bookmark_borderSchikanen gegen Demofotografen

Ich versuche ja öfters auf Demonstrationen und Kundgebungen mit politischen Hintergrund zu gehen. Die Leser meines Blogs haben in den letzten Wochen einige Berichte, speziell zum Thema Nahost, hier lesen können. Manchmal bin ich alleine unterwegs, manchmal mit einigen Freunden gemeinsam. Normalerweise komme ich mit meinem Presseausweis auch recht nah an das Geschehen heran. Aber manchmal stellt sich die Polizei auch quer und versucht eine Berichterstattung zu verhindern. Manchmal gibt es auch im Nachhinein erst Ärger. Bei mir ging bisher zum Glück alles gut, aber ein Beispiel von nachträglichen Schikanen schildern die BEOBACHTER aus Stuttgart und Umgebung.

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Ein Beamter der Bundespolizei sieht sein Recht am eigenen Bild verletzt:
Ermittlungen gegen Beobachter News

Stuttgart. Es ist nicht das erste Mal, dass die Polizei gegen Pressefotografen vorgeht, die das Vorgehen der Einsatzkräfte bei Kundgebungen, Demonstrationen und ähnlichen Anlässen kritisch begleiten und dokumentieren – zuletzt gerade erst in Hamburg. Doch in diesem Fall ist die Sache doch sehr an den Haaren herbeigezogen. Die Bundespolizei ermittelt gegen den Herausgeber und einen Fotojournalisten der Beobachter News. Der Vorwurf: Sie sollen gegen das Recht am eigenen Bild eines Beamten verstoßen haben, der sich auf einem veröffentlichten Foto aus dem Stuttgarter Hauptbahnhof zu erkennen glaubt.
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Die Bundespolizei fragte die Redaktion der Beobachter News über das Kontaktformular auf unserer Website nach dem Verfasser des Artikels. Dadurch erfuhren wir, dass ein Beamter – obwohl aus unserer Sicht nicht zu erkennen – durch die Veröffentlichung sein „Recht am eigenen Bild“ verletzt sieht. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen einer Straftat nach dem Kunsturheberrechtsgesetz.
(…)
Wir sind überzeugt, mit unserer Veröffentlichung gegen kein Gesetz verstoßen zu haben. Um unseren guten Willen zu zeigen, boten wir dennoch an, das beanstandete Foto von der Website zu entfernen, wenn die Anzeige zurückgezogen wird. Ein Rücknahme der Anzeige wurde von der ermittelnden Polizeibeamtin telefonisch mit der Begründung abgelehnt, dass die Sache ihren Kollegen zu wichtig sei. Daraus schließen wir, dass die Bundespolizei gezielt an einem Strafverfahren gegen die Beobachter News interessiert ist.
(…)

Es mag natürlich sein, das der Bundespolizist sich wirklich darüber ärgert, das ein Foto im Internet im Internet zu sehen ist, auf dem er sich zu erkennen glaubt. Für mich sieht das jedoch nach einem an den haaren herbeigezogenen Grund aus, die BEOBACHTER für ihre Arbeit unter Druck zu setzen. Denn den Herrschenden in unserem Land sind die Berichte der BEOBACHTER NEWS sicher öfters ein Dorn im Auge, werden doch dort Dinge berichtet, die in den normalen Medien unter den Tisch fallen. Deshalb drücke ich den Genossen die Daumen und wünsche weiterhin ihre Standhaftigkeit. Ich bin sicher, sie lassen sich nicht einschüchtern.

bookmark_borderLinks am Sonntag (10. August 2014)

Lieber spät als gar nicht. Und da ich es letzte Woche ausfallen lassen habe, gibt es diesmal mehr.

Antisemitismus in Deutschland

Nahost

bookmark_borderDemonstration in München für die bedrohten kurdischen Jesiden /
Mahnwache in München für die Opfer des Krieges in Gaza

Demonstration in München für die bedrohten kurdischen Jesiden

In München fand am 7. August 2014 ab 16:45 Uhr eine Kundgebung und Demonstration gegen die Verfolgung der kurdischen Jesiden im Nordirak statt, insbesondere in der Stadt Sengal. Aufgerufen hatte das NAV-DEM (Kurdisches Gesellschaftszentrum München & Südbayern).

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Die Jesiden sind eine religiöse Minderheit der Kurden, die weder zu den Christen noch zu den Muslimen gehören sondern eine eigenständige, nicht monotheistisch Religionsgemeinschaft. Sie werden durch die vorrückende Terroroganisation IS (Islamischer Staat) bedroht, hunderttausende Jesiden sind auf der Flucht, Zehntausende harren ohne Nahrung und Wasser im Gebirge aus. Die IS-Terroristen fordern die Jesiden auf, wie auch die Christen im Irak und Syrien sowie andersgläubige Muslime, zum Islam zu konvertieren oder eine Sondersteuer zu bezahlen. Sonst droht ihnen der Tod. Junge Mädchen und Frauen werden missbraucht und auf Sklavenmärkten verkauft. Männer werden rücksichtslos hingerichtet. Mehr dazu im Aufruf.

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Die Demonstration war ein Hilferuf, aber auch eine Kritik an der Politik der westlichen Länder. So riefen sie „Deutsche Panzer raus aus Kurdistan“. Nach der Auftaktkundgebung führte die Route vom Stachus durch die Münchner Innenstadt, wieder am Stachus vorbei zum Odeonsplatz, wo sie gegen 19:30 Uhr endete.

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Die Polizei war sehr darauf bedacht, ein Zusammentreffen mit der kurz danach am Stachus beginnenden Mahnwache für die Opfer des Gazakrieges zu vermeiden, befinden sich unter denen doch bekanntermaßen einige islamistische Extremisten und Befürworter der IS.

Mahnwache in München für die Opfer des Krieges in Gaza

Die Mahnwache für die Opfer des Krieges im Gazastreifen begann gegen 20 Uhr. Aus Kerzen wurde ein Schriftzug gebildet, der den 1960 Opfern der israelischen Militärschläge gedachte. Allerdings wurden bei dieser Zahl dabei auch die Terroristen von Hamas und Islamische Dschihad zu den Opfern gezählt, die sich nach israelischen Angaben auf über 1000 belaufen.

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Es war eine insgesamt sehr ruhige Veranstaltung mit circa 200 Teilnehmern.

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Zu antisemitischen Vorfällen kam es nicht, soweit ich erkannt habe. Nur einem deutschen „Friedensaktivisten“ wurde ein Plakat durch die Polizei abgenommen wegen Anfangsverdacht auf Volksverhetzung o.ä.. (Das letzte Foto dokumentiert dieses Plakat)

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bookmark_borderNipster: Auf der Suche nach der neuen Nazi-Mode | Kulturjournal | NDR

ICh finde ja solche Leute äußerst mutig, die sich da einfach mal so reinstellen und die Nazis auf ihre ironische Art provozieren.

Ganz besonders schön bei 1:37.

„Ich bin ja kein Araber. Ich bin ja arischer Iraner“ – „Jetzt kommen sie mir nicht so!“