationalistische Scheiße der NPD. Überhaupt waren die Gegendemonstranten sehr laut.

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Negativ aufgefallen ist das Team von moosburg.TV. Obwohl es mit der Versammlungsleitung Konsens war, das keine NATO-Fahnen gezeigt werden, mussten diese Selbstdarsteller für ihr Video mitten in den Gegendemonstranten und noch mal am Rande mit einer NATO- und später einer USA-Fahne posen. Und wenn sie nicht posten, filmten sie u.a. die ganzen Antifaschisten mehrfach ab.

Gegen 14 Uhr war der Nazispuk endlich vorbei und unter dem Beifall der verbliebenen Gegendemonstranten verschwanden die NPD und ihr Anhang ganz schnell aus der Stadt.

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Fazit: Die Nazis haben es versucht. Und obwohl sich Balbin bei den „lieben Freisinger Büergern“ bedankte, interessierte sich faktisch niemand für sie. Um so mehr Zulauf und Beifall hatte der Gegenprotest. Freising bleibt bunt!

bookmark_borderPegida in München mit Lutz Bachmann

Da hatte man sich einen ganz besonderen Coup ausgedacht, bei Pegida München: Man lud Lutz Bachmann aus Dresden, einen der Gründer von Pegida, als Redner ein. 500 Teilnehmer wurden erwartet, dafür auch der halbe Marienplatz abgesperrt, gekommen waren letztlich nicht mal halb so viele. Um 19:38 waren es genau 235 239, per Fotobeweis von oben gezählt. Dafür machten über 1300 Gegendemonstranten ihren Unmut Luft. Es herrschte ein regelrecht infernalischer Lärm gegen Pegida.

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Unter den Gegendemonstranten befand sich auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, was von Pegida mit der „Roten Karte“ quittiert wurde. Außerdem war sexy Dragqueen Milady Charleen Bla Bla da.

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An Reden gab es bei Pegida die übliche Hetze bis zu den üblichen Lügen („Ausländer bekommen doppelt soviel Hartz IV.“ Ach ja?) Natürlich auch von Lutz Bachmann, der irgendwann dann auch mal auftauchte. Aber der Gegenprotest war definitiv lauter. Ab und an flog auch mal ein kalkummanteltes Lebensmittel, aber das war es auch schon. Dafür meinte die Polizei, in eine Gruppe hinter Transparenten reingehen zu wollen, weil dort Straftaten geplant werden. Was allerdings nicht der Wahrheit entsprach.

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Die Pressevertreter mussten zwar geduldet werden, wurden aber in ihrer Arbeit wiederholt behindert. Bereits vor Beginn der Veranstaltung drohte ein Teilnehmer, wie üblich der selbe Rolf H., den man schon anderen Montagen kennt (und letzten Freitag von der Polizei mitgenommen wurde), einem Fotografen Prügel an „wenn er sich nicht verpisst“. Selbiger Prügelpegidianer schlug nach der Veranstaltung einem anderen Fotografen gegen die Kamera.

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Unter den Rednern befand sich auch wieder Stefan W., ehemals Pro Bayern. Außerdem nahmen wieder Peter M. teil, der sich selbst Nazi nennt und bei Facebook den Holocaust leugnet, sowie der Nazimultifunktionär Roland W. Das zum Thema „Keine Nazis bei Pegida“. Natürlich waren wieder Nazis anwesend.

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Am Ende verflüchtigte sich Bachmann mit seinen Bodygards und 20 Polizisten Geleitschutz zu seinem Auto in der Marienstraße und führte sich dabei auf wie Willi Wichtig, mit Sonnenbrille und Basecap.

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Es gab am Rande auch wieder einige Festnahmen von Gegendemonstranten. Einer wurde regelrecht über das Gitter gezehrt, wegen angeblichem Widerstand gegen die Staatsgewalt. Desweiteren wurden drei Punks abgeführt, die einfach mal den blanken Hintern zeigten. Auch im Nachhinein gab es bei der Abreise der Gegendemonstranten Polizeikontrollen und Anzeigen wegen angeblicher Vermummung.

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Fazit des Tages: Pegida schafft es einfach nicht. Außerdem fielen ihre Schilder paar mal um, was Begeisterungsstürme auslöste. Und das ist alles auch gut so! 🙂

Noch ein Beitrag aus München, mit schönem Video bei 24mmjournalism.

bookmark_borderEs gibt keinen Antisemitismus, weil es keine Juden gibt.

Ist natürlich nicht so.

Ulrich Sahm schreibt auf seiner Facebookseite:

„Schrecklich. Da hat ein palästinensischer Botschafter etwas politisch-inkorrektes gesagt und wurde sofort nach Ramallah einberufen. In Chile hatte er aus den Protokollen der Weisen von Zion zitiert, und behauptet, dass Israel entstanden sei, damit die Juden die Welt erobern können. In Ramallah wurde dem Botschafter klar gemacht, dass die PA die Existenz des jüdischen Volkes nicht anerkenne und dass deshalb diese Behauptung falsch sei. Abbas erklärte, dass diese Anmerkungen der offiziellen Politik der PA widersprächen.
Antisemitische Sprüche sind also verboten, weil es die Juden offiziell als Volk gar nicht gibt. Tolles neues Argument. Sollten sich die Antisemiten mal merken.“

bookmark_borderIch zeig Dich wegen Beleidigung an, Du Wichser!

Habe ich mit der Überschrift Eure Aufmerksamkeit geweckt? Im Folgenden ein Gespräch, welches ich gestern bei Facebook mit einem rechten Reichsdeppen geführt habe. Anmerkungen von mir sind kursiv geschrieben, seinen Namen veröffentliche aus Datenschutzgründen nicht, ist mir aber bekannt. Seine Rechtschreibung ist genau so, wie sie da steht.

Reichsdepp: Antifa a********

Josef A. Preiselbauer: Wie meinen?

Reichsdepp: Pass mal ein bisschen auf meinem Freund in deinen Blogs beleidigst du mich persönlich massiv wenn ich rauskriegen wo du wohnst werde ich dich besuchen ansonsten bekommst du eine anzeige wegen beleidigung du Vollhorst

Josef A. Preiselbauer: Und wenn Du mich dann besuchst?

Reichsdepp: Dann lernen wir uns sehr gut kennen

Josef A. Preiselbauer: Ich nehme das mal als Drohung, ist gespeichert. Freue mich auf Deine Anzeige.

Reichsdepp: Wir hier eine Drohung raus liest ist ein bisschen dumm kannst du speichern bis zum Sankt Nimmerleinstag ich muss dich ja nicht persönlich besuchen da gibt es sehr viele im netz die dich auch gerne kennenlernen wollen die kommen dann alle im Winter nach der Arbeit wenn es dunkel ist

Josef A. Preiselbauer: Wo beleidige ich Dich eigentlich in meinem Blog? Werd mal konkreter.

Reichsdepp: Aber das ist mir alles klar wie man aussieht wie du muss man sich irgendwoher hervortun denn die normalen Menschen wollen wir zu einem in Züchtler nichts zu tun haben. Du tust mir leid einsamer kleiner dicker Mann. Leute beschimpfen und verspotten die noch die einzigen sind die auf unser Land schauen ist unterste Schiene ich hoffe das ist soviel refugees werden dass sie auch dir den kopf abschneiden und das wirst du erleben mein Freund. Gerade so unsympathen wie du sind dann als erstes dran

Josef A. Preiselbauer: Ok, keine Sorge, kurze Nachfrage in meinen Kreisen, ich weiß bereits, wer Du bist.

Reichsdepp: Steht ausschließlich mein name drauf du Horst. Hast du in deinen Kreisen von undankbaren und fetten kleinen Männer mit einem kleinen Penis der keine frauen bekommt und ein reiner komplex haufen ist nachgefragt

Josef A. Preiselbauer: Geht klar *** (Hier nenne ich seinen realen Namen, war leicht zu finden.)

Reichsdepp: Doch keine sehr gut weil mein Freund ich muss mich nicht verstecken mein Name stimmt du kasperl. Error doch keine so guten Quellen.

Reichsdepp: (Hier zeigt er mir ein Bild mit dem Logo des MC Hells Angels.)

Josef A. Preiselbauer: Haha, ich kenne paar Hells Angels, die finden Reichsdeppen zum kotzen.

Reichsdepp: Du bist nur ein Vollhorst mir bist du nicht aber kleiner Mann jeden Tag wichsen wenn man keine alte bekommt hässliche Menschen will man halt nicht und du weißt gar nichts du idiot außerdem würde ein Engal nicht ein wort mit dir reden mit solchen unter Menschen geben sich die nicht ab

Josef A. Preiselbauer: Wo hast Du Deutsch gelernt? Auf der Schule des Lebens?

Josef A. Preiselbauer: (Hier zeige ich ihm zwei Interneadressen mit Profilen von ihm.)

Reichsdepp: Was willst du du kleiner schwuler

Josef A. Preiselbauer: ICh weiß wer Du bist. Nun darfst Du mich anzeigen, wegen Beleidigung. Hast inzwischen genug hier abgelassen. Reicht für mich.

Reichsdepp: Was willst du kleiner fetter wicht

Josef A. Preiselbauer: Mach nur weiter. Ist alles gespeichert.

Reichsdepp: Speicher durch das ist alles was du kannst hilfloser kleiner Mann

Josef A. Preiselbauer: Ich zitiere dich mal: „Pass mal ein bisschen auf meinem Freund in deinen Blogs beleidigst du mich persönlich massiv wenn ich rauskriegen wo du wohnst werde ich dich besuchen ansonsten bekommst du eine anzeige wegen beleidigung du Vollhorst“. So, und nun denkst Du noch mal über die Wörter „Anzeige“ und „Beleidigung“ nach.. Alles klar?

Reichsdepp: Ja und und jetzt ich sehe dort keine Beleidigung ich sehe dort keine bedrohung mach doch mehr kannst doch du nicht du kleiner Mann mach dich wichtig dabei bist du ein nichts eine null. Also wie meinst du das ich vor so einem kleinen bett Bettnässer angst habe oder. .zeig doch an ich kann damit umgehen kann mich mit gesetzen bestens aus mein Freund es wird nie ein rechtskräftiges Urteil geben mangels Unterschriften. Und dann liest du am besten gleich gg 101 durch

Josef A. Preiselbauer: Reichsdepp halt… So, genug mit Dir gespielt. Hab noch einen schönen Tag, Du Reichsdepp.

Reichsdepp: Geh wichsen du volltrottel oder kauf dir eine Nutte eine normale Frau langt doch dich schmierigen arsch gar nicht an. Und auch darum gebildet grundgesetz ist reichsdepp du Vollidiot. Err. Ungebildet

Reichsdepp: Greisliger Sepp ist passender als preislsepp. Hier mal ein Beispiel zu Firma deutschland kannst dich auch ein bisschen spielen auf der seite und mal nachsehen was alles hier eine Firma ist du troll

Josef A. Preiselbauer: Und, Anzeige schon raus?

Reichsdepp: Geh wichsen kleiner Mann

Josef A. Preiselbauer: Es ist echt erstaunlich, was für ein niedriges Niveau Du hier an den Tag legst. Ist das normal bei Dir? Vermutlich schon. Dann war das mit der Anzeige wohl nur eine leere Drohung von Dir. Schade, hätte Dich gerne persönlich vor Gericht gesehen.

Reichsdepp: Was ist los mit dir du schwule f****. Hässlicher vogel

Josef A. Preiselbauer: Also inzwischen habe ich von Dir schon so viele Beleidigungen hier bekommen, dass ich ernsthaft über eine Anzeige von mir nachdenke. Dann würde ich Dich auch persönlich kennenlernen. Und wie sich Reichsdeppen vor Gericht aufführen, wo sie IMMER verlieren, das weiß ich ja gut. „grin“-Emoticon

Reichsdepp: Mach doch du vogel

Josef A. Preiselbauer: Ja, gerne.

Reichsdepp: Na dann ist ja gut

Josef A. Preiselbauer: Und, möchtest Du sonst noch etwas loswerden, oder kann ich das so sammeln und abgeben?

Reichsdepp: Kleiner dummer Mensch. Das kommt davon wenn Mütter die nachgeburt anstatt des kindes aufziehen.

Ab hier hat er mich bei Facebook blockiert. Ha ha!

bookmark_borderBerufungsprozess gegen den so genannten Reichsbürger
Peter Putzhammer in Landshut am 14. Juli 2015

Ich habe 5. November 2014 von dem Prozess gegen den so genannten „Reichsbürger“ Peter Putzhammer berichtet, heute gab es in Landshut die Berufungsverhandlung vor dem Landgericht.

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Es hieß: „Der Linksanwalt plant einige Überraschungen im Sinne unserer Weiterbildung.“ Nun ja, von Bildung kann man bei den Reichsdeppen ja kaum reden, bei YouTube und Schule des Lebens gibt es halt keine anerkannten Abschlüsse.

Übrigens stellte sich auch heraus, dass einer der Justizangestellten mein Blog und da speziell den Bericht aus Erding gelesen hat. Fand ich gut.

Aber zum Prozessbericht. Das Ganze fing schon mit Verspätung an, weil Putzhammer es nicht schaffte, pünktlich zu erscheinen. Er hatte wieder seine Frau oder Freundin und die Tochter dabei. Vor mir war eine Reihe mit Zuschauern besetzt, die mussten die Bank aber dann räumen, weil die nicht für Zuschauer gedacht war. Somit bekam ich einen Logenplatz. Putzhammer sah ganz schön fertig aus, läuft wohl alles nicht so optimal im Wolkenkuckucksheim Deutsches Reich.

Die Verhandlung begann, es waren der Richter, zwei Schöffen und der Staatsanwalt da. (Und eine Protokollantin) Der Richter fragte Putzhammer mehrmals, ob er der Herr Putzhammer sei, der meinte aber den Richter über die Unterschiede zwischen juristischer und natürlicher Person aufklären zu müssen und legte dann seinen Reisepass auf die Anklagebank. Ansonsten lief Putzhammer die ganze Zeit nur rum. Dann fragte er den Richter noch, ob dieser für Menschen zuständig ist und verteilte anschließend Briefkuverts mit unbekannten Inhalt an den Richter und die Schöffen. Der Staatsanwalt bekam keines von ihn, Putzhammer erklärte, das muss der Staatsanwalt so wissen. Nach noch ein bisschen Rumgepose von ihm meinte er dann, er geht jetzt und verlies damit den Verhandlungssaal. Seine Fans klatschten ihm laut Beifall hinterher. Ein Zuschauer belehrte von hinten noch den Richter, dass das nicht „Herr Putzhammer“ sei, sondern der „Mensch Peter“.

Es folgte eine Pause, in der sich das Gericht zu Beratung zurückzog. Putzhammer selber war nicht sehr konsequent mit seinem Abgang und stand mit einigen seiner Fans im Vorraum herum. Währenddessen meinten einige der anwesenden Reichsdeppen die Justizangestellten und den Staatsanwalt zu belehren, wie das wirklich läuft in unserem Land. Sie glauben offensichtlich, nach 2 Stunden Studium bei YouTube wissen sie besser Bescheid als Leute, die Jura studiert haben. Dabei schafften sie es in ihrer Unfähigkeit sogar, die Justizangestellten als Polizisten zu bezeichnen. Nachdem die Reichsdeppen auch noch anfingen, dass das ein nationalsozialistisches Gericht ist, drohte der Staatsanwalt mit Anzeige.

Nach der Pause ging es weiter, Putzhammer war auch wieder da. War ja auch klar, er braucht die Bühne zur Selbstdarstellung. Wenn er jetzt allerdings noch was sagte, dann waren das kurze Sätze, die er laut Richtung Richter bellte, wie „Ich bin der höchste Souverän hier“. Dem Richter zeigte er ein Schriftstück, anscheinend eine seiner Ernennungsurkunden, und meinte dann, vom Richter berührt gilt als vom Richter angenommen. Typisches Reichsdeppenrechtsverständnis halt.

Inzwischen stand auch richtige Polizei im Gerichtssaal. Putzhammer wollte mal wieder gehen, das wurde ihm aber deutlich verwehrt. In der Diskussion mit der Polizei stellte sich auch seine Frau / Freundin mit dem Kind auf dem Arm neben ihn. Hierbei wurde auch deutlich, wie Putzhammer das Kind für seine Zwecke benutzte, eine ziemlich widerwärtige Tour von ihm.

Zwischendurch hat er auch mich persönlich mal angequatscht: „Dass Ihr auch schön so richtigen Mist schreibt!“. Aber gerne doch!

So ging das Theater eine ganze Weile weiter. Die Verhandlung sah so aus, dass der Richter vorne ruhig sein Ding durchzog, verschiedene Sachen verlas und ab und an eine Frage an Putzhammer richtete, die dieser ignorierte und stattdessen seine Sprüche abließ. Das sei ein Militärgericht, bla, bla, bla… Das reichsdepperische Publikum wurde auch immer lauter, vom Richter verstand man die ganze Zeit praktisch nichts. Der Richter forderte dann einen der Justizangestellten auf, von einer Person die Personalien aufzunehmen, darauf rief Putzhammer, alle sollen ihre Ausweise zeigen. Und dann natürlich auch der übliche Mist von hinten, der Richter solle seinen Amtsausweis zeigen, das UCC wird übergangen, die Alliierten werden übergangen, und wieder bla, bla, bla… Zwei Personen stachen dabei besonders raus.

Zwischendurch wollte Putzhammer auch wieder irgendwas von mir, aber egal. Der Richter sagte ihm im Fortgang der Verhandlung, er darf was sagen, er muss aber nicht, Putzhammer ignorierte das wie gehabt. Dann machte er tatsächlich ein Fenster auf und rief raus, dass er hier gefangen gehalten wird und raus will.

Zweimal meinte er zur Protokollarin und anschließend zu den Zuschauern, dass er die Verhandlung als geschlossen erklärte und die Staatskasse „oder wer auch immer“ die Kosten zu tragen habe. Und er erklärte dem Richter, dass dieser vollumfänglich privat haftet, die Schöffen ebenfalls und der Richter die Schöffen ins offene Messer laufen lassen würde.

Währenddessen zog der Richter in erstaunlicher Ruhe die Verhandlung weiter durch, zwischendurch verlas auch der Staatsanwalt die Anklage am Richtertisch. Putzhammer, der zwar (nun gezwungenermaßen) anwesend war, beteiligte sich weiterhin nicht an der Verhandlung, was aber auch sein Recht ist. Er kann ja auch die ganze Zeit als Angeklagter schweigen. Ach hätte er es doch mal nur getan…

Dann kam er auf die Idee, dass er eine rauchen will. Das tat er natürlich lauthals kund. Er fragte, wer eine Zigarette für ihn hat, die wurde ihm auch angeboten und sogar ein Feuerzeug. Nur mit viel Einsatz konnte ihn seine Frau / Freundin davon abbringen, sich im Gerichtssaal eine anzuzünden. Ehekrach light.

Kurz darauf wurde er mal wieder laut in Richtung Richter, seine Frau ebenfalls, aber worum es ging, das konnte man nicht verstehen. Dafür war der Lärm hinter mir bei den Reichsdeppenfans zu groß. Eine Zuschauerin, die schon die ganze Zeit penetrant nervte, erklärte von hinten was von NS-Gesetzen und dass die in Deutschland nicht erlaubt sind und sie ein Militärgericht anrufen müsse. Keine Ahnung, in was für einer Wahnwelt sie lebt.

So ging das eine ganze Weile weiter, während der Richter vorne mit ruhiger Stimme arbeitete. Dann zog sich das Gericht wieder zur Beratung zurück.

In der Pause das gewohnte Spiel.

Am Ende kam es tatsächlich nach weniger als zwei Stunden zu einer Urteilsverkündung. Die Berufung wird verworfen. Es gab für den Herrn Putzhammer 7 Monate Haft, ausgesetzt zu Bewährung. Revision ist zugelassen. Der Richter belehrte ihn noch, dass er dran denken soll, dass das nur Bewährung ist und erklärte ihm seine Rechte. Nicht, dass das Putzhammer interessiert hätte, aber auch für ihn gilt der Rechtsstaat. Unabhängig davon, ob er den anerkennt oder als nicht existent betrachtet.

Putzhammers Schlusswort, nach der Verhandlung, war: „Das einzige Gute an der BRD ist die üppige Ausstattung mit Laternenmasten“.

Anmerkung: Derzeit habe ich einen Widerspruch in den Urteilen, den ich noch nicht auflösen kann. (Bei dem Krach der Leute hinter mir konnte man nicht viel verstehen.) In der Verhandlung am 4.11.2014 bekam Putzhammer 120 Tagessätze. Jetzt, in der Berufungsverhandlung, wurde die Berufung verworfen und er bekam, bzw. es blieb bei 7 Monate, ausgesetzt zur Bewährung. Das passt so also nicht. Wie es zu den unterschiedlichen Strafen kommt, versuche ich noch zu klären.

Dank bei der Ausarbeitung dieses Berichtes geht auch an Peter-Franz Graf von Schwerin, mit dem ich gemeinsam dort war und der diesen Bericht auf Fehler abgeklopft hat.

bookmark_borderZitate fälschen

Es gibt immer wieder Spinner, die denken sich Zitate aus die angeblich von irgendwelchen Politikern oder historischen Persönlichkeiten stammen sollen. Z.B. über die jüdische Weltverschwörung, die Rothschilds, oder das die Grünen Deutschland nur hassen.

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Na gut denke ich mir, wenn die das können, dann kann ich das auch, und habe mir mal einfach zwei Zitate ausgedacht. Sollen sie doch erst mal beweisen, dass die nicht stimmen. :D

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bookmark_borderPegida in München, 29. Juni 2015, Naziangriffe gegen Antifaschisten

Wie jeden leidigen Montag lief auch am 29. Juni 2015 wieder der kümmerliche Rest von Pegida München (Ehemals Bagida) auf. Als „Stargast“ war diesmal der so genannte „Ed aus Utrecht – der Pegida-Holländer“, ein bekannter Hetzredner aus Dresden, geladen.

Bereits zu Beginn der Auftaktkundgebung auf dem Stiglmaierplatz wurden Pressefotografen, die Pegida nicht genehm waren, massiv bedrängt und mit Wasser aus Bechern bespritzt, was auch zu Störungen an den Kameras führte. Auch vor massiven körperliches Bedrängen wurde dabei nicht zurückgeschreckt. Diese Angriffe gegen die Presse wurden von der Polizei verharmlost oder ganz ignoriert. Erst auf Drängen der Betroffenen wurde etwas unternommen. Einem Fotografen wollte die Polizei vorschreiben, dass er ein Teleobjektiv nicht benutzen darf. Später wurde anderen Fotografen von anderen Polizisten erklärt, sie dürfen nicht so nahe ran und sie können ja von weiter weg mit dem Tele fotografieren. Wie man es macht, macht man es falsch… Gleichzeitig wurden Fotografen aber permanent von Pegida fotografiert und gefilmt.

In den Reden, natürlich auch in der von dem „Holländer“ wurde die übliche Hetze gegen Moslems und Asylbewerber betrieben. Alles nur junge Männer, Wirtschaftsflüchtlinge, usw.. Man kennt es ja. Und die fast alles nur Moslems. Oftmals haben die Reden gar nichts mehr mit einer angeblichen Islamisierung zu tun, sondern es ist die typische plumpe nationalistische Hetze gegen Flüchtlinge und Nicht-Deutsche, wie man sie von Rechtspopulisten und Nazis kennt.

Apropos Nazis, in der Vergangenheit hatten einzelne Teilnehmer kein Problem damit, zu behaupten, dass eine Gruppe bekannter Schlägernazis aus München und Umgebung da wären, um die Demonstration vor den Linken zu schützen. Im Gespräch mit einigen Personen stellte sich auch heraus, dass die Tatsache, dass da bekannte Nazis mitlaufen, völlig ignoriert oder verleumdet wird, während Personen des lauten Gegenprotest in einiger Entfernung als Extremisten und Linksfaschisten bezeichnet werden. Auch am 29. Juni waren wieder bekannte Nazikader in der Demonstration dabei. Trotzdem sind sich die Pegidaleute nicht zu blöd, mit einer Fahne „Gegen Nazis“ oder eine Israel-Fahne mitzulaufen.

Die Demonstration von Pegida mit ca. 110 Teilnehmern drehte wieder eine kleine Runde durch München, begleitet von lautem Protest. Die Seitenstraßen waren alle durch Hamburger Gitter abgesperrt, es kam als niemand an den Demozug direkt heran. Die Polizei gab sich auch redlich Mühe, Transparente gegen Pegida zu verstellen. Antifaschistinnen und Antifaschisten riefen trotzdem von den Absperrungen aus laut Parolen und Pegida pfiffen aus. Bewundernswert ist dabei die Sportlichkeit, müssen diese doch jedes Mal für ihren Protest um Häuserblocks herumlaufen.

Die Pegidademonstration endete wieder am Stiglmaierplatz, es wurden noch ein paar Hetzreden geschwungen und nicht nicht genehme Presse weiterhin massiv bedrängt.

Inzwischen wurden einzelne Antifaschistinnen und Antifaschisten schon von der Polizei in die U-Bahnhöfe gedrängt und mündliche Platzverweise ausgesprochen. Zwei Frauen mussten so notgedrungen zum Hauptbahnhof fahren und liefen dort einer bekannten Gruppe Nazis fast in die Arme. Die Nazis verfolgten diese dann. Inzwischen kamen noch mehr Antifaschistinnen und Antifaschisten zum Bahnhof und wurden von den Nazis angegriffen. Dabei kam es zu mehreren Verletzungen, so das sogar ein Krankenwagen kommen musste. Bei den Nazis handelte es sich um eine Gruppe, die bereits in der Vergangenheit mehrfach an den Pegidademos teilgenommen hatte bzw. in deren Umfeld aktiv wurde und Gegnerinnen und Gegner von Pegida auch körperlich angriffen. Obwohl die Polizei mehrfach auf die Gruppe Nazis hingewiesen wurde, hielten sie es offensichtlich nicht für nötig, diese mal festzusetzen. Für die Polizei war es aber wichtiger, die dagegen protestierenden Antifaschistinnen und Antifaschisten vor Ort zu kriminalisieren, einzukesseln und deren persönliche Daten aufzunehmen.

(Persönliche Anmerkung: Wenn ich über die fremdenfeindlichen Demonstrationen von Pegida in Wort und Bild berichten will, dann muss ich selbstverständlich nahe ran an das Geschehen. Dass das bei Pegida als Provokation der „Lügenpresse“ aufgefasst wird, ist deren Problem. Die Polizei hat dann aber nicht vorzuschreiben, wie journalistische Arbeit betrieben werden darf.)

Die Bilder

Ordner mit Frei.Wild-Shirt

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Verstehen sich gut: Mulinazifunktionär R. W. und „Ja, ich bin Nazi“ P. M..
Keine Nazis bei Pegida? Doch!

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In Wien ist Blau das, was in Deutschland Braun ist.

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Angriffe gegen Pressefotografen. Ordner von Pegida finden das saukomisch.

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Die übliche Hetze gegen Flüchtlinge

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Die übliche Hetze gegen Flüchtlinge

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Ed aus Utrecht bei seiner Hetze.

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Kümmerlicher Haufen

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Für Israel, mit Nazis?

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Hetze, wo immer es geht.

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Polizei verstellt Banner der Antifaschistinnen und Antifaschisten

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Pegida wälzt sich durch abgesperrte Straßen

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Bekannter Blödsinn.
Warum heut der Nazi eigentlich immer, dass er als Nazi bezeichnet wird, wenn er sich benimmt wie ein Nazi?

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Krankenwagen und Polizeikessel am Hauptbahnhof

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