Och menno, immer auf die AfD, das ist so unfair!

„So seien etwa 40 Prozent der mehr als 200 000 in Deutschland aufgehängten Plakate beschädigt oder vernichtet worden. „Sie werden übersprüht, zertrümmert, angezündet“, klagt Lucke. In manchen Großstädten, zum Beispiel in Leipzig, hänge kein einziges Plakat mehr. Der Sachschaden wird auf rund 360 000 Euro geschätzt..“

Also aufrechter Demokrat kann ich solche demokratiefeindlichen Aktionen der antideutschen Linksradikalen natürlich auf keinen Fall gutheißen!

Nationalismus ist keine Alternative

Dinge, an denen Du merkst, dass Du richtig alt wirst

  • Ein Auto vom Pflegedienst folgt Dir überall hin
  • Du findest, die Musik im Supermarkt hört sich gar nicht so schlecht an
  • Deine Schuhe werden immer beiger
  • Du kannst Dich noch an Fernsehen mit drei Programmen erinnern
  • Deine Wikipedia besteht aus 30 Bänden auf Papier gedruckt
  • Dein soziales Netzwerk triffst Du im Park beim Enten füttern
  • Wenn Du morgens aufstehst, knarrt Dein Körper mehr als Dein Bett
  • Deine Lieblingslieder werden „Oldies“ genannt
  • Früher war sowieso alles besser
  • Bei 80’er Partys bekommst Du einen Stuhl hingestellt
  • „In alten und neuen Städten“

    Ich kann ja nicht immer selber was schreiben, darum stelle ich heute mal ein anderes Blog vor:

    In alten und neuen Städten von Philipp Eichhoff.

    Er schreibt über sein Blog:

    „Reaktionäres steht dicht neben Progressivem: Das einzige, was sie gemeinsam haben ist die Patina des Alters. Wir erliegen der Versuchung, ‚alt‘ mit ‚schön‘ gleichzusetzten und begehen den Fehler, die Baugeschichte nach einer anderen Methode zu beurteilen als die Geschichte.“ (Georg Piltz)

    Im Sinne dieser eigentlich simplen, aber selbst unter ansonsten fortschrittlich denkenden Menschen wenig verbreiteten Erkenntnis sind hier Orte in alten und neuen Städten beschrieben. Man verstehe diese Texte als Anregungen, das, was einen umgibt, wirklich zu sehen.

    Es gibt aber auch andere Themen, z.B. „Lieber Axe Anarchy als Anarchismus“.

    Georgi Dimitroff – Über den Faschismus (Teil 5/5)

    (Teil 1)
    (Teil 2)
    (Teil 3)
    (Teil 4)
    (Teil 5)

    Der Faschismus – eine grausame, aber keine feste Macht

    Die faschistische Diktatur der Bourgeoisie ist eine grausame, aber keine feste Macht.

    Worin bestehen die Hauptursachen dafür, daß die faschistische Diktatur keine feste Diktatur ist?

    Der Faschismus, der sich anschickte, die Meinungsverschiedenheiten und die Gegensätze im Lager der Bourgeoisie zu überwinden, verschärft diese Gegensätze noch mehr. Der Faschismus versucht, sein politisches Monopol zu errichten, und beseitigt gewaltsam die anderen politischen Parteien. Aber das Vorhandensein des kapitalistischen Systems, das Bestehen der verschiedenen Klassen und die Verschärfung der Klassengegensätze führen unvermeidlich zur Erschütterung und Sprengung des politischen Monopols des Faschismus. Das ist kein Sowjetland, in dem die Diktatur des Proletariats ebenfalls durch eine Monopolpartei verwirklicht wird, wo aber dieses politische Monopol den Interessen der Millionen der Werktätigen entspricht und sich immer mehr auf den Aufbau der klassenlosen Gesellschaft stützt. In einem faschistischen Lande kann die Partei der Faschisten ihr Monopol nicht lange aufrechterhalten, weil sie nicht imstande ist, sich die Aufgabe der Beseitigung der Klassen und der Klassengegensätze zu stellen. Sie hebt die legale Existenz der bürgerlichen Parteien auf, aber eine Reihe von ihnen besteht illegal weiter. Die Kommunistische Partei aber marschiert auch unter den illegalen Verhältnissen vorwärts, stählt sich und leitet den Kampf des Proletariats gegen die faschistische Diktatur. Auf diese Weise muß das politische Monopol des Faschismus unter den Schlägen der Klassengegensätze zusammenbrechen.

    Eine andere Ursache dafür, daß die faschistische Diktatur nicht fest ist, besteht darin, daß der Kontrast zwischen der antikapitalistischen Demagogie des Faschismus und der Politik der räuberischsten Bereicherung der monopolistischen Bourgeoisie die Entlarvung des Klassenwesens des Faschismus erleichtert und zur Erschütterung und zum Zusammenschrumpfen seiner Massenbasis führt.

    Ferner ruft der Sieg des Faschismus den tiefen Haß und die Empörung der Massen hervor, begünstigt ihre Revolutionierung und gibt der Einheitsfront des Proletariats gegen den Faschismus einen mächtigen Anstoß.

    Durch die Politik des wirtschaftlichen Nationalismus (Autarkie) und durch die Inanspruchnahme des größeren Teils des Volkseinkommens für die Vorbereitung des Krieges untergräbt der Faschismus die ganze Wirtschaft des Landes und verschärft den Wirtschaftskrieg zwischen den kapitalistischen Staaten. Er verleiht den innerhalb der Bourgeoisie entstehenden Konflikten den Charakter scharfer und nicht selten blutiger Zusammenstöße, was die Festigkeit der faschistischen Staatsmacht in den Augen des Volkes untergräbt. Eine Staatsmacht, die ihre eigenen Anhänger ermordet, wie das am 30. Juni vergangenen Jahres in Deutschland der Fall war, die faschistische Staatsmacht, gegen die mit der Waffe in der Hand der andere Teil der faschistischen Bourgeoisie kämpft (der nationalsozialistische Putsch in Österreich, das scharfe Auftreten einzelner faschistischer Gruppen gegen die faschistische Regierung in Polen, Bulgarien, Finnland und anderen Ländern), – eine solche Staatsmacht kann in den Augen der breiten kleinbürgerlichen Massen ihre Autorität nicht lange aufrechterhalten.

    Die Arbeiterklasse muß es verstehen, die Gegensätze und Konflikte im Lager der Bourgeoisie auszunutzen, aber sie darf sich keine Illusionen darüber machen, daß der Faschismus sich von selbst erschöpfen werde. Der Faschismus wird nicht automatisch zusammenbrechen. Nur die revolutionäre Aktivität der Arbeiterklasse wird helfen, die im Lager der Bourgeoisie unvermeidlich entstehenden Konflikte zur Untergrabung der faschistischen Diktatur und zu ihrem Sturz auszunutzen.

    Durch die Liquidierung der Überreste der bürgerlichen Demokratie, durch die Erhebung der offenen Gewalt zum Regierungssystem untergräbt der Faschismus die demokratischen Illusionen und die Autorität der Gesetzlichkeit in den Augen der werktätigen Massen. Das geht um so mehr in den Ländern vor sich, in denen, wie z.B. in Österreich und Spanien, die Arbeiter mit der Waffe in der Hand gegen den Faschismus gekämpft haben. In Österreich hat der heldenhafte Kampf des Schutzbundes und der Kommunisten trotz der Niederlage die Festigkeit der faschistischen Diktatur von Anfang an erschüttert. In Spanien ist es der Bourgeoisie nicht gelungen, den Werktätigen einen faschistischen Maulkorb umzuhängen. Die bewaffneten Kämpfe in Österreich und Spanien führten dazu, daß immer breitere Massen der Arbeiterklasse die Notwendigkeit des revolutionären Klassenkampfes erkennen.

    Nur solche unglaublichen Philister, solche Lakaien der Bourgeoisie, wie der älteste Theoretiker der II. Internationale, Karl Kautsky, können den Arbeitern Vorwürfe machen und sagen, daß sie in Österreich und Spanien nicht zu den Waffen hätten greifen sollen. Wie würde jetzt die Arbeiterbewegung in Österreich und in Spanien aussehen, wenn die Arbeiterklasse dieser Länder sich von den verräterischen Ratschlägen der Kautsky hatte leiten lassen? Die Arbeiterklasse hätte eine tiefe Demoralisierung in ihren Reihen erlebt.

    „Die Völker machen die Schule des Bürgerkriegs“ – sagt Lenin – „nicht umsonst durch. Das ist eine harte Schule, und zu ihrem vollen Programm gehören unvermeidlich auch Siege der Gegenrevolution, das Wüten der erbitterten Reaktionäre, wilde Racheakte der alten Macht an den Rebellen usw. Doch nur eingefleischte Pedanten und des Verstandes bare Mumien können darüber jammern, daß die Völker diese qualvolle Schule durchmachen; diese Schule lehrt die unterdrückten Klassen, den Bürgerkrieg führen, lehrt sie in der Revolution siegen. Sie speichert in den Massen der modernen Sklaven jenen Haß auf, den die verschüchterten, stumpfen und unwissenden Sklaven ewig verbergen, und der die Sklaven, die die Schmach ihres Sklaventums erkannt haben, zu den größten geschichtlichen Heldentaten führt.“

    Der Sieg des Faschismus in Deutschland hat bekanntlich eine neue Welle der faschistischen Offensive mit sich gebracht, die in Österreich zur Provokation Dollfuß, in Spanien zu neuen Angriff en der Konterrevolution auf die revolutionären Errungenschaften der Massen, in Polen zur faschistischen Reform der Verfassung geführt und in Frankreich die bewaffneten Abteilungen der Faschisten im Februar 1934 zum Versuch eines Staatsstreichs aufgemuntert hat. Aber dieser Sieg und das Wüten der faschistischen Diktatur haben eine Gegenbewegung der proletarischen Einheitsfront gegen den Faschismus im internationalen Maßstab hervorgerufen. Die Reichstagsbrandstiftung, die das Signal war zum Generalangriff des Faschismus gegen die Arbeiterklasse, der Raub der Gewerkschaften und der anderen Arbeiterorganisationen und ihre Ausplünderung, die Schreie der gefolterten Antifaschisten aus den Kellern der faschistischen Kasernen und den Konzentrationslagern zeigen den Massen handgreiflich, wozu die reaktionäre Spaltungstätigkeit der Führer der deutschen Sozialdemokratie geführt hat, die die Vorschläge der Kommunisten über einen gemeinsamen Kampf gegen den angreifenden Faschismus ablehnten, und überzeugen sie von der Notwendigkeit der Zusammenfassung aller Kräfte der Arbeiterklasse zum Sturz des Faschismus.

    Der Sieg Hitlers hat auch einen starken Anstoß zur Schaffung der Einheitsfront der Arbeiterklasse gegen den Faschismus in Frankreich gegeben. Der Sieg Hitlers hat bei den Arbeitern nicht nur Furcht hervorgerufen vor dem Schicksal der deutschen Arbeiter, hat nicht nur den Haß gegen die Henker ihrer deutschen Klassenbrüder entfacht, sondern hat auch ihre Entschlossenheit verstärkt, auf keinen Fall in ihrem Lande das zuzulassen, was mit der Arbeiterklasse in Deutschland geschehen ist.

    Der mächtige Drang nach der Einheitsfront in allen kapitalistischen Ländern zeigt, daß die Lehren der Niederlage nicht umsonst waren. Die Arbeiterklasse beginnt auf neue Weise zu handeln. Die Initiative der Kommunistischen Partei bei der Organisierung der Einheitsfront und die grenzenlose Aufopferung der Kommunisten, der revolutionären Arbeiter im Kampfe gegen den Faschismus führten zu einem unerhörten Anwachsen der Autorität der Kommunistischen Internationale. Gleichzeitig entwickelt sich eine tiefe Krise in der II. Internationale, die nach dem Bankrott der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands besonders kraß zutage trat und sich verschärfte.

    Die sozialdemokratischen Arbeiter können sich immer anschaulicher davon überzeugen, daß das faschistische Deutschland mit allen seinen Schrecken und seiner Barbarei letzten Endes eine Folge der sozialdemokratischen Politik der Arbeitsgemeinschaft mit der Bourgeoisie ist. Diese Massen werden sich immer klarer darüber, daß der Weg, den die Führer der deutschen Sozialdemokratie das Proletariat geführt haben, nicht wieder beschritten werden darf. Noch nie hat es in den Reihen der II. Internationale eine solche geistige Verwirrung gegeben, wie jetzt. Es geht eine Differenzierung innerhalb aller sozialdemokratischen Parteien vor sich. In ihren Reihen bilden sich zwei Hauptlager heraus: neben dem bestehenden Lager der reaktionären Elemente, die mit allen Mitteln versuchen, den Block der Sozialdemokratie mit der Bourgeoisie zu erhalten, und wütend die Einheitsfront mit den Kommunisten ablehnen, beginnt sich das Lager der revolutionären Elemente herauszubilden, die Zweifel an der Richtigkeit der Politik der Arbeitsgemeinschaft mit der Bourgeoisie hegen, die für die Schaffung einer Einheitsfront mit den Kommunisten sind und in immer stärkerem Maße auf den Standpunkt des revolutionären Klassenkampfes überzugehen anfangen.

    Der Faschismus, der als Folge des Niederganges des kapitalistischen Systems aufgetaucht ist, wirkt also letzten Endes als Faktor seiner weiteren Zersetzung. So führt der Faschismus, der die Verpflichtung übernahm, dem Marxismus, der revolutionären Arbeiterbewegung den Garaus zu machen, infolge der Dialektik des Lebens und des Klassenkampfes zu einer weiteren Entwicklung jener Kräfte, die seine Totengräber, die Totengräber des Kapitalismus sein müssen.

    Montagsdemo in München, 12.05.2014

    Bei der gestrigen Montagsdemo in München habe ich selber seine längere Rede gehalten. (Siehe unten) Ziel war es, den Versammelten zu zeigen, warum solche Demos für die Rechten attraktiv sind. Dabei gab es eine ganze Menge Unmut, insbesondere als ich darauf zu sprechen kam, welche Schuld Deutschland in der internationalen Politik und als kapitalistisches Land hat. Das, und auch die Tatsache, dass Deutschland eben nicht mehr ein besetztes Land ist, wollte man offensichtlich nicht hören, was sich auch in den Gesprächen anschließend zeigte, die ich mit einigen führte. Es war, als nehme man den Leuten da ihr Spielzeug weg. Einer riet mir später, mich in psychologische Behandlung zu begeben, derselbe, der dann in seiner Rede neben einigem bla, bla dazu aufrief, das Buch „Die Jahrhundertlüge“ zu lesen. Alles klar.

    Eine andere Rednerin erklärte mit einem einfachen Beispiel, das Geld aus dem Nichts entsteht. Da hatte ich das dringende Bedürfnis, ihr „Das Kapital“ von Marx an den Kopf zu werfen. Offensichtlich müssen wir da mal einen Beitrag halten, der das alles ins richtige Licht rückt. Ich befürchte allerdings, auch das wollen die wenigsten da hören.

    Ein paar Redebeiträge waren auch gut, ein sich selber Kommunist nennender Mann sagte, dass es nicht alleine um das Zinssystem geht, dass wir durch produktive Arbeit Werte erschaffen und dass wir alle hier ausgebeutet werden.

    Die Krönung war allerdings ein junger Mann, der erklärte, dass der zweite Weltkrieg von Großbritannien angefangen wurde. Das stieß dann doch erfreulicherweise auf eher wenig Beifall und auch von Seiten der Organisatoren gab es sofort ein klares Contra.

    Überhaupt muss man den Organisatoren zu Gute halten, dass zumindest sie sich klar positionierten. Nicht nur das von Anfang an ein Banner zu sehen war, auf dem stand: „Wir brauchen keine Verschwörungstheorien, uns reicht(s) die Praxis“, auch wurde im Laufe des Abends noch eine „Gegen Nazis“-Fahne aufgeflaggt. Und als ein Redner forderte, wenn man einen Linken sprechen lässt, dann muss auch einen Rechten sprechen lassen, wurde dem unmissverständlich eine deutliche Absage erteilt. Genauso soll es sein! Aber wie ich in meiner Rede sagte, die Organisatoren bieten eine Plattform, die Demo und was daraus wird, das liegt bei den Demonstranten. Und das macht es nicht leicht für sie.

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    (Mehr Bilder gibt es heute nicht, sie ähneln allerdings denen der letzten Wochen.)

    Meine Rede auf der Montagsdemo für Frieden in München am 12. Mai 2014

    Servus miteinander, mein Name ist Daniel, ich komme ursprünglich aus Dresden. Ich spreche heute hier, weil ich es als Linker für wichtig halte, nicht nur zu meckern sondern auch konstruktiv etwas beizutragen.

    Ich bin heute hier, weil ich für Frieden bin. Für Frieden zwischen allen Menschen, egal welche Hautfarbe, egal welche Nationalität, egal welche soziale Herkunft, egal welche Sexualität und egal welche Religion oder auch Atheisten, so wie ich. Frieden ist das Wichtigste für die Menschen. Wenn mich meine Eltern fragen, was ich mir zum Geburtstag wünsche, dann ist meine Antwort regelmäßig: „Ich wünsche mir ein bisschen Weltfrieden“. Sie können mir den Wunsch leider nicht erfüllen, also muss ich selber etwas tun.

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