bookmark_borderMontagsmahnwache für Frieden, München, 25. August 2014

Nachdem in der letzten Woche so genannten Reichsbürgern ((Darüber regen sich jetzt wieder einige auf, dass ich sie zusammenfassend einfach Reichsbürger nenne.)) und außerdem einer Frau der rechtspopulistischen Partei Die Freiheit das Rederecht verwehrt wurde, gab es in den darauffolgenden Tagen hitzige Diskussionen in der dazugehörigen Facebookgruppe. Insofern erwartete ich gestern einiges. Ich bin allerdings erst 19 Uhr dazugestossen, als ein Mitglied der 20-köpfigen Organisationsgruppe deutlich erklärte, warum man die Themen „BRD-GmbH“ nicht auf der Mahnwache haben will. Da dieser Verschwörungsthesen aus der extremen rechten Ecke kommen, der Redner wollte selber niemanden in diese Ecke stellen, sind sie sehr gefährlich. Abgesehen davon auch einfach nur falsch. Die Mahnwache setzt sich für Toleranz und Frieden ein, da sind weder die Reichsbürger noch die Rechtspopulisten an der richtigen Stelle. Bei einer Abstimmung unter den Anwesenden sprachen sich nur sehr wenige gegen diesen Weg der Orga aus, den ich persönlich für richtig halte.

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Als Gast war ein Mönch geladen, der über inneren Frieden sprach und mit einem zweiten musizierte. Außerdem noch einen weiteren musikalischen Beitrag.

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Desweiteren gab es eine Aktion, bei der eine Videobotschaft für die Menschen in der Ukraine aufgezeichnet wurde. Der Wunsch nach Frieden für alle Menschen wurde in mehren Sprachen zum Ausdruck gebracht.

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Zum Abschluss sprach ein Redner mit französischen Akzent, der auf große Begeisterung stieß. Auch bei mir. 🙂 Er sprach über viele aktuelle Dinge, über NSU und Verfassungsschutz und brachte auch Sprüche wie, dass die Deutschen bekannt sind für ihre Disziplin und Ordnungsliebe, aber wo ist die, wenn man sich BER, Hamburger Philharmonie oder Stuttgart 21 anschaut?

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Kritisch muss ich anmerken, das bei der Mahnwache zwar viel über Frieden geredet wurde, aber nicht darüber, wo die Ursachen für Not, Elend und Kriege liegen.

Ich lasse es mir in der Facebookgruppe nicht nehmen, da eine klare antikapitalistische Haltung zu zeigen, auch wenn der eine oder andere mich dann für einen bezahlten israelischen Agent hält, weil ich deren kruden Verschwörungstheorien widerspreche.

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Die weitere Entwicklung der Mahnwache München ist mit Spannung zu verfolgen, der derzeitige Weg ist meiner Ansicht nach fortschrittlich. Am 13. September 2014 wird es in München eine Demonstration „Weg des Friedens“ geben.

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bookmark_borderEntfesselt blitzen

Nachdem ich es die Nacht endlich geschafft habe, meinen Speedlite 270EX II wieder zusammenzusetzen, habe ich mal mit entfesselten und drahtlosen blitzen gespielt. Da die Canon EOS 7D einen Transmitter eingebaut hat, geht das sehr gut.

Auf diesem Bild sieht man den Canon Speedlite 430EX II und den Canon Speedlite 270EX II:

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(Der 270EX II eignet sich durch seine kompakte und kleine Bauweise übrigens recht gut für Kompaktkameras.)

Bei dem folgenden Foto habe ich direkt in den 430EX II reinfotografiert, ISO 100, Blende 22, 1/250s. Und zusätzlich noch einen 3.0-ND-Filter (1000x) auf dem Objektiv.

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Könnte mal wieder sauber gemacht werden…

Dann habe ich zwei meiner Supermodels rangelassen. Als Objektiv war mein EF 50mm/1.4 drauf.

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Man sieht gut die indirekte Lichtgebung, das gelang mir, indem ich die Blitze so aufgestellt habe:

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Der kleine Blitz hat beim obigen Foto mit den Supermodels auch ausgelöst.

bookmark_borderJ.W. Stalin am 23. Februar 1942
in seinem berühmten Befehl Nr. 55 über den Nahostkonflikt

„In der ausländischen Presse wird manchmal darüber geschwätzt, dass die israelische Armee das Ziel habe, das palästinensische Volk auszurotten und das palästinensische Land zu vernichten. Das ist natürlich eine dumme Lüge und eine törichte Verleumdung der israelischen Armee. Solche idiotischen Ziele hat die israelische Armee nicht und kann sie nicht haben. Die israelische Armee setzt sich das Ziel, die islamistischen Okkupanten aus dem Lande zu vertreiben und den palästinesischen Boden von den faschistischen islamistischen Eindringlingen zu befreien. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Krieg für die Befreiung des palästinesischen Bodens zur Vertreibung oder Vernichtung der Hamas-Clique führen wird. Wir würden einen solchen Ausgang begrüßen. Es wäre aber lächerlich, die Hamas-Clique mit dem palästinensischen Volke, mit dem palästinesischen Lande gleichzusetzen. Die Erfahrungen der Geschichte besagen, dass die Hamas kommen und gehen, aber das palästinensische Volk, das palästinensische Land bleibt.“

(Originalquelle)

bookmark_borderMontagsdemo München am 18. August 2014

Nach fast drei Monaten habe ich mir mal wieder eine Montagsdemo / Montagsmahnwache für Frieden in München angeschaut. Als Gastredner war Rico Albrecht von wissensmanufaktur.de geladen, um über das Geldsystem zu sprechen.

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Anwesend waren geschätzt 100 Teilnehmer bei der Veranstaltung. Es gab einige Musikbeiträge von Tamara Trombitas (Link geht zu Facebook) und Grüße aus anderen Städten sowie kurze Redebeiträge.

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Dann kam Rico Albrecht an die Reihe. Ich persönlich halte die Hinzunahme von wissensmanufaktur für, höflich ausgedrückt, sehr grenzwertig. Psiram.com schreibt darüber:

Die Wissensmanufaktur (auch „Institut für Wirtschaftforschung und Gesellschaftspolitik“) ist ein internetbasiertes Projekt des deutschen Unternehmers Andreas Popp.
(…)
Eine große Zahl von Beiträgen von Popp, hauptsächlich in Form von Videos, kann auf der Internetseite wissensmanufaktur.net abgerufen werden. Als Mitglieder eines wissenschaftlichen Beirats der Wissensmanufaktur werden folgende Personen genannt: Der Ökonom Wolfgang Berger, der Tierrechtler Helmut Kaplan, der Verschwörungstheoretiker Karl Albrecht Schachtschneider, der Meteorologe Wolfgang Thüne und der rechtsorientierte Medienwissenschaftler und Journalist Michael Vogt.

Rico Albrecht sprach über das Geldsystem und den so genannten Plan B. Was das ist, soll und kann sich ja jeder selber ergooglen. Kapitalismuskritik ist ja schön und gut, leider wird das Ganze dann doch nicht so richtig beim Namen genannt und alles nur auf das Geldsystem und den Zinseszins geschoben. Dafür fielen dann Aussagen wie dass zum Glück in Russland ein besonnener Staatschef an der Macht ist und Mainstreammedien zum Auslaufmodell werden, das Internet aber zur sicheren Quelle. Rico empfahl auch den deutschen Journalisten zu kündigen und eigene Internetseiten zu gründen, die die Wahrheit verbreiten. Damit können sie dann Geld verdienen. Alternativ empfahl er einen Tag der Wahrheit, z.B. den 3. Oktober, ab den Tag gehen alle Journalisten in den Streik und lügen nicht mehr.

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Interessanter war die Diskussion danach am offenen Mikro. Da kam tatsächlich jemand und meinte, der Kapitalismus könne gar nicht Schuld an den Kriegen sein, denn Kriege gab es schon vor dem Kapitalismus. Na ja… Eine Frau fing damit an „Also Deutschland ist ja gar kein Land sondern eine GmbH..“, ihr wurde aber sofort von den Organisatoren das Mikro abgenommen und dem Quatsch widersprochen. Der Moderator der Mahnwache sagte in aller Deutlichkeit, dass das Schwachsinn ist und man dort so etwas nicht haben will. Und weil er grade dabei war, machte er auch nachdrücklich klar, dass bei der Mahnwache in München keine Redner und Rednerinnen aus dem rechten und dem rechtspopulistischen Lager Rederecht erhalten. Darüber regte sich eine ältere Frau ziemlich heftig auf, sie war von der islamophoben Partei „Die Freiheit“. Im Publikum meinten einige, das wäre ja Zensur und buhten den Moderator aus. Aber ich fand, das war eine klare und absolut vernünftige Ansage von ihm. Insofern gibt die Montagsmahnwache in München schon ein positives Beispiel ab.

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Später gab es dann die Diskussionen im kleinen Kreisen, wobei auch immer wieder, es wird langsam langweilig, das Thema der Souveränität Deutschlands angesprochen wird. Es ist unglaublich, was sich da manche Menschen zusammenfantasieren. Die Krönung war allerdings eine ältere Frau, die mir erklärte, Nazis in Deutschland heißen nicht Nazis sondern Nasos. Warum? Ja weil die Abkürzung für Nationalsozialisten Naso ist und Nazi für Nationalzionisten steht. Es war die selbe Frau, die später auch meinte, das am 9.11.2001 in New York unter dem WTC eine thermonukleare Bombe gezündet wurde.

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Mein Fazit von der Montagsmahnwache in München: Es wird noch immer zu viel um das Geldsystem und den Zinseszins herumgeschwurbelt anstatt das Thema mal beim Namen zu nennen und richtige linke und antikapitalistische Positionen zu beziehen. Aber es ist den Organisatoren hoch anzurechnen, das sie konsequent den verschwörungstheoretischen Mist abweisen und keine rechten und antisemitischen Reden zulassen.

bookmark_borderWolfgang Leonhard – Kein Nachruf

Eigentlich ist es ein Rätsel, warum Wolfgang Leonhard immer so einen verbitterten und hasserfüllten Eindruck machte.

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Der „profunde Kenner des Eurokommunismus“ (Katja Kipping, PDS.Linke) bekam in seiner Jugend schlichtweg keine Liebe. Seine Mutter, so sagt er in einem Interview in der ZEIT, gab ihm „keine Zärtlichkeiten, keine Wärme“. Auch in der Sowjetunion, unter Stalin, konnte er sich nicht frei entfalten. Und wenn ein Kommunist in der Sowjetunion aufwuchs, so konnte er nur schwer ein Familienmensch sein, so Leonhard.

Sehr tragisch…

17. August 2014: Eine der unangenehmsten Menschen ist abgetreten. Es hat sich ausgebittert.

bookmark_borderSchikanen gegen Demofotografen auch in München

Erst am Donnerstag schrieb ich über die Schikanen gegen Demofotografen von BEOBACHTER NEWS in Stuttgart und Umgebung. Und noch während ich das schrieb, gab es zeitgleich einen ähnlichen Vorfall in München. Wiedereinmal hat die „Bürgerinitiative Ausländerstopp (BIA)“ eine Kundgebung in München abgehalten, zu der wohl nur sehr, sehr wenige Nazis überhaupt auftauchten. Es ging, wie so oft, gegen das Erstaufnahmelager in der Bayern-Kaserne. Oberhetzer der BIA ist Münchner Stadtratsmitglied Karl Richter, der auch bei der NPD tätig ist. Natürlich gab es gegen diese Kundgebung Widerstand. Und während Karl Richter gesprochen haben soll, zu hören war er offensichtlich nicht, war der Widerstand um so lauter.

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(Bildquelle: Demofotografie München bei Facebook)

Schon während der Kundgebung gab es einige Zugriffe der Polizei. Noch während der Abreise der Nazis eskaliert die Situation weiter und die Polizei greift sich den bekannten Demofotografen und -filmer Felix Benneckenstein ((Felix Benneckenstein ist ein ehemaliger aktiver Neonazi aus Bayern, der vor einigen Jahren aus der rechten Szene ausgestiegen ist und die Aussteigerhilfe Bayern e.V. mitbegründet hat. Heute betreibt er aktive Demobeobachtung auf antifaschistischer Seite und hält Vorträge, u.a. an Schulen. Siehe dazu auch das Interview mit Felix bei Endstation Rechts: „Der lange Weg zurück: Interview mit Felix Benneckenstein, Neonazi-Aussteiger“)). Offensichtlich war es der Polizei nicht Recht, das auch sie auf den Videos von Felix auftauchen und so zeigten sie wieder mal, wer im Staat zwar nicht das Recht, aber das Sagen hat. Felix wurde kurz darauf wieder frei gelassen, aber die Speicherkarte seiner Kamera beschlagnahmt. Als Grund wird eine „Urheberrechtsverletzungen am eigenen Bild der Beamten“ angegeben. Das sie diese Aufnahmen aber dulden müssen, ist bekannt und sogar vom Bundesverwaltungsgericht festgestellt, wie man u.A. im lawblog nachlesen kann: „Polizisten müssen sich fotografieren lassen“. Das Bundesverwaltungsgericht hat dazu gesagt:

Der Einsatz von Polizeibeamten, namentlich ein Einsatz von Kräften des Spezialeinsatzkommandos stellt im Sinne der einschlägigen Bestimmung des Kunsturhebergesetzes ein zeitgeschichtliches Ereignis dar, von dem Bilder auch ohne Einwilligung der abgelichteten Personen veröffentlicht werden dürfen.

Einen ausführlicheren Bericht der Vorfälle vom Donnerstag Abend findet sich bei popophy: „DREISTER GEHT’S IMMER!“

Wenn also die Speicherkarten von Fotografen und Filmern beschlagnahmt werden bzw. die Löschung der Fotos verlangt wird, so liegt ein klarer Rechtsbruch seitens der Polizei vor. Es ist im Prinzip die selbe Taktik wie beim Vorfall der BEOBACHTER NEWS. Warum aber tut die Polizei das? Sollte sie es nicht besser wissen? Ich gehe davon aus, dass sie es wissen. Aber der Grund ist reine Schikane und Einschüchterung gegenüber den Demoberichterstattern. Und selbst wenn die Polizei später für dieses Vorgehen vor Gericht verlieren würde, ist es ihnen egal. Denn Konsequenzen müssen sie keine befürchten, also versuchen sie es immer wieder. Die Polizei weiß aber, dass das Foto- und Filmequipment für die betroffenen Personen sehr wichtig ist, insofern ist die Beschlagnahme vor allem auch eine psychologische Strategie gegen diese Personen.