bookmark_borderJeder Tote ist ein Toter zuviel

Ich wurde auf diese Grafik aufmerksam gemacht, die die Opferzahlen auf israelischer un palästinensischer Seite zeigen soll:

israel

Im Folgenden mein Kommentar dazu:

Ende September 2000 (dauerte bis Februar 2005) begann die zweite Intifada, die so genannte Al-Aqsa-Intifada. Als Auslöser wird gerne der Besuch Sharons auf dem Tempelberg genannt, allerdings kündigte sich dieser Gewaltausbruch schon länger an.

Zu den Opferzahlen kann man bei Wikipedia lesen:

„Die Israelis zählten in den 1558 Tagen der Al-Aqsa-Intifada 20.406 Anschläge, darunter 138 Selbstmordanschläge und 13.730 Schussüberfälle, sowie 460 Angriffe mit Qassam-Raketen. Nach Angaben der Zeitung Jedi’ot Acharonot wurden 1036 Israelis getötet (715 Zivilisten) und 7054 verletzt. Nur für die Selbstmordanschläge gilt: „Seit Beginn der Intifada (September 2000) wurden bei 143 Selbstmordanschlägen 513 Israelis getötet und 3380 verletzt. Die Anschläge wurden von 160 Selbstmordattentätern und -täterinnen durchgeführt.“ Die Palästinenser hatten 3592 (palästinensische Quellen:3336) Tote (985 Zivilisten) zu beklagen. Israel bezeichnet 959 von ihnen als Terroristen – 208 Palästinenser wurden gezielt getötet. Über 600 palästinensische Tote waren Mitglieder der Sicherheitsdienste der Autonomiebehörde (der Geheimdienste, oder der Polizei).“

Irgendwo hatte ich mal Zahlen gelesen, dass alleine über 600 Palästinenser von den eigenen Leuten umgebracht wurden. Nicht zu vergessen, dass sie sich im Gazastreifen beim Konflikt zwischen Hamas und Fatah auch gegenseitig umbrachten. Siehe besonders der dortige Bürgerkrieg im Juni 2007.

Unbestreitbar ist trotzdem, dass die Angriffe Israels mehr Opfer fordern als die Angriffe von Hamas & Co. Wobei letztere gerne unter den Tisch fallen. Alleine seit Beginn 2014 schlugen mehrere hundert Raketen in Israel ein, die Angriffe erfolgen fast täglich.

Während die Angriffe gegen Israel fast willkürlich erfolgen, versucht das israelische Militär zumindest, militärische Ziele in den palästinensischen Gebieten zu treffen. Warum das so schwer ist, sagt dieses Bild:

ip

bookmark_borderLinks am Sonntag (29. Juni 2014)

Wahnmachen I: Antisemitische Sprüche auf der Friedensparty in Koblenz?

Wahnmachen II: Brief an einen der Organisatoren der Kieler „Mahnwache für den Frieden“

Wahnmachen III: Manischer Montag – Mahnwachen ziehen Antisemiten an

Wie sich die Grenzen in Europa in den letzten hunderten Jahren verschoben (Video): Watch as 1000 years of European borders change (timelapse map)

Religiöse Fanatiker unter sich (Video): Pulverfass Tempelberg

„Heterosexualität ist so empfindlich wie ein Kartenhaus.“ – Die Virulente Homolobby (VHL) im Interview

NPD zeigt Geschäftsführer der VVN-BdA e.V. wegen übler Nachrede an

Zur Entführung der drei israelischen Jungen: Die kaltherzige Frau K.

Bei Anruf Nötigung – Interview mit einem „Täter“

Der wohl grausamste Katzenfund aller Zeiten 62 tote Katzen in Pflegestelle gefunden

bookmark_border3. Weltkrieg?

Nachdem die USA und ihre Verbündeten dem Irak Freiheit und Demokratie gebracht haben, ist das passiert, was nach solchen Befreiungsaktionen (Kriegen!) immer passiert: Das Land versinkt im Chaos. Es war zu erwarten, dass sie das nicht in Griff kriegen. Die Situation im Nahen Osten ist brenzlig wie seit Jahren nicht mehr.

Vom Syrien aus werden Raketen auf Israel geschossen, ein kleiner Junge kam dabei um. Die israelische Armee greift Ziele in Syrien an. Gleichzeitig startet Israel eine größere Militäraktion im Westjordanland, um drei entführte Jugendliche zu suchen. Nicht zu vergessen, dass auch fast täglich Raketen aus dem Gazastreifen in Israel einschlagen.

Die irakische Armee bekommt das Problem mit den ISIL-Kämpfern nicht in Griff, sie rücken weiter auf Bagdad vor. Die USA erwägen wieder begrenzte Militäroperationen, der Iran bietet seinen Hilfe an, Syrien greift angeblich Stellungen der ISIL auf irakischen Gebiet an.

Jeder gegen Jeden? Was kann die internationale Politik jetzt tun? Ich bezweifle, dass die ISIL-Kämpfer sich derzeit durch Diplomatie aufhalten lassen, dafür läuft es für sie derzeit zu gut. Wie kann man sich als Linker dazu noch positionieren?

Ich weiß es nicht…

Aber zum Glück ist ja Fußball-WM, da muss man sich nicht im den Rest der Welt kümmern.

bookmark_borderWas ist eine Verschwörungstheorie? / The Worst of Wahnmachen 2014 – Teil 2

Quelle: psiram.com1

Eine Verschwörungstheorie ist dann wahrscheinlich, wenn folgende Merkmale zutreffen:

  1. Hinter der Verschwörung steht eine angebliche globale Elite, Menschen mit vermeintlicher oder echter Macht (z.B. Politik, Wissenschaft, Wirtschaft). Dies können Geheimbünde sein, die im Hintergrund agieren oder aber Menschen, die offiziell an den Schalthebeln der Macht sitzen. Diese Elite – und das ist in der Regel zentral – verbirgt ihre wahren Motive und täuscht die Öffentlichkeit gezielt über ihre Absichten. Es kämpfen die mutigen Verschwörungstheoretiker-Davids gegen die Machtkrake Goliath.
     
  2. Der Verschwörungstheoretiker und seine Anhänger gehören zu einer kleinen Minderheit, die die Wahrheit besitzt. Nur er sieht klar, obwohl es offensichtlich sein sollte. Doch die kleine Gruppe derjenigen, die die Verschwörung durchschaut hat, weiß, was auf uns zukommen wird und will nun alle warnen. Oft ist gemäß Selbsteinschätzung der kleine Kreis der Eingeweihten stetig am wachsen.
     
  3. Es werden Fragen aufgeworfen, ohne dass man wirklich Antworten hören will. Meist sind diese Fragen kontrafaktisch und daher schwer zu demaskieren. Eigentlich sind sie rhetorischer Natur, obwohl sie als echte Fragen daherkommen. Selbst eine befriedigende Beantwortung einer solchen Frage hält die Verschwörungstheoretiker nicht davon ab, sie trotzdem immer wieder aufzuwerfen.
     
  4. Der Verschwörungstheoretiker hält natürlich auch Antworten auf diese Fragen bereit (die Verschwörungstheorie eben). Bei näherem Hinsehen bedingen diese meist unzählige zusätzliche Nebenannahmen und unplausible Voraussetzungen.
     
  5. Auch Fakten, die ganz klar objektiv falsch sind, werden trotzdem immer wieder als Argumente verwendet. Das funktioniert, weil die Anhänger der Theorie nur an einer Bestätigung der vorgefassten Meinung interessiert sind und darum nicht aus den Argumenten auf die Plausibilität schließen, sondern umgekehrt die Argumente an das festgesetzte Resultat anpassen.
     
  6. Auf Gegenargumente wird kaum eingegangen. Alles wird auf die Bestätigung der Verschwörungstheorie kanalisiert. Es findet keine Abwägung des Für und Wider statt. Eine Plausibilitätsprüfung einer Behauptung findet man nie. Die These heiligt die Argumente.
     
  7. Häufig ist der größte Widerspruch im Argument der Geheimhaltung (zentral für eine Verschwörungstheorie) selbst schon enthalten. Einerseits schaffen es die Verschwörer entgegen jeder sonstigen Erfahrung, riesige Operationen geheim zu halten und gleichzeitig begehen sie absolut stümperhafte Fehler, die nur der Verschwörungstheoretiker sofort sieht.
     
  8. Ein Realitätscheck findet nie statt. Man zieht vielleicht weiter zur nächsten Verschwörungsthese, aber die Theorie des Tages wird nie evaluiert. So wird immer wieder aufs neues das Ende aller Zeiten, die totale Versklavung, Vergiftung oder Kontrolle vorausgesagt, ohne dass wirklich etwas passiert.
     
  9. Die nicht VT-gläubige Presse wird als Mainstream- bzw. Systempresse denunziert, die entweder zu dumm ist die Wahrheit zu erkennen oder von den Verschwörern korrumpiert.

Und wem das nicht reicht, kann sich hier 30 Minuten schlimmste Spinnerei bei den Montagsmahnwachen ansehen. Da sind so unglaublich bescheuerte Sachen dabei… Viel Spaß!

The Worst of Wahnmachen 2014 – Teil 2

  1. Der Inhalt ist verfügbar unter der Creative Commons Lizenz. []

bookmark_borderAuf der Festung Königstein (Sächsische Schweiz) wird geschossen!

Das knallt nicht nur sehr laut, da flattern einem noch die Hosen, wenn man 10 Meter entfernt steht.

Und um die Frage zu beantworten, wie ich diese Fotos geschafft habe: Mit der Canon EOS 7D mit Dauerfeuer (7Bilder/sek) draufgehalten, sobald der Befehl „Feuer!“ kam. 

IMG_2238_resize

IMG_2255_resize

Mehr Fotos von meinem heutigen Tagesausflug gibt es nächste Woche.